Elektrik - wohin gehört dieser Stecker

      Elektrik - wohin gehört dieser Stecker

      Hallo,

      mein Schrauber bekommt meinen Murena 2.2 nicht mehr zum Laufen. Es gibt einen Stecker, zu dem er kein Gegenstück findet. Er hat mir heute drei Fotos gesendet, die ich angehangen haben. Wohin kommt das Ding?

      Gruß
      Martin
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      Hallo Martin,
      Der gehört linke Seite am Motor. ( Servicestecker für die Werkstatt)
      An der Halterung ist unten auch das Ventil für die Vergaservorwärmung
      angeschraubt. Wenn Du ein Bild von der Halterung brauchst, dann Schicke ich diese.
      Peter

      Warum läuft der Matra nicht, Zündung OK? Arbeitet die Strobe Lampe? Benzin da?

      Eine kleine Hilfe, wenn nicht alles verstellt ist (Info - Zylinder 1 ist in Fahrtrichtung links der Erste)

      -Kerzen raus nehmen
      -Nut auf der Schwungscheibe auf etwa 10-12° stellen ( Zylinder 1 oder 4 ist jetzt auf Verdichtung)
      -Sicher stellen, das Zylinder 1 auf Verdichtung steht!!!!
      -Verteilerkappe abnehmen
      Das drehende vierpolige Teil unter der Plastikabdeckung sollte sich jetzt mit den Fingern genau an den vier festen Metallfingern befinden,
      welche von der Unterdruckverstellung bewegt werden, ansonsten den Verteiler drehen bist es stimmt, Habe keine Bilder
      -Verteilerfinger aufstecken
      -Jetzt sollte der Verteilerfingen auf dem Zylinder 1 zeigen, welcher Verdichtung hat
      -Diese Position außen mit einem Marker an Verteilerkappe markieren mit 1
      -jetzt geht es rechts herum weiter mit Zyl 3 4 2
      -Zündkabel anschließen,
      -Mit dem Strobe Tester nun genau auf 10-12° einstellen.

      Hast Du überhaupt einen Zündfunken, wenn man eine Kerze auf den Motor legt und mit einem Zündkabel verbindet?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Martin,

      zum Nichtstarten kann ich Dir aus der Ferne nichts sagen. Aber ich sehe da teilweise noch textilummantelte Kraftstoffschläuche im Motorraum (diese sind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gegen die Inhaltsstoffe des heutigen Benzins resistent).
      Bedingt durch die Aggressivität des heutigen Sprits würde ich diese schleunigst tauschen.
      Sollten die alten Leitungen nämlich undicht werden, wird es brandgefährlich.

      Alles Gute

      Michael.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Michael“ ()

      Hallo Horst,
      manche Schrauber ignorieren die Anweisungen vom MATRA Überholungshandbuch und
      sagen der Zylinder 1 ist in Fahrtrichtung rechts. Geht auch, aber dann arbeitet man nicht
      nach den Wartungsunterlagen und ist bei der Fehlersuche ein wenig Richtung MOND.....
      Peter
      Noch hat sich Martin nicht gemeldet...
      Der Hinweis mit dem Servicestecker für die Werkstatt hilft auf jeden Fall. Bis jetzt hat der Schrauber angenommen, dass es ohne den Stecker nicht geht. Jetzt kann er mal nach anderen Ursachen suchen. Es kommt wohl kein Zündfunke. Ich werde ihm meine Zugangsdaten zum Forum geben dann kann er selber lesen.

      PS: Ich habe gerade erst ins Forum geschaut. Da ich die E-Mail-Benachrichtigungen nicht richtig eingestellt hatte, wurde ich nicht über die super schnelle Reaktion informiert. Vielen Dank!
      Ein schneller Tipp,
      manchmal rutscht der 2 polige Stecker an dem Verteiler etwas raus - hier gehen die Impulse
      von dem Verteiler zur Zündeinheit. Wenn da kein Sicherungsblech ist rutscht der Stecker schon mal einige
      Millimeter heraus, das war`s dann mit dem Funken...
      Peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Michael schrieb:

      Sollten die alten Leitungen nämlich undicht werden, wird es brandgefährlich.

      ...und die Benzinpumpe wird wegen poröser Schläuche (insbesondere weil der Schlauch vom Tank bis zur Pumpe so lang ist) auch mal gerne zur Luftpumpe. Einfach mal Schlauch zwischen Benzinpumpe abziehen und schauen ob beim Startversuch überhaupt Benzin aus der Pumpe kommt.

      LG Roland

      PS:

      MM16_Franken schrieb:

      Wenn alles richtig verstellt (und verbastelt) ist, kann es schon mal vorkommen, dass der Zylinder 1 in Fahrtrichtung rechts der erste ist?

      Übrigens: Wenn wirklich alles verstellt ist, dann hat man plötzlich 5 Rückwärtsgänge :thumbsup:
      :thumbsup: Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam ich, ich wusste das nicht und hab es einfach gemacht... :thumbsup:
      Mitglied Nr.: HE 24 - Matra-Club Deutschland e.V.

      RoPro schrieb:

      Übrigens: Wenn wirklich alles verstellt ist, dann hat man plötzlich 5 Rückwärtsgänge :thumbsup:

      Ja, dazu müsste man allerdings schon die Nocken auf der Nochenwelle verstellen, damit der Motor anders herum laufen kann. Und den Verteiler müsste man auch noch umbauen, weil sonst wird aus der Frühverstellung eine Spätverstellung.
      Deutlich leichter geht so etwa bei Frontmotor mit separaten Differential an der Hinterachse. Da muss man nur das Differential falsch herum (in Längsrichtung um 180 gedreht) einbauen. Der Motor dreht unverändert und die Antriebsräder falsch herum.
      Ja, schon klar, dass die heutigen Mechatroniker mit den Signalen am Murena Diagnoseanschluss nichts anfangen können.

      Die brauchen schon OBDII und daran einen Diagnoserechner, der die Meldungen in Klartext und Handlungsanweisungen umsetzt.

      Schon erstaunlich, dass die Kenntnisse über die vergleichsweise einfache Technik von vor gut 30 Jahren schon am Aussterben sind von und von Oldtimerwerkstätten zu erhöhten Stundensätzen verkauft werden.

      Heutige Mechaniker und Händler identifizieren ja nicht mal mehr eine ganz normale Zündspule, wie sie damals nicht nur im Matra sondern in alle Autos (natürlich nur Benziner) verbaut wurde, als eine Zündspule.
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      Hallo Martin,

      was lehrt uns der Brandschutzsachverständige?
      Um ein Feuerchen zu erzeugen braucht es drei Dinge:
      Etwas Brennbares, Sauerstoff und eine Hitzequelle.
      Für einen Motor übersetzt muss erst einmal Kraftstoff vorhanden sein, der wird bei unseren Oldies im Vergaser mit Sauerstoff vermischt und dann wird das Gemisch durch den Zündfunken entzündet.
      Wenn der Motor nicht startet, fehlt etwas.
      Der simpelste Weg ist der Kauf einer Dose Startpilot.
      Wenn man das Zeugs in den Vergaser sprüht und der Motor dann kurz Lebenszeichen von sich gibt, kann man die Zündung erst einmal abhaken und bei der Gemischbildung nachsehen (bekommt der Vergaser überhaupt Sprit?), oder aber im Umkehrschluss bei Nichtstarten sich die Zündanlage vornehmen.
      So kann man dann schrittweise die Störung weiter eingrenzen.
      Was lehrt uns das?
      Der erste Schritt geht auch ohne wilde Diagnosetechnik und Werkzeug.

      Alles Gute

      Michael