Schöne neue Welt...

      Dann sollten wir statt über den Umbau auf PS XU-Motor wie in diesem Thread
      Bagheera Umbau auf PSA XU-Motoren
      gleich über den Umbau auf Elektro nachdenken.

      Schade, dass sogar Hybrid verboten werden soll.

      Gerade Murena ud Bagheera wären doch gut geeignet, um einen Elektromotor vorne einzubauen. Die Vorderachse ist ja vom Simca 1100 kommend schon für einen Antrieb vorgesehen. Achstummel raus, Antriebswelle rein, E-Motor dran, bleibt nur das leidige Akku Thema.
      Ich erinnere mich, daß vor Jahren in Italien ein auf E-Antrieb umgebauter Bagheera eine Elektro-Rennserie gewonnen hat.

      Es ist absolut richtig, daß sich gerade die Matras für einen Umbau eignen, auch wegen des geringen Gewichtes.

      Trotzdem hoffe ich immer noch, daß wir unsere Fahrzeuge im Originalzustand erhalten und auch noch bewegen dürfen.
      Meine persönliche Matra-Seite:
      matra.me
      Information

      Roman schrieb:

      ...

      Trotzdem hoffe ich immer noch, daß wir unsere Fahrzeuge im Originalzustand erhalten und auch noch bewegen dürfen.

      Ganz Deiner Meinung, nur im Umkehrschluss:
      Falls wir nicht mehr im Originalzustand mit Verbrennungsmotor fahren dürfen sollten, müssten wir umbauen.

      Da fällt mir noch ein Aufkleber auf einem Oldtimer ein: "Wer schützt uns vor den Umweltschützern?"
      Solange niemand irgendeine Umrüstung von Oldtimern fordert, was ich persönlich für ziemlich unwahrscheinlich halte, ist alles reine Spekulation. Bleiben wir doch bitte sachlich und orientieren wir uns daran, was tatsächlich gesagt wird und nicht was einige einfach nur unterstellen. Voraugesetzt, es wird in der Zukunft praktikable Lösungen für das die Kapazität und das Aufladen der Batterien geben, ist ein Wechsel auf Elektromobilität begrüßenswert. Der Verbrennungsmotor ist doch keine Religion!
      Ciao
      Lars
      Hallo Zusammen,

      das hatten wir schon einmal.

      Nur schade, dass man nichts mehr davon gehört hat.
      Im übrigen muss ich Lars beipflichten, von den Produktionsstopp von Neuwagen mit Verbrennungsmotor auf eine Umrüstpficht für Bestandswagen (so nenne ich das einmal) zu schließen schießt über das Ziel hinaus.

      Im Übrigen - vielleicht durch die Lieblingsvokabel der politischen Kaste "Alternativlos" - ist der Blick reichlich verengt.
      Mir fielen da z.B. auch noch der Wasserstoffantrieb ein (nicht Brennstoffzelle), wo ja Wasserstoff verbrannt wird.
      Auch über jedweden Gasantrieb ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.
      Abgesehen davon haben wir momentan eine ziemliche Hexenjagd auf den Diesel. Interessant ist schon wie man Zahlen verbiegen kann bis sie passen. Das hatten wir schon mit den Benziner so. Wenn man sich einmal die verschiedenen Abgasnormen ansieht und diese nicht in %-Angaben zur Vorgängernorm setzt, sondern absolute Zahlen nimmt, wird die Sache schon etwas strange.
      Ich möchte das einmal am Verbrauch festmachen:
      Vor kurzem bin ich mit meinem Eisenschwein (300er Stinkediesel BJ 89) eine längere Strecke über Land- und Bundesstaßen gefahren und bin bei der Tanke fast vom Glauben abgefallen: 7,5 l auf 100 Km.
      So nun nehme ich einmal fiktiv einen neuen Wagen vergleicbarer Größe und unterstelle einen Realverbrauch von 5 l auf 100 Km.
      Der ist dann 33 % sparsamer - ich bin beeindruckt.
      Real reden wir aber um 2,5 l Differenz auf 100 Km, dann sind wir bei 25 l auf 1000 Km und bei einer Jahrsfahrleistung bei mir als Wenigfahrer von 7.000 Km (und das ist schon hoch gegriffen) von 175 l.
      Auf Euro umgerechnet bei einem Literpreis von 1,15 € komme ich dann p.a. auf 201,25 € Ersparnis. Ähhh wann bitte soll sich das amortisieren?
      Genauso benötigt man für die Herstellung eines Neuwagens - so sagte man mir - auch Energie. Vermutlich wird dazu nicht nur Ökostrom benutzt. Und wieviel Energie benötigt man von der Förderung des Rohstoffs bis zum Fertigteil? Auch hier wird man mit den 175 Litern nicht sehr weit kommen.
      Selbst wenn der hier dargestellte Verbrauchunterschied höher sein sollte, meinetwegen auch 5l, ändert das kaum etwas, außer, dass man dann von einem noch beeindruckenderen Minderverbrauch von 50% reden könnte.
      Aber auch bei 402,50 € im Jahr ist die Rechnung gaga.

      Was wirklich was bringt ist die Frage, ob ich immer den Wagen nehmen muss, oder ob ich über ÖPNV, per pedes oder Radel nicht auch zum Ziel komme.

      Wobei meine Situation nicht mit der anderer vergeleichbar ist. Es gibt auch Menschen, die müssen mit den Wagen pendeln und bei denen wird die Rechnung vermutlich ganz anders aussehen.
      Und wäre ich in dieser Situation hätte ich auch womöglich keine Probleme mit dem E-Motor und auch nicht mit den autonomen fahren. Ich denke da nur an den Winter (jetzt bitte nicht mit der Standheizung kommen), warten bis der Motor warm ist, warten auf die Heizung, das entfiele beim E-Antrieb. Hat doch auch was.

      Daher sollte man mit absoluten Antworten, wie momentan von der Politik in den Ring geworfen, sehr kritsich umgehen.

      Alles Gute

      Michael


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      Beitrag von „Bagheera 74“ ()

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      Och, so ganz uninteressant ist der Dampfmotor nicht. Man darf ihn nur nicht mit dem Stand Technik der alten Wattschen Dampfmaschinen vergleichen. Bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts haben sich die Dampfautos ganz wacker geschlagen und auch die Elektromobile sind streng genommen ein alte Hut - jeder Mikey-Mouse-Leser erinnert sich vermutlich an das Vehikel von Oma Duck ;-).
      Allerdings denke ich auch, dass der normale Benzinmotor irgendwann anusgedient hat. Spätestens wenn die Mineralölvorräte gegen 0 gehen, würde der Kraftstoff ohnehin zu teuer und seltsamerweise gab es immer wieder Studien, die dieses um 2040 herum prognostizieren.
      Aber bei Triebwerken, die man mit regenerativer Energie beschicken kann bin ich mir nicht ganz so sicher. Da kann es schon sein, das scheinbar obsolete Techniken, wenn sie clever weiterentwickelt werden wieder aufschlagen. Wie z.B. hier.
      Letztlich geht es ja nur darum irgendeine Energie in Bewegungsenergie umzuwandeln. Sich nur auf eine Lösung einzuschießen halte ich für den größeren Irrweg.
      Manchmal sind Entwicklungen nur deshalb steckengeblieben, weil seinerzeit noch nicht die passenden Werkstoffe vorlagen. Selbst das Düsentriebwerk (vermutlich auch eine Sackgasse) gelten zeitweise als nicht machbar, weil die bekannten Technologien nicht die geeigneten Werkstoffe boten.
      Wenn ich mir so überlege, was sich da in den letzten Jahren getan hat, werden wir womöglich noch einige Überraschungen erleben.

      Und nun bin ich gerade gerade darüber gestolpert.

      So ganz abwegig scheinen meine Vermutungen ja nicht zu sein. Zumal, wer einmal einen LiPo-Akku richtig weh getan hat, so daß das Ding abraucht, kann sich vorstellen, wie der nächste Skandal aussieht. Die Dinger haben eine so hohe elektrische Energiedichte, dass einem Angst und Bange werden kann, wenn diese sich schlagartig in Wärme auflöst. Das wesentliche Problem bei der Elektromobilität ist ja die Speicherung der elektrischen Energie und je leistungsfähiger die Akkus werden, desto mehr Energie kann sich im schlimmsten Fall einen unkontrollierbaren Weg suchen.



      Alles Gute

      Michael.
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      Bagheera 74 schrieb:

      Tja, langsam müssen wir und daran
      gewöhnen dass wir unseren Enkeln davon erzählen können dass die
      Menschheit mal, so etwa 200 Jahre lang, Dampfmaschinen und
      Verbrennungsmotoren als „Wärmekraftmaschinen“ nutzte und dabei
      65 bis 90 % der Energie als nutzlose Abwärme in die Umwelt geblasen
      hat. Mit den dazugehörenden Abgasen, versteht sich.
      ...

      Ja, so ist es.

      Aber so lange der Strom für Elektroautos zum größten Teil aus Öl-, Kohle- und Gaskraftwerken kommt, wird der Gesamtwirkungsgrad auch nicht besser. Das Kraftwerk ist nämlich auch "nur" eine Wärmekraftmaschine mit eben diesem prinzipbedingt lausigen Wirkungsgrad. Zwar etwas besser, weil immer im optimalen Bereich gefahren; dafür kommen aber Übertragungs- und Speicherverluste dazu, so dass die CO2-Bilanz des Elektroautos nur geringfügig besser ausfällt als beim Verbrennungsmotor.

      Bleibt also nur der Vorteil, dass die Abgase nicht am Auto sondern beim Kraftwerk entstehen. Bei den aktuell diskutierten Stickoxiden mag das für die Innenstädte relevant sein. Bei CO2, das global in der Atmosphäre auf das Klima wirkt, ist es schon wieder egal, wo es entstanden ist.