Arbeiten an einem Motor

      Arbeiten an einem Motor

      Hallo zusammen!

      Ich beabsichtige meinen Motor auf Vordermann zu bringen und überlege nun, was man denn dazu braucht, um daran entspannt arbeiten zu können. Ich muss dazu sagen, dass ich nur eine normale Garage habe an deren Decke man keine Seilwinde befestigen kann. Also habe ich geschaut und bin auf sogenannte Motorständer gestoßen. Daran wird der Motor angeschraubt und man kann dann von allen Seiten daran arbeiten und den Motor auch drehen. Soweit so gut, aber wie bekomme ich den schweren Motor an die Aufhängung? Brauche ich dazu einen Kran, oder geht das mit so einem Motorständer auch, durch Kippen oder so? So ein Kran kostet halt eine Stange von Geld und das möchte ich ungern investieren, wenn es nicht unbedingt sein muss. Gibt es irgendwelche andere Tricks, wie ich das mit wenigen Mitteln hinkriegen könnte?

      Grüße aus Magstadt


      Gunter
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      Hallo Gunter,
      so ein Motorständer ist selbstverständlich perfekt um in bequemer Höhe und von allen Seiten am Motor arbeiten zu können. Habe selber sowas in meiner ebenfalls normalen Garage.
      Bei meinem Motorständer schraube ich zunächst den Halter an den Motor, unterlege den Motor auf der Seite, stecke dann nur den vertikalen Teil des Motorträgers mit der Aufnahme auf den angeschraubten Halter, drücke den Motor auf der anderen Seite mit einem Wagenheber hoch und stecke dann den Längsträger in das bereits am Motor befestigte Teil. Steht.

      LG, Roland

      PS: Lässt sich doof erklären... vielleicht dennoch zu verstehen?
      :thumbsup: Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam ich, ich wusste das nicht und hab es einfach gemacht... :thumbsup:
      Mitglied Nr.: HE 24 - Matra-Club Deutschland e.V.
      Hallo Roland!

      Vielen Dank für diese Info. Ich dachte mir schon, dass das irgendwie auch ohne Kran gehen sollte, kann mir aber nicht wirklich vorstellen wie das genau funktioniert, auch nach deiner Beschreibung nicht (liegt aber sicher nicht an deiner Beschreibung, sondern eher an meiner Vorstellungskraft). Nun, dann werde ich mir jetzt einfach mal so ein Ding besorgen und dann das Ganze mit deiner Beschreibung in der Hand versuchen.

      Welchen Motorständer hast Du denn (Hersteller, Tragkraft)?

      Grüße aus Magstadt

      Gunter
      Ist so ein ganz billiges China-Teil. Kostet bei eBay so um die 50 Euro. Tragkraft steht 450 kg drauf. Sollte er auch tatsächlich schaffen können, denn er ist schon sehr massiv und stabil.

      LG, Roland
      :thumbsup: Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam ich, ich wusste das nicht und hab es einfach gemacht... :thumbsup:
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      So ganz erschließt sich mir der Sinn eines solchen Motorständers bei den (Simca) Bagheera und Murena Motoren noch nicht.

      Ich habe keinen und habe ihn auch noch nicht vermisst.

      Den Motor kann man doch ganz bequem auf der Ölwanne abstellen und in dieser Position die Nebenaggregate (Verteiler, Ölpumpe, Vergaser, evtl. Krümmer) und dann den Kopf demontieren.

      Den verbleibenden Rumpfmotor kann man dann alleine heben bzw. tragen und auf die Vorder- oder Rückseite legen um die Ölwanne zu demontieren um an den Kurbeltrieb zu gelangen.

      Dabei sind beide Stirnseiten des Motors (Steuerung und Getriebeseite mit Kupplung, Schwungscheibe, Simmerring mit Gehäuse dahinter) frei zugänglich. Der Motorhalter blockiert doch wohl die Getriebeseite mehr oder weniger?

      Roland, habe ich das Prinzip nicht verstanden oder irgendwelche Vorteile übersehen?

      Anbei ein paar Bilder meines Bag Motors auf meinem mobilen, provisorischen Motorarbeitsplatz (Schalbrett auf 2 soliden Böcken) in der Mitte der Werkstatt.
      Bilder
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      Ja, wenn man eine Garage hat, in deren Mitte man einen entsprechend stabilen Tisch plazieren kann (und einen solchen auch besitzt), dann ist diese Variante sicher völlig ausreichend. Ich muss aber den Motor immer mal wieder auf die Seite schieben können, um Platz zu schaffen für meine anderen Hobbys (Fahrräder z. B.). Und wenn ich es richtig anstelle, dann kann ich das Teil (so hoffe ich wenigstens) so in eine Nische stellen, dass der Motor völlig aus meinem Bewegungsbereich verschwindet. Ich denke es ist einfach bei mir der Tatsache geschuldet, dass ich nicht allzu viel Platz habe. Wirklich brauchen tut man sowas wahrscheinlich nicht.
      Nun ja, so lange ich da so an einem Motor schraube, steht auf dem Platz eben kein Auto. Das muss dann draußen bleiben. (Nach Murphy hat man ja immer ein Auto mehr als man Platz dafür hat.)

      Dieser Arbeitsplatz benötigt nur temporär Platz. Ein Motorenmontageständer dagegen braucht auch bei Nichtgebrauch seinen Platz.

      Und ein Montageständer mit Motor braucht auf jeden Fall mehr Platz als der Motor alleine. Deshalb lieber den Motor alleine in die Nische. (zur besseren Manövrierbarkeit evtl. auf eine Skate Board oder so etwas ähnlichem)

      MM16_Franken schrieb:

      Den verbleibenden Rumpfmotor kann man dann alleine heben

      Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Motorständer, beziehen sich auf den 2.2er Murena-Motor. Bei dem wiegt der Rumpfmotor auch ohne Schwungscheibe und Ölwanne, schon fast soviel wie ein Baby-Elefant. Den bekomme ich alleine gerade so mit aller Kraft hochgehoben. Ein gutes "hantieren" ist bei dem Gewicht alleine schon mit dem solo Kurbelgehäuse nicht möglich. Absolut unmöglich (nach meiner Meinung) mit einem kompletten 2.2er Motor mit allen Anbauteilen.

      MM16_Franken schrieb:

      Den Motor kann man doch ganz bequem auf der Ölwanne abstellen

      Wenn ich das mit dem 2.2er Motor machen würde, dann kann ich mir nach der Aktion eine neue Ölwanne organisieren.

      MM16_Franken schrieb:

      Der Motorhalter blockiert doch wohl die Getriebeseite mehr oder weniger?

      Ja, aber auch nur wenn ich die Schwungscheibe vorher nicht demontiere. Wenn die ab ist, dann komme ich überall bequem dran und kann sogar die Kurbelwelle ausbauen.

      MM16_Franken schrieb:

      Roland, habe ich das Prinzip nicht verstanden oder irgendwelche Vorteile übersehen?

      Mit einem "leichten" Motor ist's vielleicht nicht zwingend erforderlich so einen Motorhalter zu verwenden, weil er einfach nicht so schwer ist. Aber auch dann sähe ich ein paar Vorteile gegenüber einem Arbeitstisch:

      1. ich komme immer gleichzeitig an alle 6 Motor-Seiten gut und ganz dicht dran
      2. ohne großen (Kraft-)Aufwand kann ich den Motor kippen, oder auf den Kopf drehen
      3. wie Gunter schon geschrieben hat, kann ich ihn bequem durch die Garage schieben, oder auch einfach in die Ecke stellen
      4. ich drücke mir nichts am Motor kaputt, bzw. breche mir nicht die Kühlrippen von der Ölwanne, oder sonstige Teile ab
      5. meiner nimmt nicht viel Platz weg, weil er sich mit einer Schraube in zwei Teile zerlegen und dann hochkant an die Wand stellen lässt.
      6. sieht's so einfach geiler aus

      Liebe Grüße,

      Roland
      :thumbsup: Alle sagten: "Das geht nicht!". Dann kam ich, ich wusste das nicht und hab es einfach gemacht... :thumbsup:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „RoPro“ ()

      Ok Roland,
      so ungefähr habe ich mir das schon gedacht, dass das bei schwereren (2.2) und unförmigen (2.2er Ölwanne) Motoren Sinn macht.
      Und mit Punkt 6
      sieht's so einfach geiler aus

      kann ich mit meinem Schalbrett auf 2 Böcken natürlich nicht mithalten.
      Gruß Horst

      PS: Bei dem Thema fällt mir gleich noch ein Witz ein:
      Welches Tier macht nach seinem Tod noch so ca. 150 Umdrehungen um die eigene Achse?
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      Das Brathähnchen (auf dem Spieß)