Klapper-/Knartz- und Schnargeräusche (usw.) der Tachowelle

      Klapper-/Knartz- und Schnargeräusche (usw.) der Tachowelle

      Hallo Schrauber,

      mittlerweile habe ich diese Geräusche auch bei meiner Tachowelle. Ich habe sie auch schon gereinigt und neu mit Ballistol Öl geschmiert. Sie sieht eigentlich ganz gut aus, aber trotzdem kamen diese Geräusche nach einiger Zeit wieder zurück.
      Anfangs hatte ich diese Geräusche eher im Bereich zwischen 50 und 0 Km/h jetzt habe ich sie jenseits der 80 km/h.
      Meine Frage wäre: hat jemand diese Problem auch schon gehabt und evtl. gegen eine neue Tachowelle getauscht. Waren danach die Geräusche weg oder ist das ein Konstruktionsproblem weil die Gefahr des zu engen Verlegens besteht? Welche Möglichkeiten gibt es noch das Problem zu lösen? Hat schon mal jemand die Welle zerlegt bei meiner kann ich die Innenwelle nicht entnehmen.

      Gruß Niels
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Niels“ ()

      Hi Niels,

      "zappelt" denn die Tachonadel auch? Falls ja, dann ist das Innenleben der Tachowelle wahrscheinlich hinüber.

      Speziell mit Matra habe ich keine diesbezüglichen Erfahrungen, aber bei meinen anderen Vehikeln haben sich Geräusche oder Nadelzappeln immer mit Einbau einer neuen Welle erledigt. Das Verlegen möglichst um nicht allzu enge Radien ist natürlich auch wichtig.

      Mit dem Ölen von Tachowellen wäre ich eher vorsichtig, erst recht, wenn die Welle konstruktiv Öl eventuell in Richtung des Tachos "fördert". Denn dann kann großzügiges Ölen dazu führen, dass im Betrieb recht bald der Tacho verölt wird.

      Für nicht mehr lieferbare Tachowellen (oder auch Handbrems-Seilzüge, etc.) habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Firma taflexa.de/Frame.htm gemacht (bin dort nur Kunde gewesen, keinerlei sonstige Verbindung, falls solche Links nicht erwünscht sind, kann er auch gerne seitens eines Mods entfernt werden). Die bauen nach Muster nach, also die alte Welle müßte denen zugeschickt werden. Dann kann ggf,auch eine größere Länge spezifiziert werden, falls dies eine Verlegung vereinfachen würde. Die Kosten waren bislang bei mir typischerweise so um die 100,--, wie die aktuellen Preise sind, weiss ich allerdings nicht.

      Beste Grüße,
      Bernhard
      Hallo Bernhard,

      die Tachonadel zappelt nicht und die Innensele ist nach oben in Richtung Tacho im Anschluss abgedichtet (sichtbare Scheibe evtl+ zusätzlichen O-Ring) damit eben kein Öl in den Tacho gezogen werden kann.
      Bin schon am überlegen ob ich über den unteren Anschluss mit einem Adapter Fett in die Welle pressen sollte, ganz dicht ist die obige Abdichtung gegen Öl ja auch nicht und somit würde sich die Welle entlüften beim Fettpressen.

      Gruß Niels
      Hallo Niels,
      nach meiner Erfahrung bringt das Fetten und Ölen der Tachowelle längst nicht so viel wie eine neue Tachowelle. Wenn man also noch eine neue bekommen kann, würde ich die einbauen. Der Aufwand des Einbaus ist zumindest beim MM meist sehr überschaubar. Die Tachowelle hält bei meinem MM nun seit fast 15 Jahren und läuft noch einwandfrei.
      Chris
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      Schon mal auf die Idee gekommen, dass die Welle nach ca 36 Jahren einfach fertig ist?

      Da hilft kein Ölen, Fetten oder sonstiger Schlonz.

      Auch anders verlegen bringt nichts, meist fängt dann die Nadel zum Zappeln an.

      Selbst wenn durch ein Wunder Verbesserung eintreten sollte, was glaubt ihr wie lange wird die halten. Jahre?

      Die Welle muss getauscht werden.

      Gruß
      Marcel

      Matracat schrieb:

      Schon mal auf die Idee gekommen, dass die Welle nach ca 36 Jahren einfach fertig ist?
      ...
      Hallo Marcel,
      was hat Dich denn bei diesem Beitrag geritten?

      Deine Argumentation gilt sicher für einen 36 Jahre alten, morschen Benzinschlauch, der noch dazu als Meterware fast beliebig verfügbar ist.

      Aber hier versucht sich jemand an der möglichen Rettung einer Tachowelle, die wohl falls überhaupt nur noch begrenzt verfügbar ist und eine individuelle Nachfertigung auch nicht gerade billig ist. Du bist doch sonst auch immer für die Ressourcenschonung statt die raren noch verfügbaren Neuteile mal einfach vorsorglich zu verbauen, so dass die Verknappung noch weiter geht.

      Weiter gilt Dein Argument wohl für die meisten Teile an unseren Autos. Und dann könnten wir auch gleich schon wieder mit unserem Hobby aufhören, wenn wir alle Probleme pauschal aufs Alter führen würden und in Folge großzügig gegen Neuteile tauschen wollten.

      Gruß Horst
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      Na ja, ich gehöre ja auch eher zu der Fraktion, die etwas repariert, selbst wenn der Aufwand dabei unverhältnismäßig ist, an Stelle des modernen "Neuteil rein statt reparieren". Aber bei einer Tachowelle ist eine Reparatur mit üblichen Mitteln leider kaum möglich.

      Es ist auch meine Erfahrung mit Tachowellen, dass wenn die erstmal mucken, dann schaffen Versuche wie Ölen, Fetten, anders verlegen, meist keine dauerhafte Abhilfe. Bald gehts dann wieder los ...

      Beste Grüße,
      Bernhard
      Abend,

      auf die Gefahr, gesteinigt zu werden ... man könnte auch einen Taktgeber an die Vorderachse und einen Schrittmotor vor den Tacho setzen ... und ja, das habe ich tatsächlich schon machen müssen, weil einer meiner 924er nach Fahrwerksumbau keine Möglichkeit zum Anschluss der mech. Welle mehr bot und mir das Aufbohren des neuen Achsschenkels zu heikel war, ich den orig. Tacho aber behalten wollte.

      Und eigentlich sollte der Verschleiß der Tachowelle doch nichts mit dem Alter, sondern mit dem Km-Stand zu tun haben, oder? Teflonfett hat bei mir schon tolle Dienste geleistet, allerdings konnte ich da die Welle aus der Hülle ziehen und komplett einfetten - bekommt man die Matra-Welle wirklich nicht zerlegt?

      LG Frank
      ja man kann sie recht einfach zerlegen was ich gerade gemacht habe. Am oberen weißen Anschluss ist unten ein kleiner Metallring aufgepresst den ich geöffnet habe und dann konnte ich die Welle zerlegen. So schlecht sieht sie eigentlich garnicht aus. Problem schein zu sein das die Welle unten am Achsschenkel nicht wirklich dicht ist und dort wahrscheinlich mit der Zeit Dreck einsammelt. Frank danke schon mal vorab, denn ich hab schon überlegt mit welchem Fett ich sie schmiere dein Vorschlag mit dem Teflonfett gefällt mir schon mal gut muss nur mal schauen wo ich sowas bekomme.
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      das Fett von Pferd ist natürlich auch nicht ganz billig ;( Ich habe dieses Fett hier noch gefunden: Foredom ms 10006 Grease for flexible shafts. Mich würde mal interessieren auf welcher Basis diese Wellenfette hergestellt sind. Bisher habe ich keine Datenblätter gefunden. Müsste doch eigentlich ein Fett auf Calciumbasis sein? So in der Art Energrease PR 2 oder ähnliche Produkte?

      Noch ein Tachowellenpreisvergleich (politisch korrekt, keine Namen, keine Gesichter !!!!)

      Deutschland: 79,90 Euro (Daumen runter)
      Niederlande: 55,--Euro (Daumen nicht ganz runter)
      Frankreich: keine Angabe (Daumen auch runter)

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      Wegen Daumen rauf oder runter, bei Nachfertigungen (generell) gibt es leider sehr unterschiedliche Qualitäten.

      Vor vielen Jahren habe ich mal ein Traggelenk (Kugelkopf, zerlegbar) preiswert erworben. Und nach Betrachtung der Oberfläche des Kugelkopfes sofort in den Müll geworfen. Und zu einem deutlich teureren Angebot gegriffen (das dann aber auch gut und haltbar war).

      Bei einer italienischen Exotenmarke habe ich aber auch schon "Originalteile" bekommen, die Schrott waren. Für viel Geld.

      Wegen Fett, ich habe für verschiedene Anwendungen gute Erfahrungen mit sprühbarem Haftfett, beispielsweise von Förch, gemacht.Es ist zunächst sehr dünnflüssig und kriecht dadurch gut in Spalte. Nach Verdunsten des Treibmittels verbleibt hochviskoses und gut haftendes Fett übrig. Gibts auch mit PTFE Zusatz.
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      @ Horst.........

      ZITAT von Bernhard
      Na ja, ich gehöre ja auch eher zu der Fraktion, die etwas repariert, selbst wenn der Aufwand dabei unverhältnismäßig ist, an Stelle des modernen "Neuteil rein statt reparieren". Aber bei einer Tachowelle ist eine Reparatur mit üblichen Mitteln leider kaum möglich.Es ist auch meine Erfahrung mit Tachowellen, dass wenn die erstmal mucken, dann schaffen Versuche wie Ölen, Fetten, anders verlegen, meist keine dauerhafte Abhilfe. Bald gehts dann wieder los ...

      Bernhard hat es genau auf den Punkt gebracht Horst.
      Generell bin ich auch immer ein Freund von erst "reparieren" und dann "austauschen"

      In diesem Fall habe ich durch meine Erfahrung, die dir wie immer wieder aufs neue festgestellt fehlt, allen Beteiligten die sinnlose Arbeit ersparen wollen, eine Tachowelle, die muckt, zu reparieren.
      Ich habe dies mit Murenawellen bis zur Erkotzung durchexerziert und es hat nie geklappt, mit welchen Mitteln auch immer.
      Die Erfahrung gebe ich weiter, sonst nix. Wer es trotzdem probieren möchte.....selbst schuld. Es wird nix bringen.

      Und dass mein Argument für alle anderen Teile am Murena auch gelten soll ist Käse. Jedes Teil muss immer für sich allein betrachtet werden. Es gibt Teile, die lassen sich reparieren und es gibt eben Teile, die sind nach 36 Jahren einfach fertig, auch wenn du es hier nicht wahrhaben willst.
      Gerne gebe ich dir 5 Tachowellen, die Flattern, versuche die Rettung und verschwende deine Zeit damit.

      Gruß
      Marcel
      Hallo Niels, Tachowelle...
      meine Erste wurde bei 117 000 km gewechselt (1987), hat auch gezuckt - keine Geräusche -
      dann war irgendwann keine Anzeige....
      Abgerissen ist sie unten - Korrosion + Schmutz innen unten - jetzt ist da auch Fett - in der Steckverbindung.
      Die Zweite ist immer noch drin und hat nun über 403 000 km, ab + zu mal etwas Öl reingeträufelt,
      wenn das linke Rad mal ab ist. Seit 5 Jahren zuckt sie minimal bis 50Kmh. Ist somit auch
      irgendwann dran, das wäre dann Verschleiß - Geräusche sind da keine.
      Grüße aus Hamburg
      Peter

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