Matra, elektrische Benzinpumpe mit Crashschalter

      sehr komplex dieser Anschluss....

      PS. Die Scheibenheizung geht bei mir noch (2 - 3 Heizelemente), ist aber wie gesagt abgeklemmt,
      zigmal mit Leitsilber repariert. Wenn ich sie wirklich mal brauche (????) lass ich sie auch glühen...
      aber kann auch ohne leben bei den milden Winter...

      Hatte einige Zeit einen kleinen radial Lüfter getestet, um die Scheibe frei zu halten, hat
      was gebracht aber auch wieder ausgebaut..

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      BJJ schrieb:

      ...
      Also, die Bedienung geht so. Reinsetzen, Radio an, auf die Uhr gucken, Radio wieder aus, nach 20 s Motor anlassen, der Motor springt sofort an. Und wenn bei hohen Drehzahlen der Volumenstrom nicht ausreicht wegen der stehenden elektrischen Pumpe, dann schaltet man einfach das Radio permanent ein, das stört auch nicht, weil bei dem Lärm in der Karre hört man vom angeschalteten Radio sowieso nix.

      Dein Umkehrschluss ist ansonsten unzutreffend, weil ich gerade im Stand normalerweise kein Radio höre. Denn dann kann ich ja den Quatsch mühelos verstehen, der da raus kommt, mangels weiterer Lärmquellen, wie Motor oder Beifahrerinnen. Und das will ich sicherlich nicht.

      Um was wollen wir wetten, dass sowas tatsächlich funktioniert? 8) Müßte den Aufwand schon lohnen ... ;)

      Ok, dann nehme ich den unzutreffenden Umkehrschluss zurück. Du hörst als gar nicht Radio, zumindest im Auto. Dann kannst Du es auch ausbauen und dort evtl. was anders einbauen ...

      Und wie wäre es mit: Reinsetzen, versteckten Schalter unter dem Armaturenbrett einschalten, auf die Uhr schauen, Schalter wieder aus, Motor anlassen und bei Vollgas ggf. den Schalter wieder einschalten.

      Das wäre deutlich einfacher als Heavy Metall gefährdete Monoflop. Nebenbei hätte das den Vorteil, dass der Vollgassound des Boliden (Danke an Kris für diese Bezeichnung) nicht durch ein dann unverständliches Autoradio verfälscht wird.

      Zur letzten Zeile: Sicher kann man so etwas so bauen, dass es funktioniert. Aber ob es den Aufwand lohnt? Zu dem MonoFlop bräuchte man mindestens noch dessen Beschaltung und Stromversorgung. Der Op-Amp erscheint mir entbehrlich, denn das Monoflop könnte man auch unmittelbar aus dem Lautsprechersignal triggern. (Nebenbei könnte man das MonoFlop auch einfach durch das Einschalten der Zündung Triggern, dann braucht es gar keine Radiobedienung.)

      Man könnte auch mit einem Sensor den Benzinpegel in der Schwimmerkammer erfassen und die Pumpe dadurch gesteuert nur bei Bedarf zu schalten. Auch so etwa könnte man bauen, sogar so dass es funktioniert. Aber ob es den Aufwand rechtfertigt?
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „MM16_Franken“ ()

      Ein letztes Wort noch dazu... die elektronische Sichtweise....
      es gibt natürlich auch die vollautomatische Lösung, installieren und vergessen,
      Zündung an, Pumpe ist an für 10 sec ( variable Einstellung) und schaltet dann ab.
      Die Schaltung liegt bei mir auf dem PC (ein kleiner Kasten, mit einem IC 555 + 1 Relay)- aber da ist sie auch gut aufgehoben, oder?
      Peter

      Ich setze doch mal als INFO die Lösung rein..

      Aber am Ende ist die absolut einfachste Lösung die Beste:
      - die Mechanische abklemmen (aber eingebaut lassen wie 2016 beschrieben, im Beitrag von Ralph)
      - Elektrische einbauen + Sicherheitsschaltung - Crashschalter (arbeitet dann im Dauerbetrieb, ist dafür geeignet)
      - oder die Mechanische nicht abklemmen und ein Bypass für die Elektrische Benzinpumpe (nur zum Auffüllen des Vergasers)

      ...mal einen alten MG gefahren, der hatte nur die elektrische Benzinpumpe ohne Crashschalter, OLDI....
      Bilder
      • Bezinpumpen Abschaltung.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Zur elektrischen Ansteuerung (nur vor dem Start) gibt es vielleicht eine ganz simple Lösung. Nämlich die Spule des Relais für die elektrische Pumpe einfach parallel zur Ladekontrolleuchte schalten. Also an D+/61 und B+ bei der Lima, es braucht dann auch keine langen elektrischen Leitungen, Schalter oder Taster, wo auch immer.

      Wenn die Zündung aus ist, ist die Pumpe aus (wie die Ladekontrolleuchte). Wenn die Zündung an ist, der Motor aber aus, dann leuchtet die Ladekontrolleuchte und das Relais schaltet zugleich, die Pumpe läuft. Wenn dann angelassen wird und der Motor läuft geht D+/61 auf +12V und das Relais fällt wieder ab, Pumpe aus (Ladekontrolleuchte natürlich auch aus). Müßte so gehen, oder? Hätte sogar noch einen "Mehrwert", denn die Lima liefert dann auch sofort nach dem Start Strom, wenn die Ladekontrolleuchte durchgebrannt ist. Bei durchgebrannter Leuchte täte die das, wenn überhaupt, nämlich erst bei höheren Drehzahlen (wegen Restmagnetisierung).

      Nach langer Standzeit dreht man also zunächst die Zündung an, wartet 10-20 Sekunden und betätigt dann den Anlasser. Und nur während dieser 10-20 Sekunden läuft die elektrische Benzinpumpe.

      Ansonsten, ich werde wohl die elektrische Pumpe parallel zur mechanischen Pumpe schalten, mit einem Rückschlagventil.

      P.S.: die obige Schaltung hätte natürlich keine Crashabschaltungsfunktion. Wenn bei einem Unfall der Motor aus geht (und nicht die Zündung ausgeschaltet wird, beispielsweise wegen bewußtlosem Fahrer), springt die Pumpe an. Das entspricht allerdings dem "Sicherheitsstandard" aller Autos der Zeit mit elektrischer Pumpe, bei denen läuft die Pumpe bei eingeschalteter Zündung auch permanent weiter.
      Von der Idee her prinzipiell richtig, aber:

      Die Klemme der Lichtmaschine zur Ladekontrollleuchte ist eben für so eine Leuchte ausgelegt, also ungefähr 2 W bzw. 167 mA oder gar nur 1,2 W bzw. 100 mA. Ich weiß nicht, wie viel Strom man dort ziehen kann und darf. Allzu viel würde ich an den Verhältnissen nicht ändern wollen, also auf keinen Fall die Pumpe dort direkt daran, daher auch schon die Idee mit dem Relais. Dieses sollte dann aber auch nur einen entsprechend kleinen Strom ziehen, so dass die Lichtmaschine möglichst davon nichts mitbekommt, also nicht unbedingt ein übliches Kfz-Relais.

      Die Ausführungen zu dem Sicherheitsstandard möchte ich aber bezweifeln. Bei "nur Zündung an" läuft die Pumpe kurz und schaltet dann aus. Das ist bei vielen Wagen am Surren der Pumpe zu hören. Nach Deiner Sichtweise könnte man die elektrische Benzinpumpe dann ja direkt an das Zündungsplus anschließen.

      Die übliche Schaltung für diese Aufgabenstellung ist ein MonoFlop, das beim Einschalten getriggert und dann durch die Zündimpulse nachgetriggert wird. Also eine begrenzte Laufzeit am Anfang bei "Zündung an" und "Motor aus" um den Vergaser zu fluten, dann Betrieb so lange Zündimpulse kommen und beim Unfall oder sonstigen Motorstillstand Pumpe aus wegen fehlender Zündimpulse.

      Wenn Du die elektrische Pumpe wirklich nur zum Fluten der Vergaser am Anfang und dann nicht mehr, insbesondere bei einem Crash nicht mehr laufen lassen willst, ist die Schaltung mit dem MonoFlop genauso richtig, nur dass das Triggern über die Zündimpulse einfach entfällt. Also eine MonoFlopzeit lang ab "Zündung an" die Pumpe an und danach aus.

      Man kann diese Aufgabenstellung zur Crashproblematik aber auch rein mechanisch, ganz ohne Elektronik lösen: Mit einer mechanischen Benzinpumpe, die durch den Motor, ganz konkret durch die Nockenwelle angetrieben wird. Wenn der Motor nach einem Crash steht, fördert die Pumpe keinen Sprit mehr, weil sie nicht mehr angetrieben wird. :rolleyes:

      MM16_Franken schrieb:

      Von der Idee her prinzipiell richtig, aber:

      Die Klemme der Lichtmaschine zur Ladekontrollleuchte ist eben für so eine Leuchte ausgelegt, also ungefähr 2 W bzw. 167 mA oder gar nur 1,2 W bzw. 100 mA. Ich weiß nicht, wie viel Strom man dort ziehen kann und darf. Allzu viel würde ich an den Verhältnissen nicht ändern wollen, also auf keinen Fall die Pumpe dort direkt daran, daher auch schon die Idee mit dem Relais. Dieses sollte dann aber auch nur einen entsprechend kleinen Strom ziehen, so dass die Lichtmaschine möglichst davon nichts mitbekommt, also nicht unbedingt ein übliches Kfz-Relais.

      Darüber habe ich auch gegrübelt, normale Spulenrelais (einfacher Schließer) ziehen bei 12V typischerweise deutlich weniger als 100 mA, so im Bereich 50-80 mA. Das sollten die Hilfsgleichrichter in der Lima aushalten können, denke ich. Ersatzweise könnte auch ein Halbleiterrelais mit hohem Eingangswiderstand genommen werden.


      Die Ausführungen zu dem Sicherheitsstandard möchte ich aber bezweifeln. Bei "nur Zündung an" läuft die Pumpe kurz und schaltet dann aus. Das ist bei vielen Wagen am Surren der Pumpe zu hören. Nach Deiner Sichtweise könnte man die elektrische Benzinpumpe dann ja direkt an das Zündungsplus anschließen.



      Das ist aber tatsächlich bei älteren Vehikeln so. Bei allen Vehikeln der 60er/frühen 70er mit elektrischer Benzinpumpe, welche ich hatte/habe, war diese tatsächlich ausnahmslos einfach an Zündungsplus angeschlossen, werksmäßig (aus den Originalschaltplänen zu ersehen). Ohne irgendwelche Sicherheitsabschaltungen. Die tickern bei eingeschalteter Zündung auch beliebig lang, hab ich mal auch genutzt um einen Tank recht flott zu leeren (dafür aber Sicherung der Zündung ziehen, sonst kanns die Spule grillen).

      Bei neueren Fahrzeugen (U30) ist das so, wie Du sagst. Sind meist Einspritzer, wo dann nach Erreichen des Systemdrucks die Pumpe abgeschaltet wird. Wenn Du da aber die Leitung öffnest, läuft die bei eingeschalteter Zündung auch einfach weiter, weil der Systemdruck ja nicht erreicht wird. Gibt daher noch meist diverse Sicherheitsschaltungen zusätzlich (wie auch von Dir beschrieben), damit genau das nicht passiert.
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