MCD Jahrestreffen 2018

      Sicher ist der Wunsch des Fotografen zum Urheberrecht seiner Bilder zu respektieren.

      Allerdings frage mich schon, ob wir ein MCD sind oder eine Gruppe der Teilnehmer und die anderen.

      Gerade für die - aus welchen Gründen auch immer - daheim gebliebenen wären die Bilder doch interessant.

      Daher wäre das Passwort vielleicht eine Veröffentlichung im Mitgliederbereich wert.

      Ähnliches gilt - gerade für die nicht anwesenden - zur Mitgliederversammlung. Dürfen wir in Kürze das Wahlergebnis und die Highlights der Diskussion zumindest in Kurzform im Mitgliederbereich lesen? Oder müssen wir auf die irgendwann erscheinende Clubzeitung oder ein separat verschicktes Protokoll warten?

      Gruß aus Franken

      Horst

      @ Admins: Darf bei Bedarf gerne in den Mitgliederbereich verschoben werden.
      Vor die Sache wieder in eine bestimmte Richtung abdriftet, was hier im Forum ja schnell passiert:

      Bilder von Veranstaltungen, gerade wenn Menschen mit fotografiert worden sind, kann man seit der berühmten Datenschutzgrundverordnung DSGVO eigentlich fast nur noch über eine Cloud mit beschränktem Zugang veröffentlichen.

      Insofern bitte ich dem Autoren so ein Vorgehen nicht übel zu nehmen.

      Gruß
      Roman
      Meine persönliche Matra-Seite:
      matra.me
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      Das ist übrigens nicht erst seit der DSGVO so, sondern ergibt sich schon seit vielen Jahrzehnten aus §22 KunstUrhG ("Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt."). Nur dass dies halt meist ignoriert wurde.

      Schon immer bedurfte es bei der Verbreitung von Fotos, in denen Personen nicht nur "Beiwerk" sind, also der ausdrücklichen Zustimmung der fotografierten Personen. Es sei denn die betreffende Person wurde entlohnt (Model), dann wird die Zustimmung per Gesetz vermutet. Das alles gilt übrigens auch für die "begrenzte" Verbreitung.

      Das ist auch leicht umzusetzen, beispielsweise indem in einem Anmeldeformular die Zustimmung erklärt wird, ggf. mit einem Feld für "opt-out". Fotos mit Personen, die "outgeoptet" haben, müssen dann halt aussortiert werden.

      Auch wenn ich damit vermutlich als Spassbremse da stehe, immerhin bewirkt dann ja die DSGVO, dass so manches mal wieder in den Focus gerückt wird, was bislang einfach keck ignoriert wurde ..... 8)
      Ja Bernhard, das stimmt. Derzeit wird von vielen Seiten so getan, als ob man viele Dinge wegen der neuen DSGVO nicht mehr tun dürfe, oder nur in abgewandelter Form. Alles wäre schwieriger, manches gar unmöglich. Aber tatsächlich haben diese oder ähnliche Bestimmungen in Deutschland schon vorher existiert. Und wie Du richtig schreibst, wurden diese Regeln von vielen Leuten einfach ignoriert, oder gar bewusst übertreten. Jetzt plötzlich ist das Ganze in aller Munde und jeder Admin verfällt in Stress, obwohl es gerade diesem Personenkreis schon seit über 2 Jahren bekannt sein müsste, schließlich wurde das Thema immer wieder in Fachzeitschriften behandelt. Aber wie so oft hat es mal wieder niemand gelesen.


      Grüße von der Südachse

      Gunter
      §85 DSGVO besagt:


      (1)Die Mitgliedstaaten bringen durch Rechtsvorschriften das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten gemäß dieser Verordnung mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit, einschließlich der Verarbeitung zu journalistischen Zwecken und zu wissenschaftlichen, künstlerischen oder literarischen Zwecken, in Einklang.

      (2)Für die Verarbeitung, die zu journalistischen Zwecken oder zu wissenschaftlichen, künstlerischen oder literarischen Zwecken erfolgt, sehen die Mitgliedstaaten Abweichungen oder Ausnahmen von Kapitel II (Grundsätze), Kapitel III (Rechte der betroffenen Person), Kapitel IV (Verantwortlicher und Auftragsverarbeiter), Kapitel V (Übermittlung personenbezogener Daten an Drittländer oder an internationale Organisationen), Kapitel VI (Unabhängige Aufsichtsbehörden), Kapitel VII (Zusammenarbeit und Kohärenz) und Kapitel IX (Vorschriften für besondere Verarbeitungssituationen) vor, wenn dies erforderlich ist, um das Recht auf Schutz der personenbezogenen Daten mit der Freiheit der Meinungsäußerung und der Informationsfreiheit in Einklang zu bringen.


      Quelle: dsgvo-gesetz.de/art-85-dsgvo/


      Im Klartext verweist die DSGVO hier auf eine nationale Gesetzgebung, die Ausnahmen von der DSGVO regeln soll.
      Und die gibt es im Kunsturhebergesetz:

      §23 KUG:

      1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
      1.Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
      2.Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
      3.Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
      4.Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
      (2)Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.


      Quelle: gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__23.html


      Und als Ausführung:

      Die freie Darstellung von Versammlungen gilt für alle Ansammlungen von Menschen, solange sie den kollektiven Willen haben, etwas gemeinsam zu tun. Umfasst sind demnach nicht nur Demonstrationen, sondern z.B.
      auch Kongresse oder Vereinsveranstaltungen. Die Veranstaltung muss allerdings in der Öffentlichkeit stattfinden. Rein private Veranstaltungen sind nicht erfasst.

      Voraussetzung ist, dass die Versammlung als solche Gegenstand der Abbildung ist und nicht die teilnehmenden Personen. Entsprechend § 23 Abs. 1 Nr. 2 KUG muss das Gesamtgeschehen im Vordergrund stehen und die Personen müssen diesem eindeutig untergeordnet sein. Die Abbildungen einzelner Personen fällt allgemein nicht unter diese Ausnahme.


      Quelle: datenschutzbeauftragter-info.d…lligung-veroeffentlichen/

      Im Klartext:
      Versammlung + kollektiv + Öffentlichkeit = keine Einwilligung erforderlich.
      Portrait - auch wenn im Rahmen einer Versammlung entstanden = Einwilligung erforderlich.


      Bernhard hat völlig recht, wenn er sagt:
      Das ist auch leicht umzusetzen, beispielsweise indem in einem Anmeldeformular die Zustimmung erklärt wird, ggf. mit einem Feld für "opt-out". Fotos mit Personen, die "outgeoptet" haben, müssen dann halt aussortiert werden.


      Und das kann man sogar noch konkreter formulieren:
      Wer an einem Treffen in der Öffentlichkeit teilnehmen möchte, in dessen Zuge Fotos entstehen sollen, der muss mit seiner Anmeldung einer Veröffentlichung von Fotos in obigem Rechtsrahmen zustimmen. Wer nicht auf Fotos abgebildet werden möchte, der sollte 1.) solche Veranstaltungen bzw. 2.) generell die Öffentlichkeit meiden.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
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      DSGVO, Urheberrecht, Datenschutz, Recht am eigenen Bild etc. hin oder her.
      Da lassen sich Lösungen finden, wie Kris aufgezeigt hat. Oder: Wo ein Wille, da ein Weg.

      Schade, dass es hier weder Bilder noch Berichte über das Treffen gibt - weder hier noch im Mitgliederbereich.
      Ich weiß bis jetzt nicht mal, wer der neue Vorstand ist oder ob der MCD sich vielleicht mangels Vorstand aufgelöst hat.

      Und wenn Bagheera 74 und takeadjet etwas posten und einige Stunden später wieder löschen, hilft das der Lesbarkeit eines Threads auch nicht unbedingt.

      Kris schrieb:

      Wer nicht auf Fotos abgebildet werden möchte, der sollte 1.) solche Veranstaltungen bzw. 2.) generell die Öffentlichkeit meiden.


      Dieses "Argument" wird gerne gebracht. Dass Menschen, welche auf ihren Persönlichkeitsrechten bestehen, sich am Besten aus der Gemeinschaft verabschieden. Das ist aber mittlerweile "Internet-Oldschool". Das Bewußtsein dafür, dass eben keine jenseits aller Gesetze verlaufende Freiheit im Internet herrscht, scheint sich mittlerweile durchzusetzen. Richtigerweise, meine ich.

      Es geht zudem nicht darum nicht fotografiert zu werden, sondern um die Verbreitung dieser Fotos. Nur mal ein Beispiel. Hein Mück wird neben seinem Bagheera, zudem noch mit erkenntlichem Kennzeichen, fotografiert. Soweit gut. Dieses Foto wird dann aber ins Internet gestellt. Hein Mück ist nicht nur Bagheera Fan, sondern auch in einer Antirassismus Initiative (oder in einer sehr konservativen Partei) tätig. Mit der Verbreitung des Fotos wissen nun alle politischen Gegner, darunter selbstgerechte Exemplare mit gefühlter Aktionismus-Legitimation, welches sein Auto ist ... Möglicherweise findet Hein Mück das nicht toll, zumal es doch so leicht vermeidbar ist (nämlich seinen Wunsch danach respektierend, nicht mit seinem Bagheera öffentlich "ausgestellt" zu werden). Wollen wir Hein Mück jetzt ob der Respektlosigkeit des Fotografen (die Respektlosigkeit besteht darin, das Foto gegen den Willen des Fotografierten ins Internet zu stellen) raten, nicht mehr das Haus zu verlassen? Denn nichts Anderes schlägt Nr. 2), oben, vor? Erscheint dies nur mir bizarr?

      Lustig finde ich übrigens immer wieder, wie sich gerade "Verfechter der Internet-Freiheit" mitunter maßlos echauffieren, wenn von ihnen Bilder oder Texte unerlaubt kopiert oder verbreitet werden ...Weil ist ja ganz was Anderes ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      Wenn ich selbstgemachte Fotos in das Internet stelle, beispielsweise hier, dann bin ich selbstverständlich mit deren Verbreitung einverstanden. Denn dabei entscheide ICH, was ich von mir öffentlich stelle. Und was nicht. Das ist nämlich der Unterschied. Ob ich selbst entscheide, oder ob mir eine Entscheidung durch irgendeine nach Öffentlichkeitswirkung schielende fremde Person aufgezwungen wird.

      Ich räume ein, dass mir ansonsten jeglicher Trieb fehlt, alles und jeden um mich permanent zu fotografieren und ins Internet zu stellen, bloß um möglichst viele "likes" oder dergleichen zu bekommen.

      Es ist doch beispielsweise bei einem Treffen auch überhaupt kein Problem und ein nur wirklich kleiner Aufwand eine erstellte Fotosammlung den Teilnehmern vorab zu übermitteln und mit "Fristsetzung" ("bitte bis zum .... erledigen, sonst gehen wir davon aus, dass Du mit der Veröffentlichung aller Fotos einverstanden bist") zu fragen, ob da ein einen Teilnehmer oder sein Auto darstellendes Foto aus der Sammlung entfernt werden soll.

      Solch eine Rundemail braucht wohl kaum mehr als 15 Minuten Aufwand (eher so 2 Minuten, würde ich meinen). Am Tag X den Rücklauf anschauen und vielleicht 2 oder 3 Fotos, wenn überhaupt, aus der Sammlung vor der Veröffentlichung entfernen, vielleicht 5 Minuten. Soviel Zeit sollte m.E. investierbar sein.
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      BJJ schrieb:


      Dieses "Argument" wird gerne gebracht. Dass Menschen, welche auf ihren Persönlichkeitsrechten bestehen, sich am Besten aus der Gemeinschaft verabschieden. Das ist aber mittlerweile "Internet-Oldschool". Das Bewußtsein dafür, dass eben keine jenseits aller Gesetze verlaufende Freiheit im Internet herrscht, scheint sich mittlerweile durchzusetzen. Richtigerweise, meine ich.


      Nunja - wie oben ausgeführt, ist das eben nicht jenseits aller Gesetze sondern relativ eindeutig gesetzlich geregelt.
      Die einzige wirkliche Unwägbarkeit bei der Sache ist natürlich: wo hört eine allgemeine Abbildung auf und wo fängt eine portraithafte Abbildung an.

      Vielleicht hab ich es zu deftig formuliert - fakt ist aber: wer sich in öffentlichem Raum bewegt, der wird evtl. im Gesamtkontext abgelichtet und dies Abbildungen werden ggf. irgendwo publiziert.
      Ganz salopp: Da muss man einfach mit rechnen, wenn man raus geht.

      Wie willsten das auch abschliessend regeln. Mal angenommen, man einigt sich bei nem Treffen in der Runde darauf, dass KEINE Fotos gemacht werden oder dass gemachte Fotos nur auf harten Datenträgern und nicht online (Cloud etc.) verteilt werden. Dann haste immer noch die Gefahr, dass irgendein Unbeteiligter am Strassenrand Fotos schiesst - oder dass Du mit deinem Boliden zufällig im Hintergrund eines ganz anderen Kontextes auftauchst. Das ist doch gar nicht regelbar - Gesetze hin oder her ...


      wie sich gerade "Verfechter der Internet-Freiheit" mitunter maßlos echauffieren, wenn von ihnen Bilder oder Texte unerlaubt kopiert oder verbreitet werden ...Weil ist ja ganz was Anderes


      Naja, Es IST es ganz was anderes. Das Recht am eigenen Werk (Du hast ein Bild gemacht = Du bist Urheber = Du hast das Urheberrecht, egal was drauf ist) steht hier relativ eindeutig über den Rechten des Motivs (des Abgebildeten). Ausnahme wie oben erwähnt: Portraits, privater Raum etc.

      Anders herum nutzt Du das Recht doch auch - bei jeder Abbildung deiner Autos steht dein Urheberrecht am Bild über dem Recht des Herstellers an Abbildungen von seinem Produkt.

      Ein echtes Dilemma, oder!?


      Btw. bedeutet das auch: Wenn der Fotograf keine Veröffentlichung möchte, isses sein gutes Recht (an seinen Werken).
      Da muss man dann aber auch nicht das Schreckgespenst DSGVO bemühen ... ;)
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Hallo Horst,als Gast und Nichtmitglied des MCD steht es mir nicht zu,mich zu Clubangelegenheiten zu äussern.Das Passwort zu der Cloud,dass ich kurzzeitig aus Unwissenheit veröffentlich hatte,habe ich auf Anraten des neuen Vorstandes sofort wieder gelöscht,da es dem Wunsch des Autors entspricht.Gruss,Gerald
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „takeadjet“ ()

      Hallo Gerald,

      ja, Dein Veröffentlichen des Passworts, was ich gar nicht gesehen habe, war dann offensichtlich ein faux pas und das Löschen ist in diesem Fall verständlich, gar angesagt. Nur wäre ein Editieren statt vollständigen Löschen schöner, weil der Thread dann im allgemeinen besser nachvollziehbar bleibt.

      So sieht es halt so aus, als hätte da jemand etwas raus gehauen, dann hat ihn der Mut verlassen und er hat den Schwanz eingezogen und den Beitrag wieder gelöscht. (so in letzter Zeit leider öfter beobachtet)

      Und zu dem neuen Vorstand weißt Du als Gast und Nichtmitglied des MCD offensichtlich mehr als ich als MCD-Mitglied (allerdings kein Teilnehmer am Treffen).

      Gruß Horst
      egal mal wer welcher Meinung ist, aber diese ganze Diskusion hat nichts aber auch gar nichts im Öffentlichen Bereich zu suchen. Es geht hier um Club Internes, deshalb bitte ich Roman das alles zu verschieben, denn er hat dem Club ja einen Internen Bereich eingerichtet. Warum ist es so schwer solche diskusionen nicht gleich im Mitgliederbereich zu schreiben.
      Und solange nicht alle Rechtlichen Sachen des Datensdchutz geklärt sind wird es noch etwas dauern.
      Und lieber Horst, du bist scheinbar der einzige Unwissende, denn alle anderen wissen Bescheid oder Informieren sich und weiteres, das Protokoll wird zu gegebener Zeit herausgeschickt.
      AMF

      Mitglied im MATRA Club Deutschland e.V. seit 1998
      und Kassenwart des MCD

      Kris schrieb:



      Nunja - wie oben ausgeführt, ist das eben nicht jenseits aller Gesetze sondern relativ eindeutig gesetzlich geregelt.

      Es kommt (u.a.) darauf an, ob die abgelichtete Person klar erkenn- und identifizierbar ist.

      Die einzige wirkliche Unwägbarkeit bei der Sache ist natürlich: wo hört eine allgemeine Abbildung auf und wo fängt eine portraithafte Abbildung an.

      Bei Versammlungen, ja. Beispielsweise bei dem Foto der Gruppe des Matra/Marcos Treffens würde eine Dritte Person (welche die Beteiligten nicht kennt) mit dem Foto in der Hand auf der Strasse wohl keinen der abgelichteten Teilnehmer eindeutig identifizieren können.

      Vielleicht hab ich es zu deftig formuliert - fakt ist aber: wer sich in öffentlichem Raum bewegt, der wird evtl. im Gesamtkontext abgelichtet und dies Abbildungen werden ggf. irgendwo publiziert.
      Ganz salopp: Da muss man einfach mit rechnen, wenn man raus geht.

      Und warum? Weil sich viele andere Menschen einen Pups darum scheren, was erlaubt ist und was nicht. Den neuen Medien geschuldet. Das ist aber genau dasselbe "Argument", wie es ein Berliner Senator des Inneren mal sagte. Nämlich dass wer seinen Porsche im öffentlichen Raum abstellt, halt damit rechnen muss, dass der von irgendwelche Chaoten oder "Antikapitalisten" angezündet wird. Hallo???

      Stimmt, und wenn ich raus gehe, dann muss ich auch damit rechnen gemessert zu werden (auch mal überspritzt gesagt). Trotzdem vertrete auch weiterhin die Auffassung, dass das Messern von anderen Leuten unter unseren Gesetzen nicht erlaubt ist und daher unterlassen werden sollte.


      Wie willsten das auch abschliessend regeln. Mal angenommen, man einigt sich bei nem Treffen in der Runde darauf, dass KEINE Fotos gemacht werden oder dass gemachte Fotos nur auf harten Datenträgern und nicht online (Cloud etc.) verteilt werden. Dann haste immer noch die Gefahr, dass irgendein Unbeteiligter am Strassenrand Fotos schiesst - oder dass Du mit deinem Boliden zufällig im Hintergrund eines ganz anderen Kontextes auftauchst. Das ist doch gar nicht regelbar - Gesetze hin oder her ...

      Wenn sich alle an die Regeln, die wir uns übrigens alle (über die Parlamente) gegeben haben, halten würden, dann wäre das ja kein Thema. Es besteht auch immer die Gefahr, dass jemand an einer Schule mit 70 Sachen vorbei rast. Zuckt man da auch die Schultern und plädiert dafür, dann halt Kinder nicht mehr nicht die Schule zu schicken, wenn man sicher sein will? Klar, ist jetzt auch übertrieben, aber vielleicht erkennt man, dass die "Logik" dahinter absolut identisch ist.

      Naja, Es IST es ganz was anderes. Das Recht am eigenen Werk (Du hast ein Bild gemacht = Du bist Urheber = Du hast das Urheberrecht, egal was drauf ist) steht hier relativ eindeutig über den Rechten des Motivs (des Abgebildeten). Ausnahme wie oben erwähnt: Portraits, privater Raum etc.

      Nicht ganz. Persönlichkeitsrecht dürfte sogar vorrangig vor Urheberrecht stehen, unter Abwägung der beidseitigen Interessen im Einzelfall. Es ging mir ja im Wesentlichen um die Leute, die einerseits sagen "Ich kann knipsen und ins Internet stellen, was ich will, weil damit entfalte ich meine Persönlichkeit" (was eben nicht stimmt) und dann aber andererseits seh penibel auf eventuelle eigene Rechte (die tatsächlich bestehen) pochen.


      Anders herum nutzt Du das Recht doch auch - bei jeder Abbildung deiner Autos steht dein Urheberrecht am Bild über dem Recht des Herstellers an Abbildungen von seinem Produkt.

      Ein echtes Dilemma, oder!?

      Nö. Eigentümer (oder Schöpfer) von Sachen können nicht verbieten, dass ihre im öffentlichen Raum stehenden Sachen fotografiert werden. Dies hatte der BGH bereits mehrfach ausgeurteilt, gestützt auf §59 UrhG. Auch eine Verletzung von Geschmacksmusterrechten ist auszuschließen. Denn ein zweidimensionales Foto ist nie eine sogenannte "Nachbildung" eines dreidimensionalen Gegenstandes.


      Btw. bedeutet das auch: Wenn der Fotograf keine Veröffentlichung möchte, isses sein gutes Recht (an seinen Werken).
      Da muss man dann aber auch nicht das Schreckgespenst DSGVO bemühen ... ;)


      Das ist richtig. Der Fotograf muss aber - wenn er veröffentlichen will - ggf. oder im Zweifel die ausdrückliche Einwilligung der fotografierten Person einholen. Versagt die fotografierte Person dies, so darf der Fotograf nicht veröffentlichen. Das Urheberrecht gewährt nämlich keineswegs ein positives Benutzungsrecht, Rechte Anderer können der Nutzung eines Urheberrechts entgegen stehen.

      Mal ein krasses Beispiel. Du designst ein ästhetisch umwerfendes Maschinengewehr, sozusagen der Colani der Maschinengewehre und meldest sogar ein Geschmacksmuster an. Natürlich hast Du auch die Urheberrechte an dem Design. Trotzdem darfst Du aber nicht anfangen die herzustellen und zu verkaufen. Oder mit dem Muster in der Gegend herum schießen. ;o)))
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      Hallo an alle!

      Wenn noch einer was zum Thema meiner Bilder schreibt, lösche ich den Link.
      Datenschutzforen gibt es anderswo.
      Ich werde auch wohl nie wieder Fotos für alle machen, so enttäuscht bin ich von der Diskussion hier.

      Es sind meine Bilder, die ich im Vertrauen aller gemacht habe, diese nicht rumzureichen.
      Auch werde ich nicht alles bearbeiten oder Kennzeichen oder Personen löschen.

      Wer das Kennwort vergessen hat und teilgenommen hat, kann sich vertrauensvoll an mich wenden.

      Grüsse

      Günter
      Hallo Günter,nimms leicht,es sind treffenunbeteiligte,die diese bla bla Diskussionen hier entfachen.Du hast das Kennwort an Berechtigte (Treffenteilnehmer)ausgegeben und gut ists.In diesem Sinne ,Danke für die schönen Aufnahmen und Gruss aus Uelzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „takeadjet“ ()

      grfrye schrieb:


      Ich werde auch wohl nie wieder Fotos für alle machen, so enttäuscht bin ich von der Diskussion hier.

      Es sind meine Bilder, die ich im Vertrauen aller gemacht habe, diese nicht rumzureichen.


      Hey, kein Grund von der Diskussion enttäuscht zu sein. Denn was Du im zweiten zitierten Satz sagst ist doch genau das Thema, nämlich dass eben nicht Jeder mit den Fotos machen darf was er will. DU bist schon gar nicht dafür verantwortlich, wenn andere Fotos verbreiten, die weder Du noch die fotografierten Personen zur Verbreitung vorgesehen hast.

      Die Diskussion ist aber m.E. auch wichtig. Zur Sensibilisierung. Denn jene, die die Fotos einfach herumreichen, machen das keineswegs aus irgendeiner böser Absicht. Sondern weil sie wirklich meinen, dass das doch in Ordnung sei ("Informationsfreiheit" wird da beispielsweise gerne genannt). Wenn man nicht darüber spricht (und auch diskutiert), dann ändert sich nix ...
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      takeadjet schrieb:

      ,es sind eigentlich immer die gleichen,treffenunbeteiligte,die diese bla bla Diskussionen hier entfachen.


      Habe ich es falsch verstanden, dass Treffenbeteiligte (also ohne das "un" in der Mitte) Fotos unerlaubt verbreitet haben (beispielsweise durch Veröffentlichung des Passwortes)? So hatte ich Günters Post jetzt verstanden. Mag sein, dass ich das falsch verstehe, dann bitte richtig stellen.
      Gerald - ich kann Günter voll und ganz verstehen keine Bilder mehr in das Forum zu setzen . Mir wäre das auch zu dumm . Und es sind immer die drei gleichen welche sich in allen Kram reinhängen . Wenn ich keine lust oder zu geizig bin die Fahrt nach Niendorf zu machen halte ich die Füße still . Meine Bilder bekommt auch nicht jeder . Punkt .
      Günter wir haben uns an der Nordsee erst kennengelernt , danke für die schönen Bilder .
      Benno
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