Wunsch-Murena 2.2

      Peter Georgi schrieb:

      Luftdruck,
      fahre grundsätzlich hinten 2,5 bar, falls mal auf der Autobahn und High Speed.
      2.0 ist komfortable bei Stadt und Landstraße, aber der Matra hat ja ein
      SPEED Gen , darum 2,5 hinten und 1,9 vorn und ist ja von Haus aus keine SÄNFTE...

      Peter

      Hallo Peter,

      ohne Dir zu nahe treten zu wollen:

      Kann es sein, dass Jahrzehnte langes Matra Fahren hier zu einem Realitätsverlust geführt hat.
      Der Murena war seinerzeit im Vergleich zu adäquaten Sportwagen schon weich gefedert, daher aber eben auch komfortabel.
      Und heutzutage ist praktisch jeder Serienwagen vom Kleinwagen bis zur Oberklasselimousine härter gefedert.
      So viel zu "keine Sänfte".

      Und 2,5 bar auf der Hinterachse erscheinen mir auch sehr hoch gegriffen. Der Luftdruck im Reifen muss nun mal einfach im Zusammenhang mit der Flächenpressung des Reifens auf der Straße stehen. Letztere ergibt sich als Quotient aus Radlast und Aufstandsfläche des Reifens auf der Straße. Mit zu großen Druck verkleinerst Du die Aufstandsfläche und machst die Druckverteilung ungleichmäßiger. So viel schwerer kann Dein 2.2er gar nicht sein, dass er so viel Druck braucht. Erst recht nicht, falls die Reifen breiter als original sein sollten.
      Hi Horst,
      lies mal die kopierten Unterlagen vom 2,2er durch.
      2,5 ist STANDART bei Autobahnfahrten, dagegen ist der 1,6 ein Leichtgewicht ca 200kg weniger.
      -dafür braucht der 1,6 weniger FUEL.... und fährt bei 180 mit durchgetretenen Gaspedal..
      man kommt also nicht in den GENUSS des Fahrverhaltens über 180, ergo keine Erfahrung...

      Wegen Federhärte...
      Das genau ist der Grund, das ich zu einstellbaren Stoßdämpfern gegriffen habe, gleich am Anfang,
      vorn tiefer gelegt und härter. Alles schon mal dokumentiert
      Meiner fährt sich knackig.. ungewohnt für NORMALE Matrafahrer..
      Habe mal öfter einen MG Roadster gefahren, daher meine Vorliebe für ein härteres Fahrwerk.
      Wenn man daher Zermedes fährt, dann ist der NORMALE MATRA natürlich schon hart
      und tiefergelegt schon gar nicht, man ist ja von Haus mit dem MATRA schon auf der Straße - fast -.
      PG

      Nachtrag
      Viel Luftdruck heißt auch, der Reifen ist in sich starrer und gibt die Kräfte von der Karosserie
      besser auf die Lauffläche. Die geringere Auflagenfläche ist Nebensache.
      Fahrverhalten bei High Speed steht da im Vordergrund, reine Abwägungsache, siehe MATRA Chart.

      Möchte man mehr Komfort in der Stadt und Bundesstraße Luftdruck geringer laut MATRA Chart.
      Information

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      Generell, bei High Speed und hohen Querbeschleunigungen geht man typischerweise vorher mit dem Luftdruck runter. Bei Trackdays wird man immer sehen, wie bei den Straßenfahrzeugen so ca. 0,2-0,5 bar abgelassen werden. Der Grund ist, dass die Reifen auf der Track deutlich wärmer als normal werden und für guten Gripp eben die "normale" optimale Aufstandsfläche nötig ist. Und die wird kleiner, wenn der Druck wegen der Erwärmung ansteigt und nicht zuvor reduziert wurde, so dass im heissen Zustand der Normalwert an Druck vorliegt.

      Früher hat man oft gelesen, dass für schnelle Autobahnfahrt der Reifendruck erhöht wird. Der Grund ist, dass beispielsweise bei Top Speed Tests eine geringe Aufstandsfläche weniger Rollwiderstand ergibt, je weniger Reifen auf der Straße liegt, umso schneller ist die Höchstgeschwindigkeit. Da Autobahnen eher wenige scharfe Kurven haben, ist dabei der schlechte Grip bei Richtungswechseln eher wurscht.
      Das ist definitiv falsch.
      Bei Topspeedfahrten als auch bei schneller Kurvenfahrt muss der Luftdruck eher hoch, bzw. einfach genau stimmen.
      Etwas Luft ablassen kann man aus Komfortgründen, aber damit sollten man dann nicht mehr alzu schnell fahren.

      Bei meinen beiden Alltagsfahrzeuge, beide laufen deutlich über 200Km/h, ist das sehr stark spürbar.
      Etwas zu hoher Luftdruck macht sich kaum negativ bemerkbar.
      Wenn der Luftdruck zu gering ist, neigen sie bei schnellen Autobahnfahrten, zum schlingern.
      Besonders bei Bodenwellen in langen Autobahnkurven spürt man das. Wenn man dann noch bremsen muss, dann steigt der Blutdruck.
      Stimmt der Luftdruck, gleicht der Geradeauslauf einer Kanonenkugel.
      Und ab 220Km/h besteht die Autobahn nur noch aus Kurven.
      Nö, ist es nicht.

      Messe mal den Luftdruck nach ein paar scharfen Runden auf der Track. Der wird je nach Asphalttemperatur und Deinen Fahrkünsten deutlich bis viel zu hoch sein.

      Deshalb wird meist vorher abgelassen, wobei die Erfahrung lehrt, um wieviel, damit sich dann auf der Track der ideale Luftdruck einstellt.

      Hast Du Dich schonmal auf der Rennstrecke bewegt? Dann müßtest Du das eigentlich schonmal beobachtet haben ...

      Abgesehen davon dass Du trotz des "definitiv falsch" genau dasselbe sagst :D . Denn "genau stimmen" ist richtig, nämlich auch bei heissem Reifen. Und wie macht man das, wenn der Reifen anfangs noch kalt ist? Und wird er schneller heiss mit niedrigem oder mit hohem Luftdruck?
      Information
      Auf der Rennstrecke ist alles anders....
      auf der Conti Home Page ist es gut beschrieben für
      Reifenluftdruck. Im kalten Zustand überprüfen bei normale PKW, nicht im Rennmodus.. ( MATRA 2,2 2,5H + 1,8V )
      Peter

      Auf Langstrecke, Reifen warm, lasse ich natürlich nicht den Luftdruck ab, obwohl er
      durch das Fahren auf der Autobahn erhöht ist. Dann ist der erhöhte Luftdruck (über 1,9+2,5)
      mein Standard - Hauptsache sie sind gleichmäßig erhöht...
      Bilder
      • Reifenluftdruck.jpg

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      BJJ schrieb:

      Nö, ist es nicht.

      Messe mal den Luftdruck nach ein paar scharfen Runden auf der Track. Der wird je nach Asphalttemperatur und Deinen Fahrkünsten deutlich bis viel zu hoch sein.

      Deshalb wird meist vorher abgelassen, wobei die Erfahrung lehrt, um wieviel, damit sich dann auf der Track der ideale Luftdruck einstellt.

      Hast Du Dich schonmal auf der Rennstrecke bewegt? Dann müßtest Du das eigentlich schonmal beobachtet haben ...

      Abgesehen davon dass Du trotz des "definitiv falsch" genau dasselbe sagst :D . Denn "genau stimmen" ist richtig, nämlich auch bei heissem Reifen. Und wie macht man das, wenn der Reifen anfangs noch kalt ist? Und wird er schneller heiss mit niedrigem oder mit hohem Luftdruck?


      Mit definitv falsch meinte ich deine Ausssage, das man bei Topspeedfahrten oder auf der Rundstrecke,
      den Reifendruck verringern kann.

      Der Referenzluftdruck wird im Strassenverkehr immer im kalten Zustand der Reifen gemessen.
      Sobald die Reifen warm sind, Finger weg von davon. Man kann natürlich um 0,1 oder 0,2 bar hoch oder runter gehen,
      zur Feinabstimmung. Aber auf der Straße machen diese kleinen Differenzen nicht viel aus. Nur sollte man eben den Druck
      auf keinen Fall auf das "kalt" Niveau herunterlassen. Damit wäre der Druck viel zu klein.

      Auf der Rennstrecke ist es anders, da man je nach Strassenoberfläche nochmal "feinjustiert".
      Das geht dann natürlich nur im warmen Zustand, da ja gefahren wird und der Reifen sich erwärmt.
      Dort gibt es Refenztabellen. Es wird erst die Temperatur des Reifens gemessen und in Abhängigkeit der
      Temperatur gibts einen passenden Luftdruck, der dann natürlich deutlich höher ist, als im kalten Zustand.

      Beim meinem Alltagswagen ist die Vorgabe bei kalten Reifen, ohne besondere Beladung, vorne 2,3bar, hinten 2,5 bar.

      reifen.rezulteo.de/autoreifen-…touareg-ii/4-2-v8-tdi-340

      Damit liegt er optimal. Nach 50 Kilomter Autobahn liegt der Druck ziemlich genau 0,6- 0,7bar höher.
      Wenn ich nun den Druck auf 2,3/ 2,5 ablasse, ist der Wagen unfahrbar, da ja real "kalt" dann nur noch ca. 1,5bar/ 1,7 bar drauf sind.