Umrüstung des Bagheera 2 auf elektronische Zündung

      fooleranto schrieb:


      eine Nummer, nämlich 90965 und ein Typ, nämlich DA4 CS 11.



      Dann ist das schonmal der richtige Verteiler - Paris-Rhone DA4 CS 11 = Motor 3G4 + 6Y4 Modell 1976 bis 1978.
      Warum da aber ne Bosch-Kappe drauf ist ... erschliesst sich mir nicht. Zumindest laut Teilefilm haben Paris-Rhone und Bosch-Verteiler unterschiedliche Kappen. Mechanisch scheint die Kappe ja zu passen - aber passt sie vom Abstand der Kontakte zum Finger und vom Vorwiderstand auch?!


      Nun, ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es besser wäre, den Verteiler durch einen neuen zu ersetzen. Da sind doch zu viele Dinge nicht mehr in Ordnung und ich denke, dass mein Motorenproblem daher kommt. An der Vergasereinstellung kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ASU hat er ja (nachdem er eingestellt wurde) problemlos bekommen.



      Ich denke auch, dass das gute Stück wenigstens eine grundlegende Überholung braucht.
      An deiner Stelle würde ich ernsthaft über die 123-Ignition nachdenken.
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      Hallo Kris!

      Mit 123ignition komme ich kommunikativ nicht weiter. Die Firma hat ihren Sitz in Holland und entweder verstehen die mich nicht (richtig), oder ich verstehe sie nicht (richtig). Was ich zu verstehen glaube ist, dass es nur die 123/TUNE+ Version gibt, also die bei der man über Bluetooth die Zündung einstellen kann. Das Problem an dieser Version ist, dass sie 465 € kostet. Die "einfache" Version hätte dagegen nur 285 € gekostet und da bei Simon ein Verteiler im Tausch 235 € kostet, wäre das echt akzeptabel, zumal beim 123ignition sogar eine neue Zündspule im Preis mit drin wäre.

      Ich werde jetzt mal versuchen meine Anfrage in Englisch zu formulieren, in der Hoffnung, dass es dann mit der Kommunikation besser klappt.

      Sollte ich den Verteiler behalten, werde ich die Verteilerkappe austausche, einfach um sicher zu gehen.



      Gruß, Gunter
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      Hallo Gunter,

      es muss nicht immer alles neu und anders sein/werden.

      Du hast immerhin den richtigen Verteiler, den kannst Du erst mal richten und damit sollte Dein Motor erst mal normal laufen können.

      Was die Verteilerkappe angeht: Die mag falsch sein, kann aber trotzdem passen. Wenn der Mittenkontakt richtig an den Verteilerfinger kommt und die Funkenstrecke vom Verteilerfinger zu den Abgängen passt und die Kappe fest sitzt, ist da auch erst mal alles ok.

      Die 123 mag eine Verbesserung darstellen, aber die kannst Du immer noch einbauen, wenn Dein Motor prinzipiell läuft, also maschinenseitig (Ventile und deren Betätigung) alles in Ordnung und der/die Vergaser passt/passen.

      Bei dem Umbau auf 123 sehe ich die Gefahr, dass Du Dir erst mal noch weitere Probleme (aus Unkenntnis) einhandelst und dann gar nichts mehr geht. So ist die die konventionelle Kontaktzündung einfach, übersichtlich und Du kannst sie mit einer Prüflampe einstellen. Für die elektronische Zündung brauchst Du schon mal eine Stroboskoplampe.

      Gruß Horst
      Guten Morgen Horst!

      Ja, Du hast recht. Ich werde das auch jetzt zuerst mal so machen und habe mir die verbrauchten bzw. falschen Teile (Finger, Kontakt, Kappe) bestellt. Sobald diese eingetroffen sind, werde ich den Verteiler dann wieder einbauen und dann schauen wir mal, wie der Motor läuft.

      Ich habe meinen Fall gestern einem Bag-Besitzer geschildert und er meinte, dass mein Problem auch mit dem Unterdruck zu tun haben könnte, also das System vielleicht ein Leck hat. Nun, komisch ist, dass ich hinten im Kofferraum ein Rohr liegen habe, zu dem 2 Schläuche führen, ein Schlauch führt zum Motor (rechts, direkt unterhalb des Luftsammlers), ein Schlauch führt nach vorne. Leider ist mein Fahrzeug gerade so aufgebockt, dass ich nicht drunter komme, um zu verfolgen wohin der Schlauch führt, aber das Rohr gehört definitiv nicht in den Kofferraum. Ich vermute mal, dass das Rohr dazu dient, die Scheinwerfer zu betätigen, denn wozu sollte es sonst sein? Also, sollte das "normale" Unterdrucksystem durch dieses System ersetzt worden sein, weil es defekt war, wäre es doch durchaus möglich, dass hier der Hase im Pfeffer liegt. Oder gibt es da keinen Zusammenhang?

      Leider kann ich den Vorbesitzer nicht fragen, weil dieser verstorben ist.

      Höchtswahrscheinlich eine neue Baustelle...

      Grüße aus Magstadt


      Gunter
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      Das wird ja immer besser.

      Dieses Rohr im Kofferraum soll wohl ein Unterdruckspeicher für die Unterdruckbetätigung der Scheinwerfer sein. Das ganze höchstwahrscheinlich weil der originale Unterdruckspeicher (Rahmenrohr quer zur Fahrtrichtung vor dem Motor) durchgerostet und dadurch leck ist.

      Der eine Schlauch kommt von der Ansaugbrücke und der andere geht am Wagenboden vor zum Unterdruckventil am Lenkgetriebe.

      Ja, für die Motoreinstellung bzw. dessen Bewertung gehört das Gedöhns erst mal an der Ansaugbrücke abgeklemmt und natürlich der Anschluss an der Ansaugbrücke verschlossen. Das gleiche gilt für die entsprechende Leitung zum Bremskraftverstärker.

      Und ich will Dir jetzt keine Angst machen: Aber wenn dieses Rahmenrohr durch ist, solltest Du Dir den Wagen erst mal genauer ansehen. Da ist Dein Verteiler vielleicht noch das kleinste Problem.

      Gruß Horst
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      MM16_Franken schrieb:


      Bei dem Umbau auf 123 sehe ich die Gefahr, dass Du Dir erst mal noch weitere Probleme (aus Unkenntnis) einhandelst und dann gar nichts mehr geht. So ist die die konventionelle Kontaktzündung einfach, übersichtlich und Du kannst sie mit einer Prüflampe einstellen. Für die elektronische Zündung brauchst Du schon mal eine Stroboskoplampe.


      Wobei eine Strobo-Lampe a) mit unter 30 Euro absolut bezahlbar ist und b) zur Grundausstattung gehören sollte.
      Die statische Einstellung via Prüflampe taugt als Grundeinstellung um den Motor überhaupt zum Laufen zu bekommen - dann spart man sich zumindest das wilde Rumgedrehe am Verteiler bis die Fuhre überhaupt erstmal nen Mucks macht. Dennoch sollte der Zündzeitpunkt für den Fahrbetrieb ganz zwingend mit der Strobolampe eingestellt werden.

      Was ganz nebenbei bemerkt auch deutlich einfacher und schneller ist als mit der Prüflampe kopfüber am offenen Verteiler rumzuhantieren.
      Die Zündung abzublitzen ist absolut kein Hexenwerk und in max. 20 Minuten erledigt.

      Die 123 mag eine Verbesserung darstellen, aber die kannst Du immer noch einbauen, wenn Dein Motor prinzipiell läuft, also maschinenseitig (Ventile und deren Betätigung) alles in Ordnung und der/die Vergaser passt/passen.


      Ansichtssache. Die Instandsetzung oder der Ersatz des alten Teils würde jetzt doch ohnehin Geld kosten - der richtige Zeitpunkt, gleich einen Schritt weiter zu gehen und die Zündungsseite als Fehlerquelle schonmal für die Zukunft auszuschliessen. Der Einbau der 123 ist denkbar einfach: Verteiler einbauen, anschliessen, mit der Strobo grundeinstellen und fertig. Das ist nichts anderes als mit jedem anderen Verteiler auch.

      Das Dingen wird ja mit der werksseitigen Verstellkurve als bereits programmiertes Kennfeld geliefert - wer sich nicht gerade berufen fühlt, via USB oder Bluetooth am Kennfeld rumzudrehen, der kann das Teil plug'n'play nutzen.


      Zum Querrohr/Unterdruck-Tank: Es ist ja schonmal löblich, dass jemand ein ersatzweises Reservoir verbaut hat - Falschluft über den Unterdrucktank kann nämlich wirklich unschöne Folgen bis hin zum kapitalen Motorschaden haben. Das Querrohr ist sehr oft undicht, wobei zuerst die beiden Deckel an den äusseren Aufnahmen der Achsschwingen rostbedingt die Biege machen. Da kommt man sogar vergleichsweise gut dran.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Kris,

      sicherlich hast auch Du recht, dass das kein Hexenwerk ist, die Zündung zumindest am Ende mit der Strobolampe eingestellt bzw. überprüft gehört (u.a. weil man dabei auch unmittelbar die Wirkung der Zündverstellung sieht) und dass 30 € für so ein Gerät kein Geld sind.

      Nur sollte der Kollege, der sich überhaupt erst in die Materie einarbeitet, mit diesem Einbau nicht noch eine weiter Baustelle aufreißen.

      Reinigen und gängig machen des Verteilers kosten gar nichts, und die Kosten für Deckel und Finger halten sich ja schon in Grenzen.
      Hallo zusammen!

      Ich habe eine Strobo-Lampe bestellt.

      Die Firma 123ignition schreibt Folgendes (sinnhaft, soweit ich das richtig interpretiere):

      1. Das "einfache" 123ignition für 285 € gibt es nicht für unsere Motoren, weil "Nicht mit die richtige Kurve für Talbot".
      2. Es gibt für 465 € das 123/TUNE+, bei welchem man die Zündkurve mit Bluetooth programmieren kann. Ich zitiere: "Wir können ein 123TUNE+ änderen für Ihr Auto und brauchen kein alten Verteiler."
      3. Zu den Zahlungsmodaiitäten: "Wenn der Verteiler fertig ist bekommen Sie eine Rechnung bei Email, nach Bankzahlung schicken wir das Paket Ihnen zu."

      So, nun bin ich also im Bilde. Somit kommt für mich diese Lösung derzeit nicht infrage, weil 465 € sind mir definitiv zu viel.

      Bleibt noch die "ignitor"-Lösung übrig. Da habe ich angefragt, die Antwort steht aber noch aus. Die Daten und meine Fotos wurden wohl in die USA geschickt, wo die Herstellerfirma sitzt, und diese beurteilen jetzt, ob das alles passt. Diese Lösung würde 130 € kosten, nutzt aber den alten Verteiler.

      Bezüglich der Unterdruckgeschichte werde ich das testen, sobald der Motor läuft und ich Unterdruck erzeugen kann. Dann müsste ja relativ einfach feststellbar sein, ob es da ein Leck gibt.

      Frage in die Runde: Gibt es irgendein Pamphlet, in welchem beschrieben wird, wie das Unterdrucksystem genau funktioniert und wie die Abhängigkeiten da sind?

      Grüße aus Magstadt

      Gunter
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      Hallo Gunter,

      kann es sein, dass Du zu viel am PC sitzt statt in der Werkstatt am Auto bist, so viel wie Du postest? :)
      Ich sitze ja nur im Büro und schreibe mal zwischendrin nebenbei.

      Das Unterdrucksystem ist eigentlich recht simpel.

      Der Motor erzeugt den Unterdruck, dieser wird an der Ansaugbrücke abgenommen, dann geht es durch ein Rückschlagventil zum Unterdruckspeicher. Von dort geht es zu dem Ventil, das den Unterdruck wahlweise in die eine oder die andere Kammer der Betätigungsdose für die Scheinwerfer leitet. Je nach dem, welche Kammer der Betätigungsdose mit Unterdruck beaufschlagt wird, bewegt die Membran in der Dose den Kolben rein oder raus und dieser über die Umlenkmechanik dann die Scheinwerfer.

      Für den Anfang - hier den einwandfreien Motorlauf - kommt es erst mal nur darauf an, dass alles dicht ist und der Motor somit keine Falschluft ziehen kann. Daher am einfachsten erst mal abklemmen und den Anschluss an der Ansaugbrücke verschließen.

      Das war jetzt eine kurze Abhandlung für Dich, aber hoffentlich kein Pamphlet.

      Gruß Horst
      Hallo Horst!

      1. Auch ein Pensionär macht mal Pause
      2. In meiner Werkstatt ist es arschkalt
      3. Ich warte noch auf die passenden Teile
      4. Ich sitze tatsächlich zu oft vor dem PC

      Danke für die kurze Erläuterung (das ist ja einfach), das hilft ungemein. Ich stehe parallel zum Forum mit Peter in Kontakt und der hat mir netterweise auch schon viele gute Ratschläge gegeben, so dass ich glaube das hinzubekommen. Sobald also alle Teile da sind, kann es weitergehen und dann mache ich das so, wie Du (und Peter) das beschrieben hast.

      Gruß, Gunter
      Hallo Gunter,

      in der Oldtimer Praxis gab es einmal einen Artikel über die Überholung von Zündverteilern und die Umstellung auf eine kontaktlose Zündung. Den finde ich zwar momentan nicht, dafür aber das da
      Ist zwar bei einem Boschteil beschrieben, aber dafür aber sehr gut gemacht.
      Ich hatte damals mit meinem Bag (77ér BJ) auch einige Probleme, besonders beim Kaltstart.
      Damals gab es Elektronikbausätze, bei denen der Unterbrecherkontakt nur noch zur Ansteuerung der Zündungselektronik diente und der eigentliche Strom zur Zündspule von dort aus gesteuert wurde.
      Damit ging der eigentliche Strom zur Zündpule nicht mehr über den Unterbrecherkontakt, sondern über die Elektronik und somit gab es praktisch keinen Verschleiß durch Abbrand an den Kontakten.
      Zumal war dadurch der Zündfunke stärker.
      Da in den 80ern keiner nach Orignaliät krähte, hatte ich mir vom Schrott gleich noch eine Zündspule aus einem Opel Diplomat besorgt und diese verbaut.
      Danach war Ruhe.
      Im Prinzip sind die Umbausätze auf Hallgeber oder einen optischen Unterbrecher die moderne Form davon. Z.B.: Petronix Ignitor
      Dies hat dann den Charme, dass der originale Verteiler zwar erhalten bleibt, aber das Unterbrechergedöns (welches zumindest bei NICHT NOS-Teilen heute von fragwürdiger Qualität ist) entfällt.
      D.h. die regelmäßige Konrolle von Unterbrecherabstand, Schließwinkel, etc. mangels Verschleiß entfällt.

      Alles Gute

      Michael
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Michael“ ()

      Hallo Michael!

      Das ist auch eine interessante Variante. Ich habe im Friesland gleich mal angerufen und wenn man eine kontaktlose Zündung haben möchte, dann muss man den Umbau für den Verteiler selbst machen, das heißt, die Geberscheibe selbst anfertigen. Die machen das zwar auch im Auftrag (auf der Homepage steht "zu angemessenen Preisen"), am Telefon sagte man mir aber, das das mehrere hundert Euro kosten würde. Na Mahlzeit!

      Bleibt also die kontaktgesteuerte Variante. Hört sich trotzdem gut an und ist auch preisgünstig. Allerdings steht der Sache nun tatsächlich die Originalität des Oldtimers entgegen, schließlich hängt dann ja ein 65mmx50mmx20mm großes Kästchen im Motorraum, das da eigentlich nicht hingehört. Nun bin ich kein Purist, habe aber trotzdem Bedenken, wie sowas beim TÜV ankommt. Vielleicht kann sich Roland ja mal dazu äußern?

      Gruß aus Magstadt


      Gunter

      fooleranto schrieb:

      ...
      Bleibt also die kontaktgesteuerte Variante. Hört sich trotzdem gut an und ist auch preisgünstig. Allerdings steht der Sache nun tatsächlich die Originalität des Oldtimers entgegen, schließlich hängt dann ja ein 65mmx50mmx20mm großes Kästchen im Motorraum, das da eigentlich nicht hingehört. Nun bin ich kein Purist, habe aber trotzdem Bedenken, wie sowas beim TÜV ankommt. Vielleicht kann sich Roland ja mal dazu äußern?
      ...

      Hallo Gunter,

      dann sind wir jetzt also nach langen Umwegen auf dem Weg "Back to the roots".

      Für die kontaktgesteuerte Variante bringst Du Deinen originalen Verteiler jetzt erst mal in Ordnung, weil diese Elektronik wird ja einfach nur zwischen den Unterbrecherkontakt und die Zündspule eingeschleift, wobei wahrscheinlich/zumeist der Kondensator parallel zum Unterbrecherkontakt am Verteiler entfällt. Wenn er mit überholten Verteiler dann erst mal richtig läuft, kannst Du so eine Elektronik zur Entlastung des Unterbrecherkontakts (Kontaktabbrand) immer noch einbauen, wenn Du richtig große Laufleistungen anpeilst.

      Über das zusätzliche Kästchen, das man Motorraum eines Bag wohl erst mal suchen muss, werden wir hier und der TÜV wohl hinweg kommen.

      Wenn Dein Motor mit dem Unterbrecherkontakt aber erst mal richtig läuft, hält der Sinn sich in Grenzen, weil so eine Elektronik lediglich den Unterbrecherkontakt entlastet und ihn kaum noch verschleißen lässt.

      Langer Rede, kurzer Sinn: Du musst die vorhandene Zündung auf jeden Fall erst mal in Ordnung bringen (und bist dann vielleicht schon zufrieden).

      Gruß Horst
      Hallo Kris,

      man wird ja alt, aber ich meine für die Motorbaureihe wurden auch noch Verteiler von SEV Marchal und Ducellier verbaut. Liege ich da richtig?
      Paris-Rhone ist tatsächlich etwas rar, aber für die Ducelliers gibt es mit ein bischen Stöbern wohl passende Umbaukits bei denen wohl nur der Unterbrecherkontakt fällig ist.

      Was sagt da dein Archiv?

      Alles Gute

      Michael
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      Hallo Michael!

      In der Tat, im Reparaturhandbuch steht dazu, dass für die Motoren 3G4 und 6Y4 (welchen habe eigentlich ich und woher weiß man das?) ab 1976 folgende Verteiler eingebaut waren:

      - Ducellier 6618
      - Paris Rhone DA 4 CS 11
      - SEV-Marchal 41102902

      Heißt das jetzt, dass ich mir einfach einen solchen Ducellier 6618 besorgen und der dann auf anhieb passen müsste? Sind die Aufnahmen da alle identisch?

      Gruß, Gunter
      Hallo Gunter,

      ob 3G4 oder 6Y4 erfährst du aus dem KFZ-Schein - wobei - wenn ich mich recht erinnere- beim Bagh II nur noch der der 6Y zum Einsatz kam (sodann der Motor der werksmäßige ist).
      3G4 ist der "Small Block" mit 1,3 l
      6Y4 ist der "Big Block" mit 1,4 l.
      Oder ganz genau unter Wikipedia.
      Oder wer speziell des Simcamischmasch mit allen Abkömmlingen sucht.
      Ob die Aufnahme identisch ist, kann ich Dir mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht sagen, mein Umstig vom Bagh. zum Murena muss so um 1993 gewesen sein. Das ist schon ein paar Jährchen her.
      Aber da Du ja Bilder Deines Parsis-Rhone mit Unterbau eingestellt hast, sollte sich vielleicht ein Eigner mit einem anderen Verteiler finden, der etwas dazu sagen kann.
      Von der Verstellkurve her müssen die Verteiler jedoch übereinstimmen. Wobei man sagen muss, dass während der Bauzeit des Bags ständig irgendetwas verändert wurde.
      Mein Werkstatthandbuch umfasst einen Leitz-Ordner und zusätzlich kommt noch einmal ein Ordner mit technischen Mitteilungen dazu (Wobei die wesentlichen Dinge auch in der einem anderen Thread genannten Neuauflage des Bucheli-Buches genannt sind).
      Beim Murena komme ich auf 2 Ordner Werkstatthandbuch und einen halben mit Ergänzungen.
      Daraus kann man durchaus schließen, dass einige Dinge erst mit den Jahren gereift sind und nicht vom Fleck weg optimal waren.


      Alles Gute

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Michael“ ()

      Hallo zusammen!

      Ich habe heute die Antwort von der Firma erhalten, die den Ignitor anbietet. Die Fachleute (in den USA) sind der Meinung, dass es sich bei diesem Paris-Rhône Verteiler offenbar vom Kopf her eine BOSCH-Kopie des üblichen frühen 4-Zyl.-Verteilers ist. Das würde auch erklären, warum auf dem Verteiler eine BOSCH Verteilerkappe sitzt. Vielleicht hat ja Paris Rhone den Verteiler in Lizenz gebaut (ich glaube diese Vermutung hatte schon mal jemand hier geäußert).

      Ok, es ist also nun so, dass folgende Produkte passen würden:

      1. PERTRONIX Ignitor-I Umrüstkit, Ursprungsversion OHNE Überlastungsschutz, feste Schließwinkelsteuerung (ohne Überlastungsschutz bedeutet, dass man gleich nach dem Einschalten der Zündung den Motor starten muss, sonst brennen diverste Teile durch). Preis 151,50 €

      2. PERTRONIX Ignitor-II Umrüstkit, Upgrade-Version MIT Überlastungsschutz in Form einer Ruhestromabschaltung, variable Schließwinkelsteuerung usw. (bezüglich Ruhestromabschaltung schreibt die Firma: "ACHTUNG: da die Ignitor-II Module bereits einen Microprozessor verbaut haben, ist es zu deren Schutz vor EMI (elektromagnetische Interferenzen), Fehlfunktion und ggfs. Beschädigung ZWINGEND notwenig, nur geschirmte Zündkabel (SUPPRESSION-Typ) zu benutzen (auf keinen Fall solche mit Vollmetalllitze wie z.B. aus Kupfer)." Diese geschirmten Kabel kosten 86,60 €, der Ignitor-II Umrüstsatz 217 €.

      Ich habe oben die regulären Preise angegeben, momentan scheint es aber eine Aktion zu geben, so dass die Preise ca. 30 Prozent geringer ausfallen würden, wenn ich die Teile jetzt kaufen würde. Wen es interessiert, dem kann ich gerne das komplette Mail der Firma weiterleiten.

      Viele Grüße aus Magstadt

      Gunter
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      Michael schrieb:


      ob 3G4 oder 6Y4 erfährst du aus dem KFZ-Schein - wobei - wenn ich mich recht erinnere- beim Bagh II nur noch der der 6Y zum Einsatz kam (sodann der Motor der werksmäßige ist).
      3G4 ist der "Small Block" mit 1,3 l
      6Y4 ist der "Big Block" mit 1,4 l.



      Yoa, so grob.
      X3-Bagheeras, sprich mit Chassisnummer X3550..... haben einen Motor X3G4 mit 1294ccm und 62kw
      X6-Bagheeras, sprich mit Chassisnummer X6550/X6551/X6552..... haben entweder einen Motor X6Y4 mit 1442ccm und 66kw ODER den X6Y2 mit 1442ccm und 62kw

      X3-Bagheeras gabs von Anfang bis kurz vor Ende des 1978er Modells - also auch im Serie-2 noch fast 2 ganze Modelljahrgänge lang.
      X6-Bagheeras mit 66kw gabs von Modell 1976 bis Ende.
      X6-Bagheeras mit 62kw gabs von Ende Modelljahr 1978 bis Ende der Produktion.

      Die verschiedenen Verteiler sind rein mechanisch problemlos untereinander austauschbar.
      Je nach Kappe gabs aber unterschiedlich lange Zündkabel, die muss man dann ggf. auch tauschen.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Hallo zusammen!

      Beim Reinige meines Verteilers ist mir aufgefallen, dass innen drin unterschiedlich dicke Federn verbaut sind. Ist das richtig so, oder müssten diese identisch sein? Wenn sie identisch sein müssen, welche Feder von den beiden ist die richtige?

      Viele Grüße aus dem sonnigen, aber eiskalten Magstadt

      Gunter
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