Fahrwerkseinstellung Murena

      Fahrwerkseinstellung Murena

      Hallo Forum,

      Ich habe vor 2 Jahren das 1. Mal mein Fahrwerk bei einem Reifenservice einstellen lassen und dabei ist mir aufgefallen das die Jungs dort zwar einen teuren Einstellstand haben, wenn das Fahrzeug aber nicht mehr in ihrer Datenbank erfasst ist stoßen sie mit ihrem Fachwissen schnell an ihre Grenzen.
      Damals hatte ich vorher ein funkelnagelneues Lenkgetriebe inklusive Spurstangen und Spurstangenköpfe verbaut und die Geometrie war danach natürlich völlig verstellt.
      Der Altmeister (ca. 60 Jahre alt) hatte schon damals ein Problem mit meinen angelieferten Daten aus dem Werkstatthandbuch für den Matra Murena.

      Dort steht nämlich: Spur „0 bis 2 mm Vorspur“

      Er hat dann diese Daten für seinen Computer Einstellstand umgerechnet und Murena lief zufriedenstellend. Ich habe dann die nächsten 2 Jahre es auch erst Mal sachte angehen lassen und eigentlich bin ich nie schneller wie 160 km/h gefahren, da ich auch kein großes Vertrauen mehr zu meinen gefühlt 15 Jahre alten Reifen hatte.
      Vor ein paar Wochen habe ich mir dann mal neue Reifen gegönnt und als ich die Felgen vorne an meinen Murena schraubte viel mir auf das das rechte innenliegende Spurstangengelenk ausgeschlagen war und die Spurstange sogar etwas verbogen war.
      Ich habe dann eine neue Spurstange verbaut und bin heute wieder zu einem Reifenservice gefahren damit sie mir mal –eben- die Spur einstellen. Dabei traf ich diesmal auf sei Monteure die ca 25. Jahre alt waren und ebenfalls gerne mein Geld nahmen, aber auch irgendwie nicht seriös wirkten was ihr Fachwissen angeht.
      Damals wie Heute wollen diese Einstellstände Werte in Grad und Minuten haben und auf dem ausgedruckten Blatt stand nach

      Der 1. Messung (vor ca. 2 Jahren)

      Links
      Rechts -0°10` (+0°10`) +0°10`
      Gesamtspur -0°20` (+0°20`) +0°20`

      Der 2. Messung (Heute) Gesamtspur 0°20`

      Meine Frage jetzt wäre wie muss ich: " 0-2mm Vorspur " in den Wert Grad/Minuten (für Aktuelle Fahrwerksmess und Einstellstände) umrechnen und wie kann ich sicher sein das die mir anstelle von Vorspur für die Vorderachse nicht Nachspur einstellen und ich deswegen das Spurstangengelenk geschrotet habe, was ich nämlich langsam vermute.

      Wie sind eure Erfahrungen denn so was das Thema Fahrwerkseinstellung angeht, trefft ihr da draußen noch auf Firmen die noch mit Distanzscheiben zur Einstellung umgehen können, die beiden Firmen die ich traf wissen garnicht was ne Distanzscheibe ist :(
      Gruß Niels
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Niels“ ()

      Hallo Niels,
      Habe mal meine letzte Einstellung 2010.
      Einstellungsgrund Vorderradachse Überholung
      und der Wagen war über 180 kaum zu bändigen.
      Vorn keine Distanzscheiben.

      Jetzt immer noch alles OK auch bei 200
      Grüße aus Hamburg
      Peter

      Um das Protokoll schnell zu verstehen, 20.2.
      Der Wurm war bei mir die Einzelspur, lag im MINUS Bereich, links +rechts
      warum, weil ich die komplette Vorderachse zerlegt habe.
      Alle Kugelköpfe neu und die Zahnstange mit unserem speziellen
      Radlagerfett bearbeitet. Null Spiel.
      Alles genau markiert und ausgemessen, aber es klappte nicht.
      Der Wagen war danach über 180 unsicher zu fahren, schwamm wie man sagt.
      Die Korrektur wurde auf SOLLWERTE durch Spurstangen Verstellung gemacht.
      Wie gesagt jetzt nach 8 Jahren immer noch OK.
      Die Lagerung der oberen Querlenker bekommen ab + zu Öl aus der Kanne.
      Kein Spiel bei über 500 000km.

      Niels kannst du damit was anfangen?
      Wegen Deiner 0-2 mm Vorspur, dafür haben die wohl kein Messgerät.
      Mit der Laser - Spiegel Einstellung ist es viel genauer. Bin sofort auf die Autobahn
      Matra warm gefahren und Vollgas - alles Top , Habe mich bedankt bei den Jungs
      und was in die Kaffeekasse...
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      • Matra, Fahrwerk Einstellung 23.4.2010.JPG

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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Peter,

      danke für deine Antwort, wie ist denn dein Reifenservice auf die Werte gekommen, waren die damals noch gespeichert im Fahrwerksmessstand?

      Gibt es evtl. noch mehr Einstelldatenblätter von anderen Murena's hier aus dem Forum, daraus könnte ich ja evtl. einen Mittelwert für die Spureinstellung ermitteln.
      Habe auch schon im Web gegoogelt es scheinen viele Fahrer Klassischer Autos heute das Problem der Umrechnung von mm in Grad Minuten zu haben :(
      Die Telefon Nr ist auf dem Einstellungsblatt ,
      Die Firma gibt es noch.
      Die Werte hatten die vor Ort woher must Du mal erfragen
      Peter

      Denke Distanzscheiben sollten keine Probleme machen
      In der Einstellung und werden auch nicht berücksichtigt,
      aber da bin ich zu wenig Fachmann, müsste mal meine
      zum testen von hinten nach vorn setzen und dann auf die Autostrada.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      hier die Erklärung bzgl Vorspur und Nachspur

      VORSPUR UND NACHSPUR

      Der Spurwinkel ist der Winkel zwischen der Längsachse des Fahrzeuges und des Rades.

      Wenn der Reifen parallel zur Fahrzeuglängsachse steht, hätten wir weder eine Vor- noch eine Nachspur, die Spur würde Null betragen.

      Wenn jetzt aber die Räder vorne zusammengehen, dann hätte das Fahrzeug eine Vorspur.


      Wenn die Reifen vorne aus einander gehen, dann hätte das Fahrzeug eine Nachspur.

      Vorspur kommt in der Regel bei Hinterachse angetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz, da hier die Räder beim Beschleunigen vorne auseinander gedrückt werden.

      Nachspur kommt in der Regel bei Front angetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz, da hier die Räder beim Beschleunigen vorne zusammengedrückt werden.

      Das Ziel ist es bei der Fahrt eine möglichst geringe Abweichung von Spur Null zu haben. Damit hat das Fahrzeug einen möglichst guten Geradeauslauf und ist spurstabil.

      Foto muss geöffnet werden damit es Sinn macht.
      Bilder
      • vlcsnap-error781zugenschnitien-1024x299.jpg

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      Hallo Niels,

      Deine Erklärung zu Vor und Nachspur ist richtig, nur zu ergänzen um den Aspekt, dass die Räder nicht ganz parallel laufen sollen sondern ganz leicht gegeneinander verspannt, weil sie sonst zum Flattern neigen würden.

      Was den Reifendienst zum Vermessen angeht, bist Du wohl an einen besonders schlechten geraten.

      Die Umrechnung von mm (bezogen auf das Felgenhorn) im Grad, Minuten und Sekunden ist einfach nur Geometrie.
      1 Grad an einer 14 Zoll Felge sind 6,2 mm.
      Hintergrund: tan (1°) * 14 Zoll * 25,4 mm/Zoll = 6,2 mm
      Der Rest ergibt sich über den Dreisatz.
      So sind die genannten 2 mm knapp ein Drittel Grad.

      Vorspur ist +, vorne zusammen
      Nachspur ist -, vorne auseinander

      Ich war zum komplett Vermessen mal bei ATU. Deren Gerät hatte sehr wohl die Daten vom Murena. Weiter stehen sie auch im Werkstatthandbuch.

      Vor der Spur, die ganz einfach an den Spurstangen eingestellt wird, sollten erst mal Sturz und Nachlauf zumindest überprüft werden. Deren Einstellung würde dann über Beilagscheiben an dem oberen Querlenker erfolgen, wo die meisten Werkstätten sich dann überfordert sehen oder die Lust verlieren. Mit den Messwerten bzw. deren Abweichung von den Sollwerten kann man aber nach dem Diagramm im Werkstatthandbuch die Stärke der notwenigen Scheiben ermitteln und damit die Einstellung selber durchführen und dann evtl. noch mal nachmessen lassen.

      Erst ganz am Ende kommt dann die Vor bzw. Nachspur.

      Und eine verstellte Spur bzw. Fahrwerksgeometrie verbiegt keine Spurstange und schrottet kein Spurstangengelenk.

      Gruß Horst
      Hallo Horst,

      Danke für die Erklärungen, ich bin auf deinen Tip hin zu unser örtlichen ATU Vertretung gefahren und die haben mir direkt eine Absage erteilt.
      Der Werkstattmeister sprach gebrochen Deutsch und Vorspur und Nachspur sind Fremdwörter für ihn.
      Er kann seinen PC einschalten und nach Auto suchen wenn keinen Auto in PC er können machen nicht.

      Bin mal gespannt was ich noch so alles erlebe :(

      Horst hast du evtl. noch dein Datenblatt von deiner Vermessung oder jemand anderer hier im Forum ?

      Danke im vorraus Niels der langsam den Glauben an die deutsche Handwerkskunst verliert :(
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      Niels, das ist ja ungewöhnlich - gibt es bei euch keinen reinen Fahrwerk Spezialisten.
      Sonst wirst Du bestimmt bei einer größeren Merc. oder V.. -Aud.. Werks Vertretung fündig. Mal fragen...
      Die machen so etwas auch.
      Bei mir war nur die Einzelspur Links + rechts + Gesamtspur OUT OF LIMIT wegen der Zerlegung der Vorderradachse -+
      Spurstange Wechsel - lagen im MINUS Bereich jetzt im PLUS Bereich, da wurde auch eingestellt - der Rest auf dem
      Ausdruck war OK -
      Habe vorher beim Zusammenbau die alten Werte genommen ( Spurstange vorher genau gemessen) aber es nur so lala hinbekommen,
      die moderne Mess Technik ist einfach exakt.
      Die Werte auf der Anlage sind original- müsste jeder gute Reifen / Bremsen Spezi in dem Fahrwerks Computer haben
      oder kann sie eingeben....

      Grüße aus Hamburg
      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Peter,

      ich grüble schon den ganzen Abend und dann habe ich nochmal dein Einstellblatt mit den Daten im Matra Rephandbuch verglichen.
      Deine Werte sind bis auf die Spur (die ja in mm im Matra Rephandbuch angegeben sind und von daher ja ohne Umrechnung auf die heutigen Grad/Minuten nicht vergleichbar sind)
      Perfekt :)
      Meine Frage wäre jetzt ich habe im Matra Rephandbuch gelesen, das der Wagen auf die Einstellhöhe auf der Bühne runtergespannt werden muss.
      Haben die damals das bei dir in Hamburg das auch so gemacht ?
      Wenn ich den dreien wo ich war das vorgeschlagen hätte, wären die bestimmt der Meinung gewesen das ich sie verarschen will.

      Wie ist das bei den anderen im Forum so abgelaufen oder sind wir beide die einzigen die jemals ihren Murena einstellen lassen haben?
      Hallo Niels, bin noch auf, da ich Fußball geschaut habe.
      Ich habe bei mir ja vorne den Wagen runtergekurbelt (2cm), hinten ist alles original.
      Genau so kam er zum messen. Ist ja nun schon länger her - aber wenn Du es genau wissen möchtest
      fahre ich morgen da mal vorbei ob sie ihn belastet haben - meiner Meinung nach nicht.
      Wurde nur an den Rädern mit Spiegeln bestückt - ging alles mit Lichtmessung. War direkt nicht dabei..

      Ich denke, wenn man nur max. 180 fährt, da merkt man es nicht das die Einstellung nicht perfekt ist, oder wenn man vom Gas geht wenn
      der Matra unruhig wird und das fahren anstrengend wird, auch nicht.
      Habe manchmal Neuwagen (Leihwagen) gefahren über 200 ( Langstrecke)- die sind so leise im Innenraum wie der Matra bei 130 und
      liegen wie ein Brett auf der Straße, der Matra muss bei mir auch bei über 180 wie ein Brett auf der Straße liegen.
      Natürlich die Räder ab + zu gewuchtet, wenn es etwas unruhig wurde.
      Vorn sind meine Dämpfer etwas härter eingestellt - hinten noch auf Standard (aber auch einstellbar)

      Melde mich wenn ich bei der Fahrwerksfirma war...

      Grüße aus Hamburg
      Peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Niels schrieb:

      ...
      Meine Frage wäre jetzt ich habe im Matra Rephandbuch gelesen, das der Wagen auf die Einstellhöhe auf der Bühne runtergespannt werden muss.
      Haben die damals das bei dir in Hamburg das auch so gemacht ?
      Wenn ich den dreien wo ich war das vorgeschlagen hätte, wären die bestimmt der Meinung gewesen das ich sie verarschen will. ...

      Hallo Niels,

      das Runterziehen auf Einstellhöhe ist jetzt aber schon ein Detail, auf das wir wohl verzichten können.

      Dabei geht es darum, dass sich die Spur durch das Einfedern geringfügig ändert. Von vorne betrachtet beschreiben die Spurstangen beim Einfedern einen Kreisbogenabschnitt. Dadurch verändert sich der Abstand der beiden Spurstangenköpfe etwas. Wenn die Spurstangen horizontal sind, ist dieser Einfluss minimal. Gleichzeitig ändert sich die Spurweite beim Einfedern durch die Schwenk-/Drehbewegungen der Querlenker auch etwas. Im Idealfall heben sich diese Effekte gegenseitig auf und die Spur bleibt beim Einfedern unverändert. Dies wird bei der dynamischen Spurvermessung überprüft, bei der sogar bei verschiedenen Höhen bzw. Einfederungen gemessen wird.

      So lange Du Dein Lenkgetriebe aber nicht auf einer deutlich anderen Höhe montiert hast, können wir diesen Einfluss vernachlässigen.

      Gleiches gilt für Nachlauf und Sturz, die nur durch die Querlenker, deren Aufnahmen und die Achsschenkel beeinflusst werden. Wenn sich das nichts geändert hat bzw. Du geändert hast, gehen wir mal davon aus, dass auch diese Werte passen sollten.

      Dann kannst Du die Spur sogar selber einstellen, wie ich vor vielen Jahren hier schon beschrieben habe:
      renault19world.de/forum/index.….msg302641.html#msg302641
      Bis auf das Vorzeichen ist das beim Murena das gleiche wie beim R19:
      R19: 0 ... 2 mm Nachspur, Räder laufen auseinander
      Murena: 0 ... 2 mm Vorspur, Räder laufen zueinander

      Mein Text entsprechend auf den Murena angepasst:

      Spureinstellen selbst gemacht (selber schon oft und erfolgreich praktiziert)

      Man nehme 2 Stangen, Rohre etc. und versehe sie mit Markierungen in genau gleichem Abstand von etwas mehr als der Wagenbreite.
      Diese Stangen stellt man vor und hinter dem Wagen mit alten Akkus, Bierkästen oder ähnlich quer zur Fahrtrichtung in Nabenhöhe auf.
      Zwischen die Markierungen spannt man auf jeder Wagenseite einen Nylonschnur (beide gleich lang und gut 1 m länger als der Wagen). Dadurch entsteht ein Rechteck oder wenn etwas schief ein Parallelogramm. Auf jeden Fall verlaufen die beiden Nylonfäden exakt parallel. Das ganze richtet man dann noch so aus, dass auf beiden Seiten die Abstände der Schnüre zu den Naben ungefähr gleich sind. (Ist aber nicht so wichtig, nur wenn das Lenkrad auch ganz genau mittig werden soll.) Dann misst man mit einer Schieblehre oder Lineal den Abstand der Schnur zum Felgenrand (-horn) jeweils am vorderen und hinteren Ende einer Felge und notiert die Werte. Die Spur eines einzelnen Rades ist dann die Differenz zwischen vorne und hinten, wobei der vordere Wert bei pos. Spur wie beim Murena größer ist. Die Summe der Differenzen muss bei 0 ... +2 mm liegen.

      Dazu ein Beispiel:
      Vorderrad vorne links: 54 mm (gemessen)
      Vorderrad hinten links: 53 mm (gemessen)
      Spur vorne links : +1 mm (gerechnet)

      Vorderrad vorne rechts: 48,5 mm (gemessen)
      Vorderrad hinten rechts: 48 mm (gemessen)
      Spur vorne links : +0,5 mm (gerechnet)

      Spur gesamt: +1 mm + +0,5 mm = +1,5 mm (ok, da Soll: 0 ... +2 mm)

      Um die Genauigkeit zu verbessern, schiebt man den Wagen dann eine halbe Radumdrehung vor oder zurück, wiederholt die Messung und mittelt die beiden Ergebnisse. Dadurch wir ein evtl. Felgenschlag ausgeglichen. Das macht nicht mal der Reifendienst.

      Die optimalen Werte sind auf beiden Seiten +0,5 mm, d.h. jedes Rad läuft um je einen halben mm nach innen, bzw. beide zusammen einen Millimeter.

      Weiter müssen alle Achsgelenke einwandfrei sein und der Wagen muss die letzten Meter ohne Lenken oder Bremsen geschoben werden, damit alles spannungsfrei in der Ruhelage ist.

      Eingestellt wird dann an den Spurstangen, wobei eine halbe Umdrehung schon einiges ausmacht. Den Übersetzungfaktor habe ich jetzt nicht im Kopf. Spurstange kürzer entspricht Rad läuft weiter nach außen und umgekehrt.

      Viel Spaß und Erfolg wünscht r19forever

      Mein damaliges Protokoll der vollständigen Vermessung habe ich hier jetzt nicht zu Hand, kann es aber bei Gelegenheit mal online stellen.

      Niels schrieb:

      ...
      Danke im vorraus Niels der langsam den Glauben an die deutsche Handwerkskunst verliert
      ...

      Da mag leider etwas dran sein, daher wie oben beschrieben frei nach dem Motto:
      Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

      Hallo Horst,
      finde Deine Messung sehr exakt. Kenne das messen mit Grad und Minuten vom Heli,
      2 Jahre geschraubt - ist durch Grad und 60 Minuten Aufteilung (Nonius) genauer.
      Für den MATRA nicht ganz so wichtig, aber heute zeitgemäß.
      Trotzdem Top Deine Erklärung
      Peter

      Nachtrag:
      16:00
      komme gerade von meinem Fahrwerk / Reifen Betrieb,
      also, die belasten die Fahrzeuge zum messen. Gewichte lagen dort herum.
      Die Werte vom Hersteller sind mit Belastung.
      Warum messen mit den Spiegel System?
      Antwort: perfekt und genau und schnell...

      Wenn jemand dort nachfragen möchte wie viel Kilo,
      Tel 040 6000970
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Franz,

      leider ist der Ausdruck mangels Auflösung fast nicht lesbar, aber so viel ist zu erkennen:

      An der eigentlich nicht einstellbaren Hinterachse ist der Sturz rechts außer der Toleranz.

      An der Vorderachse sind Sturz und Nachlauf auf beiden Seiten außer der Toleranz und es wurde nur die Spur eingestellt. (So ist das halt meistens.)

      Sturz und Nachlauf sind beim Murena aber sehr wohl über die Beilagscheiben an der oberen Querlenkerbefestigung einstellbar. Die Werte entnimmt man dem Diagramm im Werkstatthandbuch. Wenn Du mir Deine Werte leserlich übermittelst und das selber machen willst, teile ich Dir mit wo Du wie viel zugeben oder wegnehmen musst. Danach musst Du allerdings die Spur noch mal einstellen.

      Das geht aber auch selber wie oben beschrieben.

      Zu der "eigentlich nicht einstellbaren" Hinterachse. Hier ist keine Einstellmöglichkeit vorgesehen. Bei meinem Wagen sind die Werte der Hinterachse ebenfalls (sogar noch mehr) außerhalb der Toleranz obwohl der Wagen ziemlich sicher keinen Treffer auf die Hinterachse erhalten hat. Die Hinterräder haben bei meinem zu viel Vorspur, sind hinten also zu weit auseinander. Ein Bordsteintreffer würde ja genau das Gegenteil erzeugen. Einstellen kann man hier nur durch "versetzen" der Aufhängungspunkte. Dazu will ich mal die Löcher zur Verschraubung der Silentblöcke am Rahmen in die passende Richtung zu Langlöchern erweitern. (Was nicht passt, wird passend gemacht.) Bei der Hinterachse habe ich sogar den Verdacht, dass viele Murenen schon bei Auslieferung die vom Werk festgelegten Toleranzen nicht eingehalten haben. Ich werde über meine Ergebnisse berichten.

      Gruß Horst
      Hallo Horst

      und Danke Franz das du dein Messprotokoll zu vergleichszwecken wie Peter zur Verfügung gestellt hast.Ich hatte es ja schon oben beschrieben, dass ich mich nicht großartig mit der Fahrwerkseinstellung in der Vergangenheit beschäftigt hatte und immer dachte das es auch kein Problem in der Zukunft darstellen würde. Leider musste ich jetzt feststellen, dass ich wohl danebenlag beim Glauben ans Handwerk.Ich habe jetzt zwei Tabellen im Internet gefunden welche sich mit der Umrechnung von Millimeter in Grad beschäftigen. Horst kannst du bitte mal lesen ob meine Folgerungen was die Spureinstellung betrifft richtig sind.

      1. Laut Werkstatthandbuch Matra Murena: Spur „0 bis 2 mm Vorspur“
      2. Diese Angabe ist eine Gesamtspurangabe.
      3. Gemäß HEKA Tabelle nehme ich jetzt den größten Wert unter 2mm mit 14 Zoll, währe dann 1,91 mm was 0°17‘ Gesamtspur in Grad und Minuten bedeutet.
      4. Diesen Wert müsste ich dann wiederum durch 2 Teilen damit ich den jeweiligen Einzelspurwert für links und rechts bekomme, also : 0°17 : 2 = 0°085‘
      5. Peter mit seinem Wert von jeweils Einzelspur (links) 0°04‘ und (rechts) 0°05‘Liegt satt im Bereich der erlaubten Vorspur seine Gesamtspur von 0°12' passt genauso wie Franz seine Werte mit (links): 0°06' und (rechts): 0°05' = Gesamtspur von 0°11'.
      6. Lasse ich aber eine Einzelspuhr von jeweils 0°10‘ und damit eine Gesamtspur von 0°20‘ einstellen liege ich außerhalb der Matra Vorgabe von „0 bis 2 mm Vorspur“
      7. Gesamtspur Matra Murena = Minimum: 0°00' bis Maximal 0°17'

      Habe ich richtig geschlussfolgert oder bin ich in die falsche Richtung gedriftet?

      Gruß Niels
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Niels“ ()

      Hallo Niels,
      Du bist ja im berechnen perfekt...
      Bei mir lag ja die Einzelspur + Gesamtspur im Minusbereich.
      Die Werte Links + rechts müssen im Plus Bereich sein, für die optimale Einstellung -
      auch die Gesamtspur , in Klammern ist die absolut perfekte Einstellung.

      Ich lag ja mit meinen Eingangswerten ja noch im Toleranzbereich ( Minus).
      Der MATRA fing da aber über 185 Kmh leicht zu schwimmen an, auf Dauer
      war das anstrengend - unter 180 merkte man nichts - normale Straßenlage.

      Liegt jetzt immer noch Top auf der Straße bei über 190.
      Grüße aus Hamburg
      Peter
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      • Protokoll Matra.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Niels,

      prinzipiell liegst Du richtig und man kann mit solchen Tabellen arbeiten. Man kann es aber auch direkt rechnen.

      2 mm an 14 Zoll sind
      inv tan (2 mm / (14 Zoll * 25,4 mm/Zoll)) = 0,3222° bzw. 0° 19' 20 '' wenn man mit Grad, Minuten und Sekunden hantieren will

      Die Hälfte davon für eine Seite ist dann 0,1611° bzw. 0° 9' 40''

      Und Deine 0° 17 ' geteilt durch 2 sind 0° 8' 30'' weil es in dieser Darstellung keine Dezimalzahlen gibt. (17 / 2 = 8 Rest 1 und der Rest 1 geteilt durch 2 ergibt die 30 '')

      Das ist aber alles mehr oder weniger akademisch, weil wir ohnehin nicht so viel Messgenauigkeit haben.

      Meine obige überschlägige Rechung reicht für den Hausgebrauch allemal:
      1° an 14 Zoll sind 6,2 mm,
      2 mm also knapp ein Drittel Grad (präzise 0,3222°) und
      1 mm also knapp ein Sechstel Grad (präzise 0,1611°).

      Gruß Horst
      Hier nun wie oben schon angekündigt, mein damaliges Vermessungsprotokoll von ATU nachgereicht.

      Da es nur eine Vermessung ohne Einstellen war, was preislich deutliche günstiger war (20 € für Messen, 70 € für Einstellen) sind die Werte "vorher" und "nachher" identisch.

      Die Spur hatte ich im Vorfeld nach meiner oben beschriebenen Methode schon eingestellt und die Messung zeigt, dasss ich damit voll in der Toleranz lag.

      Die stark abweichenden Werte für Sturz und Nachlauf habe ich dann annschleißend anhand der Abweichungen aus dem Protokoll und mit dem Diagramm aus dem Werkstatthandbuch korrigiert.
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