Welches Motoröl für den 2.2S?

      Welches Motoröl für den 2.2S?

      Hi Matraisten!,

      Ich weiß das Öl Fragen immer eine richtige Diskussion entfachen können, muss aber trotzdem mal Öl wechseln bei meiner 2.2S Muräne.
      Da ich nachdem was man so liest doch anfälligen Motor (z.b einlaufende Nockenwelle) ein gutes Öl gönnen möchte und ich mir nicht sicher bin ob ein Standard 10W40 laut Handbuch ausreichend ist nun meine Frage:

      Gibt es ein Öl das Ihr mir empfehlen könnt?

      Vorab schon mal vielen Dank für die Antwort
      Information
      ja, das 5W/40 Synthetik habe ich seit Anfang (1982) drin.. so gekauft. (Neuwagen 180 KM, bezw. Vorführwagen)
      Von Talbot MATRA so empfohlen...

      Wenn vorher Mineral Öl drinne war, je nachdem wie lange, dann bei Mineral Öl bleiben,
      da sich bestimmt Ablagerungen speziell in den heißen Zonen gebildet hat (Speziell Kolbenringe).


      Die Motorlaufzeit wird aber geringer sein, da die Schmierung mit Mineral Öl nicht über den
      Wechselintervall konstant ist, wie bei Synthetik Öl und auch somit mehr Verschleiß an
      den drehenden Teilen, speziell Kaltstart.

      Ein absolut wesentlicher Punkt bei Synthetik Öl ist:
      der Schmierfilm reißt auch bei höherer Belastung und hohen Temperaturen nicht ab.

      Nicht von mir, sondern aus einem Testbericht, kann ich Dir mailen.

      Laut Unterlagen besteht das 0W Öl aus Synthese + Hydrocrackölen
      mit hohen Viskositätsindex und geringen Verdampfungsverlust,
      folge Benzineinsparungen bis 6%, ob eine Verwendung möglich ist muss in Einzelfall geprüft werden,
      so der Text. ( Ein sogenanntes Leichtlauf Öl)
      Kann dir den Volltext mailen.

      Der Matra Motor war von Haus aus mit Voll Synthetik ausgeliefert, so mein MATR Händler damals 1982..

      Deine Frage, ist 0W Öl besser als 5W/40, kann ich nicht beurteilen, hat einfach andere Eigenschaften..

      Denke einen MATRA Fan, welcher wenig fährt kann es egal sein, außer er möchte den Motor über
      350 000 Km bei gemäßigter Fahrt bringen, also keine Probleme (Kosten) mit einem neuen Motor,
      dann sollte der Motor aber von Anfang an 5W/40 Synthetik drinne haben.

      Grüße aus Hamburg
      Peter

      Noch einige Daten:
      bei 64 000 km wurde der Motor eingebaut (neu),
      davor waren es Wartungsfehler Ventil (Werkstatt) und eine gebrauchte Krücke (Kulanz Werkstatt)

      bei 330 000 km überholt (Kolben neu, Pleuellager + Kurbelwelle null Verschleiß, Lagerschalenabmessungen gleich)
      Der Motor wurde sehr stark gefordert, High Speed- bis zuletzt max. Speed 200 kmh...
      absolut kein Leistungsverlust bis zur letzten Puste (Kolbenkipper).

      aktuell 520 000 km (Motor 180 000 km) ist wie immer - voll da - max. Power. Wird aber jetzt nicht mehr im
      maximalen Dauertempo bewegt, hält dadurch natürlich wesentlich länger...
      ...mit normalen Öl 10W40 wäre die Laufzeit schon fast wieder am Ende...
      er fährt sich aber immer noch wie ein neuer, kein Geräusche , Ölverbrauch auf
      1 400km 0,4 Liter ( Autobahn Langstrecke).

      etwas lang geworden !!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Leute,
      auf das zitierte Foto von "Kolbenfresser" stellt sich mir die Frage, warum sich Ablagerungen am Ventilsitz anhand der verwendeten Ölsorte wiederspiegeln? Logisch ist, wie Maracat es beschreibt, das vollsynthetisches Öl einen älteren Motor nicht unbedingt gefallen muss. Aber ist es nicht die Aufgabe einer Ventilschaftdichtung Motoröl vom Brennraum an den Ventilschäften fern zu halten?
      Liebe Grüße aus Oberfranken.
      Ich sehe das so, ist ein wenig Risiko - wie pokern...

      Fakt 1: Die Schmierung ist 100 Pro besser als normales Öl, in allen Bereichen, aber
      alle Ablagerungen werden mit der Zeit gelöst und landen im Öl Filter, soweit OK.

      Die Ablagerungen an den heißen Gegenden sind dagegen bestimmt schon hart geworden
      (Kolben Abdichtung + Kolbenringe - Öl Kohle), da wage ich keine Prognose.
      Ich persönlich würde es nicht machen, außer der Motor hat um die 50 000km max.

      Frage mal bei den Öl Firmen mit einer MAIL an, habe das schon mal wegen etwas anderes gemacht,
      es kommen kompetente Antworten.

      Grüße aus Hamburg
      Peter
      hört sich schon gut an, wie sieht denn der Kopf aus, Anhang, aber ich denke
      wenn der Motor zerlegt war, vor 5000km, ist er auch inspiziert
      und gereinigt worden.

      So wie Du es schilderst hätte ich auch keine Probleme damit
      auf Synthetik Öl umzusteigen.

      Peter
      Bilder
      • MATRA Zyl Kopf Syntetik Oil-1.jpg

        624,61 kB, 3.584×2.016, 82 mal angesehen
      • MATRA Zyl kopf , normales Oil.jpg

        146,52 kB, 1.298×639, 82 mal angesehen
      Da siehst du nicht viel, vom Einfülldeckel,
      an meinem MATRA, Ölwechsel etwa alle 2 Jahre oder ca. 9000km, was zuerst kommt.
      Wird aber auch regelmäßig gefahren.
      Der Motor hat 188 400 km seit der letzten totalen Grundüberholung.
      Peter

      Der Ölfilterwechsel laut Buch alle 15 000km, wird aber auch alle 2 Jahre
      oder nach 9000 km gewechselt.
      Habe da noch etwas vergessen, das Ventilspiel wird auch in diesem Rhythmus kontrolliert,
      damit muss dann der Deckel dann ab, davon ist das Bild.
      Information

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Diskussionen um Motoröl sind immer ein sehr heikles Feld ...

      Meiner Erfahrung nach ist man sehr gut beraten, sich an die Herstellervorgaben und zeitgenössische Spezifikationen zu halten - und auch das Nutzungsszenario zu berücksichtigen. Sämtliche französische Boliden der 80er, die ich in den letzten 20 jahren so beschraubt habe, hatten da ganz ähnliche Werksvorgaben:

      10W40 bei ganzjährigem Betrieb inkl. kalte Länder, Nutzung unter 0°C
      15W40 für gemischten, normalen Betrieb
      15W50 oder 20W50 für forcierte Fahrweise oder heisse Länder.

      Anhand dieser Vorgaben zeigt sich schon deutlich, dass der Umstieg auf ein 5W-Öl eher in die falsche Richtung geht ... es sei denn, man will einen Oldtimer eher nur im Winter fahren.

      5W40 fahr ich gemäß Werksvorgabe in den Euro-3/Euro-4-EW-Motoren von Peugeot - die brauchen das aufgrund der verbauten (und extrem pienzigen) Hydrostössel und des Phasenstellers der Einlassnockenwelle. Nebenbei bemerkt: hier hat nur das Total 9000 5W40 eine PSA-Freigabe - nicht aber das 9000 Energy!

      Schon in die XU-Maschinen meiner 205 GTI kommt ein 5W40 definitiv nicht rein, da vertrau ich ganz klassisch auf Shell Helix in 10W40 im Winterbetrieb oder 15W40 bei reinem Sommerbetrieb. Dasselbe gilt für meine Bagheeras - da kommt Helix 15W40 rein und sonst nix.

      Bei selten genutzten Vergasermotoren darf man die Ölverdünnung durch eingetragenen Sprit nicht vernachlässigen - dünner wird so ein Öl dadurch so oder so. Und es gilt: eher einmal mehr als einmal zuwenig das Öl wechseln.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Ich möchte mich in diese Glaubensfrage nur bedingt einmischen, denke jedoch, dass die Viskosität nicht das eigentliche Ding ist, sondern die heutigen Additive, welche eine stark reinigende Wirkung haben.
      Haben wir es mit einem Motor zu tun, der reichliche Ablagerungen hat und lösen sich diese dann würden wir beim Menschen von einer Thrombose sprechen.

      Folgende Links halte ich darum für recht lesenswert Liqui Moly (hier den Link Ölwegweiser drücken) und den Artikel der Oldtimer Markt.

      Unabhängig dessen war meine Erfahrung beim 1,6er (Korkdichtung der Ölwanne) mit zu dünnen Öl nicht so toll, der Motor mutierte zur Ölsardine.
      Von daher kann ich Kris da nur beipflichten. Wobei die 1,6er von der Konstruktion her ja noch antiker als die Chryslermotoren sind.

      Alles Gute

      Michael
      Information
      Hallo Michael,
      Thrombose ist gut, das betrifft dann einen älteren Motor, welcher umgestellt wird. Stimme ich zu...

      Mein Murena hat nun über 520 000km, aber der Motor ist noch im guten Alter (180 000), da braucht man
      absolut keine Rücksicht nehmen, steht voll im Saft und auch kein Stehfahrzeig.

      Ein Oldtimer, welcher nur sporadisch gefahren wird, muss auch öfter einen Ölwechsel bekommen,
      da das totale Durchwärmen nicht mehr stattfindet, da kann ich Dir und Kris zustimmen. (min. 200-400km am Stück)

      Habe in meinem Beitrag nur Auszüge von einem Fachblatt (Fachleute) gemacht, (Vor + Nachteile) bin
      da auch Laie, außer ich sehe die Auswirkungen an meinem Motor (nur positiv bestätigt) und
      habe Info`s von meiner alten Werkstatt geholt aktuell (macht aber keine Matra Wartung mehr).

      Mir ist es auch egal was jeder mit seinem Motor (Öl) macht und gebe nur meine Erfahrungen weiter,
      wenn danach gefragt wird...

      Meine langjährigen Erfahrungen in Flugmotoren (Stern, Turbo Prop und Jet) fließen in der Beurteilung natürlich
      auch mit ein... diese werden dann tunlichst nach einer festen Laufzeit gewechselt und nicht
      bis zum Ende am laufen gehalten...

      Grüße aus Hamburg
      Peter

      P.S. Es gibt da sehr gute Beiträge zu diesem Thema von den Benzin / Öl Firmen im Netz und Auto Club...AD....,
      absolut kompetent und AKTUELL...
      ...ein Teilauszug im Beitrag...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Ich möchte doch noch einige Gedanken dazu schreiben.
      1. Das 20/W30 oder 40 ist soweit OK, die ganze Crux sind die den Ablagerungen in den Kolbenringen,
      da kann soviel Öl gewechselt werden wie wild, das ist später das AUS für den Motor.
      2. Die Ablagerungen im restlichen Motor sind nicht so wild, wenn sie nicht hart werden und
      vom Öl gelöst werden.

      Deshalb absolut kein Wechsel auf Synthetik Öl nach längerer Laufzeit.
      außer man zerlegt nach kurzer Zeit den Motor und wechselt die Kolbenringe, ist aber auch nicht
      unbedingt das gelbe vom Ei. Die Gleitlager (Kurbelwelle /Pleuellager/Kolben/Nockenwelle) haben da
      schon einen höheren Verschleiß gehabt, ebenso die Zylinderlauffläche.
      Nach kurzer Laufzeit könnte es noch klappen, wie beim " MittelMotorRocker"
      Am Kopf kann man dann schon sehen, wie der Zustand der Ablagerung ist.

      Eine absolute Laufzeitverlängerung aber ist Synthetik Öl, um die 20-30%, von Anfang an,
      eine Drehzahl Reduzierung (Kolbengeschwindigkeit) über 30-50%, siehe Taxendiesel.
      (laufen locker über 400 000km mit einem Motor)
      Keine Kurzstrecken auch noch etwas.

      Die Synthetik Öl Kosten sind doppelt so hoch wie bei normalen Öl, das ist auch meistens der Grund
      dafür, das der Wechsel zu normalen HD stattfindet, aber zu kurzsichtig.

      Zwingend wird das Synthetik Öl bei modernen Motoren mit Hydrostößel +Turbo.(kleine Bohrungen)
      Das sind aber auch hochdrehende Motoren mit Freigabe vom Werk, ergo funktioniert.
      Der MATRA ist mit über 6000 Umdrehungen auch ziemlich hochdrehend, da kommt
      die Schmierung schon ziemlich ins schleudern, ( Kolben/Zylinder) mit HD Öl.

      Hat man einen gebrauchten Wagen gekauft, geht kein Weg daran vorbei, bei den gefahrenen Öl zu bleiben.

      Fazit:
      jeder kann machen was er will, auch wenn der Hersteller TOP Öle ab Werk einfüllt (z.B. MATRA)
      nach der Garantie übernimmt aber der Halter die Wahl ...
      Nur wenn dieser Motor in der Kulanz Zeit einen Mangel hat und es wurde später normales HD Öl statt
      vorgeschriebenes, z.B. Synthetik Öl eingefüllt, ist die Kulanz weg. Voll berechtigt..

      Ein kleiner Ausflug, trete keinen zu Nahe oder möchte etwas vorschreiben,
      es sind die Fakten...

      Peter




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      Meine Murene hat erst immer shell 10-30 bekommen, dann über lange Zeit das Total 5-40 9000 war mit das beste. Nun bekommt er Helix 10-60 (Ferrari) da günstig geschossen. Danach wohl Castrol edge Titanium, ist zur Zeit wohl das beste Öl, da doppelte Ölfilmdicke.
      Beim Rancho, Gott hab ihn seelig, der hatte Ölverkrustungen der übelsten Sorte, sah nach etlichen 1000 km nach Synthetiköl wieder aus wie neu. Keine Probleme, alle 5000 gewechselt incl. Filter und gut ist. Ich habe ihn mit 280.000 abgegeben, Motor lief immer noch wie am Schnürchen. Also nicht so eine Angst haben!
      Information