Tieferlegung

      Tieferlegung

      Möchte meinen Murena etwas tiefer legen.
      Seltsamerweise ist der Verstellbereich nur auf einer Seite ausreichend. Jetzt hab ich versucht den Hebel von der Verzahnung zu lösen um die Höhe dort um einen Zahn zu reduzieren. Bekomme den Hebel nicht vom Drehstab herunter.
      Wie muss ich vorgehen?
      Information
      Hallo Egon,

      habe meinen ja seit 1984 vorn tiefer gelegt und gleichzeitig
      einstellbare Dämpfer. (Richtung härter eingestellt)
      Aktuell sind bei mir 2,3 cm Luft zwischen Rad + Kotflügel.
      Tiefer geht nicht, da der Reifen am Kotflügel schleift bei 3 Personen,
      volles Gepäck und etwas Gewicht (ca. 40kg) im Winter bei
      Vollausschlag und vielleicht mal ein Kantstein.
      Die Mutter links ist da gerade noch OK, ein Gewindegang ist zu sehen.

      Peter

      PS. habe aktuell noch ein Surfcontainer auf dem Dach, etwa 40kg (incl. Inhalt)
      davon etwa 20kg vorn und 20kg hinten, nur der Vollständigkeit halber. (2,3cm Luft)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Peter,
      hast Du die Frage von Egon eigentlich richtig gelesen?
      Oder hast Du nur irgendetwas zum Thema gepostet, nur um etwas zu posten?
      Es geht darum, wie der Hebel vom Drehstab gelöst wird!

      Hallo Egon,
      beim Murena habe ich den noch nicht demontiert. Bei einem Rancho ließ er sich gar von Hand (!) abziehen.
      Aber egal, einfach die für so etwas üblichen Methoden:
      • Caramba,
      • Hebel, also das äußere Teil der Verbindung, mit der Lötlampe erwärmen, damit es sich ausdehnt,
      • sanfte bis größere Gewalt in Form herzhafter Hammerschläge (Hammer, nicht Hämmerchen)
      • Abzieher falls vorhanden und ansetzbar.
      Viel Erfolg

      Gruß Horst
      Eine unwissende Frage, ist der Drehstab nicht auch bei entlasteter Achse noch vorgespannt?

      Ich kenne es von Jaguar E-Type so, dass ein Spezialwerkzeug eingesetzt werden muss, welches den Drehstab an der Verzahnung fasst und unter (einstellbarer) Vorspannung hält, wenn man da etwas demontieren will (oder eine Zahn weiter setzen).Ohne dieses Werkzeug machts beim Lösen einmal *pammm* und man hat keine Chance das ganze wieder zusammen zu bekommen, außer als extremen Lowrider ....
      Beim Bagheera (vielleicht isses beim Murena ja ähnlich) sitzt der Hebel auf einer Art Buchse - die ist aussen zum Hebel hin feinverzahnt und innen zum Drehstab hin mit 6-Kant-Aufnahme versehen.
      Den 6-Kant in Relation zum Drehstab zu versetzen bringt halt brutale Änderungen von jeweils 60° ... aber den Hebel kann man mit etwas Aufwand von der Buchse abziehen und über die Feinverzahnung versetzt wieder aufbringen.

      Wenn in der Vergangenheit niemand an der Fügung Buchse:Hebel gespielt hat, dann gibt es letztlich nur 2x Gründe, warum die Geometrie spinnt:

      1) Der Drehstab wurde mal verkehrt herum (Verdrehrichtung gegensätzlich zur ursprünglichen) eingebaut ... das hat zur Folge, dass er über die Zeit eine gegenläufige plastische Drehung bekommen hat. Das merkt man am ehesten noch daran, dass sich die Grundeinstellung Fahrwerkshöhe stetig schleichend verändert.

      2) Der Drehstab ist erlahmt. Auch das kommt schonmal vor. Federstahl ist nicht unendlich haltbar, er verliert mit der Zeit seine Spannung.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Information

      BJJ schrieb:

      Eine unwissende Frage, ist der Drehstab nicht auch bei entlasteter Achse noch vorgespannt?
      ...

      Die Antwort ist ein eindeutiges Jein.

      Wenn der Wagen nur hochgehoben ist, halten der Stoßdämper und der Querstabilisator noch den Querlenker, so dass noch Spannung auf dem Drehstab ist.
      Also: Querstabi ab, Querlenker abstützen, Stoßdämpfer weg, Querlenker absenken bzw. entlasten.

      Dann ist der Drehstab spannungsfrei.

      Vorher auch auf keinen Fall die Einstellschraube ganz lösen!

      Kris schrieb:

      ...
      Wenn in der Vergangenheit niemand an der Fügung Buchse:Hebel gespielt hat, dann gibt es letztlich nur 2x Gründe, warum die Geometrie spinnt:
      ...

      Ich vermute mal folgende ganz einfach Erklärung:
      Der Sechskant am einen Ende und der Vielzahn am andere Ende haben (ab Herstellung) keine feste Relation zueinander. Der Vielzahn ist einfach irgendwie auf dem Drehstab angebracht. Das führt dann dazu, dass der Hebel um bis zu +/- 1/2 Zahn anders sitzen kann. Der Hebel wird einfach in der am besten passenden Position aufgesetzt und den Rest macht dann die Einstellschraube.
      Auch wenn ich den folgenden Text persönlich per Mail von Peter bekommen habe, erlaube ich mir diesen hier einzustellen.
      Schließlich ist der Sinn und Zweck eines Forums die öffentliche Diskussion.
      Hallo MM16_Franken,

      „Peter Georgi“ hat Ihnen auf der Website „MatraForum.de“ folgende Nachricht gesandt:
      Hallo Horst,
      habe extra nichts dazu geschrieben wie man den Drehstab zerlegt.
      Sollte nur von Profis gemacht werden, Fahrwerk - da kommt bei mir der Prüfer ( Flugzeuge) durch,
      deswegen habe ich das mit den Sandsäcken geschrieben, hat bei mir funktioniert,
      danach war die Achse vorn wie ich sie wollte.

      Hardcore Schrauber machen auch das, sind schon fast Profis... mit Fachwissen...
      Ich zähle mich nicht dazu.

      Peter

      Ohne weitere Wertung meinerseits, möge jeder aus diesen Ausführung rauslesen, was er mag.
      Information
      Warum es links rechts unterschiedlich ist weis ich nicht. Vermute aber, das bei der Montage die Frühstückspause dazwischen gekommen ist und so der Hebel auf der einen Seite um einen Zahn verrutscht ist. Bei normaler Höhe ist das ja durch die Einstellmutter problemlos einzustellen. Aber ich möchte nun 2-3cm runter.
      Wenn man den Hebel der auf dem Drehstab sitzt mit einem Getriebeheber abstützt, kann man die Mutter ganz lösen und den Drehstab komplett entlasten. Es ist nicht sehr viel Vorspannung drauf. wenn das Gewinde 1-2 cm länger wäre, könnte man die Mutter einfach abschrauben.
      Soweit so gut, habe ich die Verstelllmutter schon komplett abgeschraubt und den Drehstab entlastet.
      Die Methode Hammer/ Hebel (sanfte bis größere Gewalt) hab ich schon probiert, aber eben Angst gehabt etwas zu beschädigen.
      Sitzt bombenfest das Ding.
      Muss mal einen Abzieher besorgen und heiss machen.
      Eventuell geht es damit.

      MM16_Franken schrieb:


      Ich vermute mal folgende ganz einfach Erklärung:
      Der Sechskant am einen Ende und der Vielzahn am andere Ende haben (ab Herstellung) keine feste Relation zueinander.


      Ich hab ehrlich gesagt nicht darauf geachtet bisher. Aber immerhin gibt es für die Einbaustellung der Hebel ja eine ganz bestimmte Grundgeometrie einzuhalten - welche auch in den Rep-Anleitungen mit Bemaßungen (Werksanleitung Bagheera, Kapitel G1/V, Seite 2, Fig. 4 bzw. Bucheli 474/475, Seite 93, Bild 186) aufgeführt ist.

      Insofern vermute ich schon, dass es sehr wohl eine genaue Anordnung der Hebel in Relation zum Sechskant gibt.
      the 3 things you can't fake in life: creativity. competence. erections.
      Ok Kris,

      Deine Darstellung hat auch etwas.

      Einigen wir uns darauf, dass wir beide vermuten und dass es insgesamt in dem ganzen System irgendwelche Toleranzen gibt, weshalb die beiden Hebel etwas unterschiedlich stehen.

      Und zum Ausgleich dieser Toleranzen sind diese Einstellschrauben ja auch da.
      Information
      Hallo Egon, ich nochmal...
      habe mir mal den Ausbau / Einbau / Einstellung des Drehstabs durchgelesen,
      kann ich dir mailen - mit Bildern - falls du die Anleitung nicht hast.
      Peter

      PS. es sind fünf Seiten und danach sollte alles ohne Probleme gehen, siehe selbst.

      Auszug Text.
      Grob gesagt muss der Einstellhebel mit Verankerungsnabe (Sechskant Drehstab) ab, dann bleibt der
      Drehstab drin und man kann draußen an der Werkbank dann den Hebel um ein Zahn, was auch immer, versetzen.

      Eventuell den Sechskant mit WD40 fluten und längere Zeit einwirken lassen...

      Noch eine Info:
      (Spezialwerkzeug zum spannen vor dem Lösen der Einstellmutter) vielleicht geht es auch anders.....


      hatte am Anfang auch mal das Spiel Reifen - Kotflügel unter 2cm, mit neuen Reifen (Winter) ,
      da schliff der Reifen bei Vollauschlag manchmal, mit der jetzigen Einstellung (2,3cm) nicht mehr...


      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Egon schrieb:

      ...
      Schein ja nur mit dem Sechskant im Querlenker zu stecken.
      Auf der Werkbank wird sich das sicher leichter trennen lassen.

      Ob das so zielführend und effektiv ist?

      "Vielzahn im Hebel" und "Sechskant im Querlenker" sind beides "nur" Steckverbindungen.

      Da kann eine so fest wie die andere sein. Also möglicherweise ist der Sechskant genauso fest und der Gesamtaufwand deutlich höher.

      Noch mal zu den beherzten Schlägen: Es gibt auch Hämmer jenseits von 300 g. Ich habe dabei sogar die Ausführung mit "einstellbarer Wucht" (Je weiter man ausholt, desto stärker der Schlag.).
      Information