(fast) kein Starten möglich

      (fast) kein Starten möglich

      Hallo zusammen,

      mein Murena 1.6 macht seit einiger Zeit große Probleme beim Anlassen...folgende Rahmenbedingungen
      Fahrzeug steht immer trocken in der Garage
      Batterie ist noch recht neu und voll geladen
      Anlasser dreht gefühlt "normal" schnell
      Sprit scheint unverbrannt aus dem Auspuff zu kommen
      Startvorgang ohne Gas - mit und ohne Choke
      Orgele die Batterie fast leer; danach weiter mit Starthilfe

      Irgendwann bekomme ich ihn dann doch zum Laufen. Meist warte ich ein paar Minuten, bis die Zündkerzen wieder trocknen.
      Zündkerzen, Kabel und Verteiler habe ich erneuert, bzw. sind noch recht neu.

      Komisch ist, dass wenn er läuft, rennt er perfekt. Läuft rund, dreht schön, Leerlauf ohne Schwankungen.
      Im warmen Zustand springt er halbwegs o.k. an. Nach 1, 2 Tagen das gleiche Spiel....
      Früher ist er beim ersten Dreh sofort angesprungen, auch nach 3 Monaten Pause.

      Hat jemand ein Tipp? Vielleicht die Zündspule?

      Danke
      Matthias
      Information
      Hi Mathias,

      Fehler bei Zündspulen treten meist (= es wird auch Ausnahmen geben) erst dann auf, wenn die Spule im Betrieb warm wird. Wenn, dann treten interne Nebenschlüsse erst dann in der Spule auf. Bei einer Zündspule mit "Macke" würde ich eher das Umgekehrte erwarten, guter Start und Probleme sobald der Motor und die Spule warm geworden sind.

      Wenn ich mich nicht vertue, hat der 1,6 Murena elektronische Zündung? Möglicherweise liegt da ein schlechter Kontakt zu +12V vor, so dass die Primärwicklung der Zündspule nicht die vollen 12V abbekommt. Bei einem Fahrzeug ohne elektronischer Zündung würde ich noch Zündschalter und Leitung vom Zündschalter zur Klemme 15 der Zündspule verdächtigen, wegen Spannungsabfalls bei schlechten Kontakten.

      Wenn ich mich weiterhin nicht vertue, hat Dein Wagen Weber Vergaser? Mit Weber Fallstromvergasern kenne ich mich einigermaßen aus, so dass ich immer mehr oder weniger sorgenvoll die Schwimmernadelventile begutachte. Wenn das undicht ist, läuft bei den Fallstromvergasern wegen überlaufender Schwimmerkammer der Sprit direkt in den Motor und ersäuft ihn logischerweise. Wenn der Motor läuft ist demgegenüber ein etwas undichtes Schwimmernadelventil meist "unauffällig".

      Vielleicht fällt Anderen etwas Besseres ein,

      beste Grüße und viel Erfolg bei der Fehlersuche,
      Bernhard
      Nach der Beschreibung bekommt er genug (zu viel?) Sprit und wahrscheinlich keine Zündung.

      Daher:

      Wenn Kerzen, Kabel und Verteiler erneuert, bleiben nur noch Zündspule und Zündsteuergerät in Frage.

      Zum Testen: Zündkabel (mit isolierter Zange für die Feiglinge) auf einige mm Abstand zur Masse halten, Helfer dreht den Anlasser. Funke muss überspringen. Falls nicht weiter mit der Fehlersuche an der Zündung und hier eben Zündspule und Zündsteuergerät.

      Sollte die Zündung in Ordnung sein, dann kann er auch mit zu viel Sprit abgesoffen sein.

      matflix schrieb:


      Bernhard, wie kann ich die Dichtigkeit (Schmwimmernadeln) prüfen?


      Meine alten Kisten (außer dem Bagheera) haben allesamt elektrische Benzinpumpen, da ist es relativ einfach, nämlich zunächst Sicherung der Zündung ziehen, dann Zündschlüssel auf "Fahrt", so dass die Pumpe läuft, und dann entweder die high-tech Lösung, oder die grobe Lösung. "High-tech" bedeutet das Benzinniveau in der Schwimmerkammer bei laufender (elektrischer) Benzinpumpe zu beobachten bzw. zu messen (darf auch nach ein paar Minuten nicht über das spezifizierte Niveau steigen). Die Lösung für Grobies ist einfach dem Vergaser bei laufender elektrischer Benzinpumpe in den Schlund schauen (ohne Gauloise im Mundwinkel); denn bei undichtem Ventil läufts da dann bald sichtbar in den Ansaugkrümmer und weiter in den Zylinderkopf.

      Wenn der Murena, so wie der Bagheera, eine mechanische Benzinpumpe hat, muss man sich etwas überlegen. Ich würde wohl eine bei mir ohnehin herumliegende elektrische Benzinpumpe mit ca. 0,3 bar Förderdruck behelfsmäßig anschließen und dann siehe oben.

      Eine andere Lösung ist die Vergaser einfach vorsorglich zu überholen, in den Dichtsätzen für Webers ist immer das Schwimmernadelventil enthalten, aber separat gibts das natürlich auch. Falls eine Vergaserreinigung/-überholung schon viele Jahre her ist, kann das ohnehin Sinn machen, da man dabei dann auch alle Düsen demontiert und reinigt. Nicht selten läuft der Wagen dann schon mit der Grundeinstellung bemerkenswert gut.

      Beste Grüße,
      Bernhard
      Es ist der Vergaser.

      Zündspule und Zündsteuergerät können es nicht sein. Die Suche dort kannste dir schenken.

      Entweder bekommt der zu wenig Sprit. Dies deutet darauf hin, dass du nach wenigen Tagen Standzeit lange orgeln musst.

      Oder er bekommt zu viel Sprit. Dies deutet wiederum daraufhin, dass er unverbrannten Sprit aus dem Auspuff lässt.

      Bau mal den Schwimmer aus und schau ob der hängt oder das Nadelventil. Im schlimmsten Fall ist der Schwimmer selbst mit Sprit gefüllt. Hatte ich auch schon gesehen.

      Welche Zündkerzen haste drin? Alles außer Champion N7Y ist Mist. Auch wenn jetzt wieder einige "Kenner" krakelen.

      Es kann natürlich auch noch der Zündzeitpunkt sein. Evtl. hat sich dein Verteiler etwas verstellt. Kannste leicht testen. Öffne die Verteilerbefestigung (14er Gabelschlüssel) und dreh den einfach mal nen Millimeter nach links und schau ob er besser anspringt. Wenn nicht, das ganze dann um 2 Millimeter nach rechts. Wenn sich auch hier nichts verbessert, dann wieder auf alte Position zurück und den Vergaser unter die Lupe nehmen. Selbstverständlich musste den Verteiler nach jeder Verstellung wieder leicht befestigen, sonst wirds wirklich lustig.

      Falls du hier nicht weiter kommst kannste dich gerne bei mir melden

      Gruß
      Marcel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Matracat“ ()

      Hallo Matthias,
      was hast du alles gemacht vor dem schlechten Anspringen...

      Da der Motor ja läuft, deuten alle Symptome auf Vergaser.

      Standart Frage, hast du etwas an dem Leerlaufgemisch gemacht?
      Wenn er fast normal läuft - wenn er dann läuft - sieht es so aus... Ist das Leerlaufgemisch OK?

      Kann nur bei WARMEN Motor perfekt eingestellt werden....Ist der Motor kalt, wird der Shoke genommen zum Starten um ein zündfähiges Gemisch zu bekommen.
      Stellt man das Gemisch bei einem kalten Motor ein so ist es immer zu reich.
      Damit kommt man nicht weit...
      Ist der Motor warm , ca. 80° C Öltemperatur (ca.15km) sollte dann das Leerlaufgemisch genau eingestellt werden.

      Der Schwimmerstand kommt natürlich auch zum tragen, aber wenn er anspringt und dann normal
      läuft dann tritt das etwas in den Hintergrund.
      Wechsel mal die nassen Zündkerzen gegen NEUE aus.

      Gib mal mehr Infos..
      Wie läuft der Matra, wenn er dann angesprungen ist

      Berichte mal

      Peter

      PS: beim Murena 2,2 kalt gebe ich immer ETWAS Gas (Incl. Shoke)
      Bei Motor Warm auch, damit wird das Gemisch etwas ärmer bei STARTEN (absolut kein Shoke)
      Eine Umdrehung und er ist da, KALT oder WARM...

      Beim warmen Motor absolut nicht pumpen mit dem Gaspedal, da wird das Gemisch vieeeeel zu reich
      und der Motor muss mit dem Starter erst wieder gedreht werden bis das Gemisch wieder
      zündfähig ist.... dauert dann etwas....

      Zu den Anhängen im Anhang, da kommt für dich Punkt 4 bis 8 in Betracht, viel Erfolg...
      Information

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hi Jungs,

      danke nochmals für eure Unterstzung.
      Ich werde mich morgen an den Vergaser machen und mal schauen ob ich was feststellen kann. Schreibe dann was ich finde...

      Peter, zu deinen Fragen:
      Was ich gemacht habe vor dem schlechten Anspringen? Gut Frage, eigentlich nichts besonderes:
      Ich habe den Matra im Herbst 2018 aus der Garage ins Freie unter den Carport geparkt. Dort stand er vielleicht 4 Wochen? Von da an wars wie Tag und Nacht.
      Erst dachte ich es liegt an der feucht kalten Luft. Aber es hat sich auch nach Garagenaufenthalt nichts geändert.
      Starten mit sämtlichen Choke-Stellungen mit und ohne Gas habe ich alles probiert... Die einzige Möglichkeit ihn zum Starten zu überreden ist orgeln, orgeln, orgeln ohne Gas. Dann einige Minuten warten und je nach Kälte mit viel/ wenig/ gar kein Choke ohne Gas starten. Sobald er angesprungen ist rubbelt der Motor kurz und hängt dann gut am Gas.
      Zur Fehlerbehebungsversuche hab ich
      ...Dichtheit Unterdruck gecheckt
      ...die Zündkerzen gewechselt (den Typ schau ich morgen auch mal nach)
      ...Z:Kabel-Kontakte gereinigt
      ...mit warmen Motor das Gemisch einstellen lassen (Werkstatt mit AU)
      ...neuen Sprit (100 Oktan) getankt
      ...70 km auf der Autobahn flott gefahren
      Verbesserung: Null und nix. Heute morgen hab ich ihn trotz aller Tricks und Kniffe und Starterpack nicht überreden können.
      Ausser Spritgestank war nichts zu holen.

      Seufz
      Hallo Matthias,

      besorge dir mal einen neuen Verteilerfinger und einen neuen Verteilerdeckel,
      Das sieht nach einem Haarriss (nicht sichtbar) im Verteilerdeckel aus oder dazu noch Feuchtigkeit in der
      Verbindung der 4 Kontakte in den Deckel, welche vom Finger angesteuert werden (innen).

      Wenn man den Verteilerdeckel super austrocknet (viel Wärme) könnte es wieder gehen, aber
      nur bis zur nächsten Kondenswasser Bildung.

      Ich habe immer einen nagelneuen Finger + Verteilerdeckel im MATRA Kofferraum.
      Der alte Deckel sah bei mir optisch super aus, alles saubergemacht - no Chance - wie bei dir.
      Lief wie HUND und sprang grottig schlecht an und lief nicht auf allen Zylindern
      Einen neuen Deckel drauf und der MATRA lief wieder wie er sollte..
      der Finger war es diesmal nicht - also Reserve...

      Der Matra hatte einige Zeit gestanden - wohl in der Werkstatt - trotzdem müllig angesprungen.
      Jetzt werfe ich mindestens den Verteiler Deckel alle 2 Jahre vor dem TÜV raus - und - springt immer super an.
      Natürlich auch immer die Kerzen raus und den Isolator sauber gemacht (2 Jahre).

      Die Kerzen selber halten natürlich länger, habe Spezial Kerzen ( kein NY..) aber dazu hier nichts
      im Forum...

      Probiere mal - vielleicht ist es das... war es das...
      Bei so einem Fehler ist immer etwas wie Lotterie
      - Vergaser (Einstellung, Verschmutzung) oder Zündung (Kabel, Feuchtigkeit, Verteilerdeckel teildefekt)

      Ich hoffe, das der Matra nun normal läuft, sonst geht es weiter Richtung Zündung (Hoch und Niederspannung)

      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Matthias,

      läuft er??? --- wenn nicht ;( dann wieder zurück zum Vergaser.
      -wann wurde zum letzten mal der Benzinfilter gewechselt?
      -sieht der Vergaser von außen trocken aus - kein Benzin.
      -klemm mal die Benzinleitung vom Tank zu der Benzinpumpe ab.
      -damit säuft der Vergaser nicht mehr ab.

      wie ist es jetzt?
      sollte er jetzt normal anspringen und etwas laufen bis das Benzin alle ist.
      Ist es jetzt so .... dann den Vergaser in einem Ultraschall Bad reinigen lassen
      und die Schwimmerfunktion überprüfen / Nadelventil .

      Peter
      Information
      Hallo Bernhard,

      das mit dem Vergaser in den Schlund schauen würde ich aber nur mit Schutzbrille etc machen.
      Wenn Du Pech hast, schlägt eine Zündung mal zurück und dann gibt es eine ganz beachtliche Stichflamme.
      Ich hatte das mal bei meinem Bagh. war ganz schön eindrucksvoll.
      Kommt zwar selten vor, aber wenn man so etwas einmal erlebt hat wird man vorsichtig ;)

      Aber zum Eigentlichen. Ich denke das mit zuwenig und zuviel Sprit tritt tatsächlich zeitversetzt auf.

      Nach längeren Stehen verdunstet der Sprit ganz gerne mal aus der Schwimmerkammer und dann geht die Orgelei los. Ich denke mal das kennen einige von Euch.
      Wenn nun endlich Sprit vorhanden ist, kann es dann tatsächlich vorkommen (Schwimmer / Schwimmernadelventil) dass der Motor absäuft.
      Daher denke ich, dass Marcel und Bernhard richtig liegen.

      Du könntest jedoch einmal eines versuchen:

      Choke raus, Gaspedal ganz durchdrücken und gedrückt lassen (nicht pumpen), dann 30 Sekunden orgeln damit Sprit in die Schwimmerkammer kommt.
      Dann Choke rein und kein Gas geben und versuchen zu starten (wieder nicht pumpen).

      Ggf. dazwischen 1x Gas voll durchtreten und wieder zurück und ein paar Sekunden warten (dadurch wird durch die Beschleunigerpumpe etwas Sprit in den Ansaugtrakt gepumpt und wirkt so ein wenig wie Startpilot).

      Aber Grundsätzlich denke ich auch, dass man den Vergaser näher auf den Zahn fühlen sollte.

      Alles Gute

      Michael

      Michael schrieb:

      Hallo Bernhard, das mit dem Vergaser in den Schlund schauen würde ich aber nur mit Schutzbrille etc machen.
      Wenn Du Pech hast, schlägt eine Zündung mal zurück und dann gibt es eine ganz beachtliche Stichflamme.
      Ich hatte das mal bei meinem Bagh. war ganz schön eindrucksvoll.
      Kommt zwar selten vor, aber wenn man so etwas einmal erlebt hat wird man vorsichtig ;)


      Da hast Du völlig recht, wenn der Motor läuft. Dann würde ich auch noch einen CO2 Löscher, einen Großen, daneben stehen haben wollen. Ich habe das auch einmal bei einem Miura eines Freundes erlebt, wo die Zündung nicht in Ordnung war, die Stichflamme war eindrucksvoll. Erstaunlich, dass der Wagen auf dem Weg zu mir nicht schon abgefackelt ist ....

      Deswegen ja auch meine Anmerkung, dass der erste Schritt das Ziehen der Sicherung für die Zündung umfasst. Falls durch ein Mißgeschick der Motor ungewollt angelassen wird. ;)

      Aber auch bei stillgelegter Zündung kann ein Anlassen übel werden, zumindest bei Motoren mit hoher Kompression. Nämlich wenn schon so viel Benzin in den Zylinder gelaufen ist, dass der Kolben im Verdichtungtakt geblockt wird.

      Wegen all dem habe ich vor Fallstromvergasern einen ziemlichen Respekt und prüfe lieber zweimal als einmal zu wenig.

      @Matracat : Ja, ein abgesoffener Schwimmer kann auch ein Überlaufen verursachen. Bei den Originalen Messing-Schwimmern aber wohl extrem selten, wenn nicht völlig grottig. Ich habe aber auch einmal ein Pinhole in einem Messingschwimmer gehabt, aber bei einem DCOE Querstromvergaser mit Doppelschwimmer. Da ists dann nicht ganz so schlimm, weil der 2. Schwimmkörper ja noch trägt.

      Beste Grüße, Bernhard
      Information

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      heute Abend habe ich einen erneut Startversuche wiederholt.
      Es ist schneinbar schlechter geworden. Batterie wird gestüzt, sonst sind nur begrenzt Anlassversuche möglich.
      Nach einem Tag Pause ersters Anlassen ohne Choke ohne Gas. Sofort, aber nur für eine halbe Sekunde, springt er an.
      Danach keine Chance mehr. Längere Orgelphasen, Pausen, erneuter Versuch.... nichts. Nicht im Ansatz.
      Test mit Orgeln und druchgetreten Gaspedal, anschließend ohne Gas mit Choke... bringt.... nichts.
      Nach 20 min probier ich den Tipp von Peter und klemm die Spritleitung ab. Ergebnis: Nach ein paar mal Anlassen springt er an.
      Ich geb einige Gasstöße und er läuft bis der Vergaser leer ist. Anschließend wieder angeklemmt. Springt nicht mehr an.
      Erneutes Abklemmen der Leitung bringt wieder den Erfolg. Diesmal lass ich ihn im Leerlauf weiterlaufen. Warte am Vergaser;
      direkt nach dem Ausgehen Leitung wieder ran und sofort Wiederstart: Läuft, bleibt an und fährt wie ein junger Wilder.

      Ergo muss es am Schwimmer, Schwimmernadel, etc. liegen was ihn zum Anlassabsaufen bringt.
      Mache den Vergaser auf. Evtl. sollte ich mir gleich einen überholten bei SImon kaufen!?


      Viele Grüße
      Matthias
      Hallo Matthias DU HAST ES GESCHAFFT und SELBST GEMACHT bravo....

      Ein TIP oben drauf, Schwimmernadelventil oder Schwimmer.
      einfach zu finden.
      Schwimmer:
      Schwimmt der Schwimmer - und ist beim schütteln nichts zu hören, so ist er OK.
      Das Schwimmer Nadelventil habe ich bei mir vorsorglich mal gewechselt, war eingelaufen aber noch OK.
      verbiege NICHTS am Schwimmer oder an der kleinen NASE welche das Schwimmerventil betätigt.
      Muss mal sehen - habe ja noch einen alten Vergaser und auch Bilder.
      Bilder kommen noch

      Wenn die Welle der ersten Stufe noch nicht übermäßig Spiel hat und der Vergaser nicht über 300 000km behalte ihn.
      Jetzt sieht man ja bei dir schon Licht im Dunkeln.
      Anbei mal den Dichtungssatz mit dem Ventil vom CIC, bei dir sieht es dann wohl ähnlich, aber etwas anders aus
      und ein Schnittbild vom CIC - ruf man unseren Händler an.
      Wie viel KM hat der Matra?

      Noch einmal Gratulation, das mit dem Benzinschlauch abklemmen habe ich
      schon an mehrere PKW gemacht - noch nie bei mir - aber wir kamen damit immer
      ohne was zu zerlegen dem Fehler auf der SPUR - super...

      Grüße von der Waaterkant
      Peter



      Matthias, habe mal bei dem 1,6er Matra nachgesehen.
      Der Vergaser ist komplett anders aufgebaut,
      die Schwimmernadel kann man einzeln wechseln, aber nicht wie beim 2,2 er.
      Habe die Beschreibung und Bilder zum Einstellen und überprüfen. 2 Seiten.
      Dazu schicke mir Deine Mailadresse, dann schiebe ich das rüber.
      Frage mal nach, ob man das Nadelventil bekommt plus Dichtungssatz für deinen Vergaser,
      sonst ist das für die Katz.


      Im Anhang mal was zu lesen
      Bilder
      • Fehlersuche MATRA.jpg

        242,98 kB, 530×724, 48 mal angesehen
      • Dichtungssatz mit Ventil.jpg

        76,63 kB, 550×445, 42 mal angesehen
      • 34CICa.gif

        104,15 kB, 750×327, 32 mal angesehen
      • Schwimmerventil CIC.jpg

        204,9 kB, 3.584×2.016, 42 mal angesehen
      • Vergaser CIC.jpg

        246,54 kB, 5.184×2.920, 76 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Boah Peter, Du hast Dich beruflich mit Sternmotoren befasst? Wahnsinn! Ich finde die sind das Geilste, was die Motorentechnik hervor gebracht hat. Aus der Zeit hast Du aber nicht den Test mit dem Spritleitung abziehen? ;)

      Gab auch mal einen 5-Zylinder Sternmotor in einem Motorrad, im Vorderrad eingebaut. Megola. Im Alltag etwas unpraktisch, weil ohne Kupplung. An einer roten Ampel muß man die aus machen und bei grün dann anschieben :D .

      Aber zum Thema, wenn ich das richtig sehe, ist das ein Solex Vergaser. Was bin ich froh, dass der Bagheera Weber hat. Die Solex sind ja nicht unbedingt für Qualität berühmt. Daher, wenn wirklich ein Ersatz angedacht ist, dann würde ich mal überlegen ob man nicht stattdessen Weber DCNF verbauen kann. Möglicherweise aber etwas aufwändiger, weil kein "plug and play", sondern mit weiteren Umbauten verbunden (Anschlüsse etc.).

      Beste Grüße,
      Bernhard
      Information
      Ja Bernhard,
      das sind auch für mich Kunstwerke.

      Davor war ich beim Bund und habe mich mit Hubschrauber Steuerung-
      Überholung + Einstellung - befasst.
      Die hatten wohl auch Sternmotore( Sikorsky) , aber das war für mich nicht so interessant.
      (3 Jahre Steuerung),
      dann kam die DC4 Zeit und die Flüge in die Welt.

      Die Doppelsternmotore waren schon Top (Einspritzvergaser) plus (2 Stufiger
      Lader DC6 + Abgas Turbolader DC7) -
      nur eins war doof -die hielten maximal 1200 -1400 Flugstunden.
      Es war deshalb für uns Techniker ein ewiges Motorenwechsel.
      Habe dann auf der DC 4 meine LBA Lizenz bei der Lufthansa gemacht -
      obwohl der Prüfer gleich sagte "bei ihm liegt schon alles sehr weit zurück
      " ich sollte also beim erzählen seine Erinnerungen auffrischen.....

      Zum Thema, die Solex finde ich auch nicht so bezaubernd, hatte an
      den Bagheera auch die 2 Weber Doppelvergaser - Kugellager / Null Probleme -
      wenn sie Top synchronisiert waren.
      Da ist SOLEX für mich wirklich ein Rückschritt.

      Was hast Du denn an Deinem Bagheera, einen Weber Doppelvergaser?
      Bei dem Hubraum von 1,6 bringt man mit 2 Weber Doppelvergaser den Motor
      Richtung Turbine (absolut drehfreudig).
      So etwas müsste es doch auf den Markt günstig geben, da die Bags auch
      sehr rostanfällig sind.

      Der S hat ja die Top Vergaser, aber umrüsten möchte ich nicht,
      meiner läuft locker echte 200, da zigmal aufgebohrt und der Kopf über 2mm abgeschliffen,
      also deutlich mehr als die originalen 115 PS.
      Eine S-Nockenwelle habe ich mal in Betracht gezogen - 210 wären da wohl drin gewesen -
      aber auch so ist der MATRA schnell genug.
      Etwas zu schnell, auf manchen Autobahn Strecken könnte ich den S-Heckspoiler gebrauchen bei 200,
      vorne absolut satt auf der Straße - also etwas vom Gas ....

      Der Test mit Abziehen der Benzin Leitung kommt vom VW Karman Gia S mit
      2 Solex Vergasern (1968-70), aber hat auch bei Kollegen (1980 und später)
      noch geholfen. Die Motoren drehten max. 4800 RPM ( Ventile mit Stoßstangen betätigt),
      dagegen ist der Matra 2,2 ja eine Turbine - 6500 RPM. (obenliegende N-Welle) aber heutzutage auch schon oll.
      Aber heute die Kurzhub Renn Motoren über 9000 RPM sind schon Top, aber für den Straßeneinsatzzu speziell.

      Viele Grüße aus Hamburg
      Peter

      Noch etwas:
      Der Bagheera 1 war für mich eigentlich 1976 DAS Top Auto,
      habe dafür meinen Top restaurierten R16 in Zahlung gegeben
      und einen roten BAG mit festen Bremsen (lange Standzeit) erstanden.

      Aber es war ein Traum als er lief, alles voll laut ( beim R16 war nichts zu hören + Automatik)
      super flach, 2 Doppelvergaser, für die Zeit damals ein super Design.
      Irgendwann einen AT Motor mit mehr Hubraum, der Vorbesitzer
      hat es mit dem Öl wohl nicht so genau genommen +
      gleich immer alle Gänge ausgedreht???? im kalten Zustand...
      Den würde ich heute noch haben, lief max 190 - das reicht + Lärm,
      aber der ROST an tragenden Teilen gab dann den Wechselpunkt.

      Dagegen war und ist der Murena 2,2 ja direkt leise,
      sofort den einzigen verfügbaren beim Händler gekauft.
      Für den Bag bekam ich noch über 1500 DM und für den Murena
      einen Abschlag über 4000 DM. Da musste ich aber auch sofort zuschlagen...
      hatte schon einen Porsche Targa im Angebot.

      Aber ein Bekannter hatte auch einen Porsche 6 Zylinder und mir von seinen typischen Problemen
      erzählt, da habe ich dann am MATRA festgehalten - das war mir dann doch zu nervig obwohl
      das Gerät fast 240 lief - und nicht bereut bis jetzt....



      Damit ihr nicht denkt, ich erzähle euch Geschichten vom Pferd -
      2 Bilder
      -Karman Gia in Rom am Strand unter dem Sonnenschutz ( in Rom war ich stationiert . DC4 ca.67-69)
      -Lehrgangsbild bei Pratt 1982 (Cincinati / Ohio), bin ganz links (4 Wochen A300 Triebwerk)


      Bilder
      • Pratt 1982 Cincinati Ohio.jpg

        333,77 kB, 3.008×2.440, 26 mal angesehen
      • Karmann.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 18 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      hallo Chris, schön von dir zu hören.
      Habe leider keinen Kompressionstester.
      Hatte mal gemessen vor dem planen des Kopfes
      als ich Temperatur Probleme in den Bergen hatte (Kopfdichtung)
      2016 in der Werkstatt, siehe Anhang - Motor kalt -
      jetzt müssten die Werte etwas höher sein.

      Die Zündung ist genau auf 12° vor OT eingestellt
      Gemisch im grünen Bereich (TÜV)
      Gemisch Schraube gerade soweit herausgedreht,
      dass der Motor gerade rund läuft + und dann noch 1/4 Umdrehung weiter.
      Leerlauf Motor warm ca. 900 Umdrehungen ( Matra Anzeige)

      Absolut kein klingeln beim voll beschleunigen aus dem Leerlauf.
      Keine Unterdruckabnahme für die Lampen und kein Unterdruckspeicher.
      Dauerhaft abgeklemmt - elektrische Unterdruckpumpe für die Lampen..

      Auch im kalten Zustand ohne Shoke absoluter Rundlauf vom Motor.
      Grüße aus Hamburg

      Peter
      Bilder
      • Test Resultat vor dem Kopf planen.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Peter Georgi schrieb:

      ...
      Zum Thema, die Solex finde ich auch nicht so bezaubernd, hatte an den Bagheera auch
      die 2 Weber Doppelvergaser - Kugellager / Null Probleme ...

      Was hast Du denn an Deinem Bagheera, einen Weber Doppelvergaser?
      Bei dem Hubraum von 1,6 bringt man mit 2 Weber Doppelvergaser den Motor Richtung Turbine (absolut drehfreudig).
      so etwas müsste es doch auf den Markt günstig geben, da die Bags auch sehr rostanfällig sind.
      ...
      Passt vom Bagheera 1 die Ansaugbrügge nicht mit den 2 Weber Doppelvergasern?
      Das wäre doch dann nicht so viel Arbeit...
      ...

      Da seid Ihr mit Fliegerei, Sternmotoren etc. mal wieder so richtig offtopic.

      Ich greife hier mal nur das Thema der 1 oder 2 Doppelvergaser auf den verschiedenen Simca-Motoren (1.3, 1.4 bzw. 1.5 und 1.6) auf, weil das hier immerhin noch für evtl. Umbauten von Interesse sein kann (und trotzdem genau genommen zu diesem Thread auch schon off topic ist).

      Die Ansaugbrücke für die 2 Doppelweber vom Bagheera muss auf den 1.6er passen, weil die Zylinderköpfe der 1.3, 1.5 und 1.6er Motoren weitestgehend identisch sind. Die Unterschiede betreffen die Ventile (ursprünglich beim 1.3er noch kleiner), die Ventilführungen und Schaftdichtungen. Die Bohrungen und Befestigungen zu Ansaugbrücke und Abgaskrümmer sind identisch. Auch hat der Kopf beim Übergang von 1.5 nach 1.6 keine Änderung erfahren, obwohl die Zylinder im Block etwas unterschiedlich angeordnet sind.

      Prinzipiell bekommt man damit unkompliziert 2 Doppelvergaser auf den 1.6er und ich will das wohl mal probieren wenn dafür Zeit ist. Gleichzeitig habe ich aber auch Zweifel an der Sinnhaftigkeit, weil diese Kombination dann möglicherweise über die Ventile limitiert ist. Die 90 PS, die der 1.5er im Bag mit 2 Doppelvergasern erreicht, macht der 1.6er mit einem Doppelvergaser einfach so. Vielleicht geht durch die Einlassventile nicht mehr durch. Ein- und dasselbe EInlassventil ist für den 1.5er und erst recht den 1.3 er relativ größer im Vergleich zum Einsatz im 1.6er.

      Wenn die 2 Doppelvergaser am 1.6er so viel mehr bringen würden bzw. auch in der Vergangenheit schon gebracht hätten, hätte Matra das doch wohl schon am 1.6er Murena gemacht. Oder hat da der Rotstift regiert? Oder sollte der Abstand zum ohnehin nicht viel stärkeren 2.2er künstlich etwas vergrößert werden? (Für letzteres hätte man gleich einen richtigen 2.2er, nämlich den S machen sollen.)

      Und noch ein Hinweis falls sich sonst noch jemand an diesen Umbau machen will. Die 2 Doppelvergaser erzeugen deutlich weniger Unterdruck zum Verteiler. Man braucht also auf jeden Fall den passenden Verteiler bzw. zumindest die passende Unterdruckdose. Da habe ich am Bag lange gesucht und geforscht, weil Vorgänger da munter gemsicht haben.