Murena Rahmen reparieren

      Murena Rahmen reparieren

      Hallo,

      wir haben hier ein Problem mit einem Murenea.
      Das Auto hatte vor vielen Jahren einen Unfall, bei dem er vorne rechts heftig beschädigt wurde.
      Der Besitzer ( ein Schrauber ) hat ihn repariert und ist dann jahrelang weiter gefahren.
      Über etwa 20 Jahre hat es ihn nicht weiter gestört, dass der Wagen nur schwer lenkbar war und die Lenkung auch kaum selbst zurückgestellt hat.
      Er hatte sich halt daran gewöhnt ...
      Mittlerweile hat die Muräne sein wohlverdientes H-Kennzeichen und soll endlich für einen möglichen zukünftigen Besitzer fertig repariert werden :-)))

      Das Problem:
      Es gelingt nicht, Sturz und Nachlauf korrekt einzustellen. Das Technische Handbuch ist vorhanden; mit den für die Einstellungen verwendeten Abstandsplättchen wurde alles probiert.
      Es muss also der Rahmen gerichtet werden....

      Würde mal bitte jemand das Mass, das im beiliegenden Bild mit einer roten Linie eingezeichnet ist, messen und den Wert posten ? Der steht natürlich nicht im Buch :(
      Ich denke, dass Massbandgenauigkeit ausreichend sein wird - den Rest machen dann wieder die Abstandsplättchen.

      Vielen Dank !
      Bilder
      • MurenaRahmen Mass.jpg

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      Information
      Habe auch mal gemessen,
      etwas andere Werte
      Peter

      PS
      Vemessungsprotokoll im Anhang, wegen Austausch aller Kugelgelenke 2010
      -Achsschenkel Kugelgelenke oben + unten
      -Spurstangenköpfe
      -Stabi Kit
      -die Lagerung vom oberen Schwingarm ist noch ok.


      Der Wagen war durch den Austausch der Spurstangen Köpfe über 180 nicht kommod
      zu fahren, folgte jeder Spurrille obwohl die Spurstangen Werte noch in der Toleranz
      waren - aber im maximalen Minusbereich, jetzt sind sie im optimalen Plusbereich und alles OK -
      auch bei 200 - mal als Info - siehe Chart.
      Im Anhang eine bildliche Darstellung der Bezeichnung Nachlaufwinkel, Spreizung, Sturz, Vor - Nachspur.
      (Vorspur vorn + hinten =
      Pluswerte - normal - Position der Räder wie auf dem Bild die Hinterräder)
      Nachspur
      ist wie das Fahren auf der Rasierklinge bei max Speed.

      Normalerweise verändern sich die Werte nicht wesentlich bei einem Wechsel der Gelenke, außer beim
      Wechsel der Spurstangenköpfe (Vorspur - Nachspur).
      Es fehlte noch Spurdifferenzwinkel - Vorderradachse (Anhang) und
      Fahrachswinkel - Hinterradachse - ist konstruktiv von Haus aus auf Plus Werte für den Geradeauslauf.

      Bilder
      • Matra.jpg

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      • Protokoll Matra.jpg

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      • Matra, Achsvermessung.jpg

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      • Spurdifferenzwinkel.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo JottPee,

      ehe Du hier an einem, einzelnen m.E. eher unbedeutendem Maß forschst, würde ich eher erst mal nach der Schwergängigkeit suchen.

      Hierfür kommen in Frage:
      • Kreuzgelenk in der Lenksäule, unmittelbar vor dem Lenkgetriebe
      • das Lenkgetriebe selbst
      • Spurstangengelenke, innen und außen, innen ist für die Betätigungskräfte weniger relevant, aber außen muss sich drehen
      • Trag- bzw. Führungsgelenk oben, nicht lastabhängig
      • Traggelenk unten, Achtung lastabhängig, wenn das aufgebockt leicht geht, kann es unter Last immer noch stramm gehen
      Und für die Rückstellkraft ist dann noch der Nachlauf relevant. Je mehr, desto mehr Rückstellkraft.

      Und nun noch die Erläuterung warum das gefragte Maß eher unbedeutend ist: So lange sich Spur und Sturz mit den Einstellplättchen auf den Sollwert einstellen lassen, muss das Maß in der Toleranz sein. So lange Spur, Sturz und Nachlauf passen ist es nämlich relativ unwichtig an welcher Position das Rad genau ist. Es könnte also bei einem "krummen" Rahmen durchaus einen cm weiter innen oder weiter hinten sein und der Wagen wäre bei richtiger Einstellung der Werte immer noch genauso fahrbar.

      Und ich lese gerade, dass sich die Spurwerte nicht in den Toleranzbereich einstellen lassen: Auf welche Werte kommst Du denn mit dem Minimum oder Maximum an Einstellplättchen? Daraus lässt sich dann ermitteln, wie wiel Fehler noch am Wagen ist, bzw. wie viel noch auszugleichen ist. Weiter muss der Fehler ja auch nicht in der Ebene der oberen Querlenker sein. Er kann genauso in der unteren Ebene sein. Das ist sogar wahrscheinlicher, weil da bei einem Aufprall des Rades die größeren Kräfte wirken. (Das untere Traggelenk ist deutlich näher an der Radmitte als das obere Führungsgelenk.) Der Achsschenkel, insbesondere dessen langer Arm nach oben könnten auch noch verbogen sein.

      Gruß Horst
      Hallo,
      auch auf die Gefahr hin, hier eine kontroverse Diskussion loszutreten, möchte ich sagen, dass auch bei meinem MM die Lenkung nicht ganz leicht geht und sich auch nur bedingt zurück stellt. Das letzte Stück bis zur Mitte stellt man am besten selbst "gerade". Das dauert sonst zu lange. Auf der Autobahn läuft er gut geradeaus. Und wenn man dort die Lenkung etwas bewegt, kommt sie von selbst wieder in die Mittellage zurück. Bei meinem Peugeot 504 läuft die Lenkung ganz anders: Da liegt sie wunderbar weich (und dennoch exakt) in der Mittellage und kommt nach einer Kurve direkt wieder in die Mitte zurück. Da kann man die Kurve mit zwei Fingern an der Speiche förmlich fühlen. Dafür ist die Übersetzung extrem indirekt. Zurück zum MM: Ich bin mal einen anderen MM gefahren. Da war das genauso wie bei meinem: Eher zäh und gefühllos, aber dafür sehr direkt übersetzt. Mein Fazit: Ich kann mir vorstellen, dass viele Murenas nicht so lenken, wie man das heute so kennt. Und auch nicht so, wie andere Autos früher. Will sagen: Vielleicht erst eine Vergleichsfahrt machen, bevor man wie wild austauscht.
      Übrigens: Die Gelenke an der V-Achse sind alle einwandfrei, auch die Traggelenke, und die Achsvermessungswerte sind absolut i.O. - gemessen im vorletzten Jahr.
      Gruß Chris
      Information
      Hallo Chris,
      habe nun schon über 527 000 km auf der UHR. Die Lenkung stellt sich bei mir leicht auf die Mittelstellung
      zurück. Die Zahnstange vom Lenkgetriebe bis jetzt 2 Mal mit Radlagerfett (Luftfahrt) geschmiert, dazu
      die Gummibälge gelöst und voll ausgeschlagen (Fett ist etwa wie Butter bei Zimmertemperatur und leicht klebrig).
      MATRA hat da gespart, deswegen vielleicht schwergängig an manchen Matras.

      Die originalen Spurstangen und Achsschenkel Gelenke sind fast ohne Fett ab Werk oder haben daran etwas gerochen.
      Das obere Achsschenkel Gelenk habe ich 1990 gewechselt - Spiel. War auch ohne Fett - das
      neue Gelenk mit extra Fett gefüllt - hält bist heute (über 480 000km).

      Selbst bei den Radlagern habe ich das "Aeroshell Grease 5 MIL-G-3545C" noch etwas reingedrückt.
      Gibt es bestimmt auch mit ziviler Bezeichnung, es ist ein sogenanntes Heißlagerfett-
      in etwa wie das Fett von SKF LGWA 2 für Radlager (bis über 120°C).

      Es gibt ja das Sprichwort - "wer gut schmiert - der gut fährt" - da ist schon was wahres dran.

      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Chris,
      das müssen wir nichts diskutieren. Ich kann Deine Erfahrungen bestätigen. So ist es nun mal.
      Nichtdestotrotz sollten die Gelenke etc. leichtgängig sein und die Spurwerte richtig.
      Meiner war anfangs in dieser Beziehung auch schlimmer. Lenkgetriebe, die Spieleinstellung zu fest dass es stramm ging und der Nachlauf deutlich zu klein.
      Also alles auf die damaligen Sollwerte und so soll es dann sein.
      Gruß Horst
      Hallo Zusammen,

      zur Schwer- oder Leichtgängigkeit der Lenkung kann ich nur folgendes beitragen:
      Es ist halt keine Servolenkung, die heute in jedem Kleinwagen vorhanden ist und - so meine Erfahrung - je nach Reifen und auch Luftdruck ändert sich der Kraftaufwand ganz erheblich.
      Nebenher hat das Lenkrad ja auch nicht den Durchmesser eines Treckers.
      Ich hatte einmal einen Satz Vorderreifen drauf, bei dem ich monatlich den Luftdruck korrigieren musste. Spätestens wenn die Lenkung schwergängiger wurde wußte ich, dass es Zeit zum Pumpen war.
      Für einen Kurztest würde ich empfehlen einfach einmal den Vorderwagen aufzubocken, damit die Räder keinen Bodenkontakt mehr haben und dann zu kurbeln.
      Wenn dann noch ein erheblicher Widerstand vorhanden ist, ist auf jedem Fall etwas im Argen.

      Alles Gute

      Michael
      Information
      Man kann die Rückstellkraft der Lenkung eines heckgetriebenen Fahrzeugs nicht mit einem Fronttriebler vergleichen.Sie wird immer geringer sein beim Hecktriebler.Bei meinem Djet hatte die Lenkung zerlegt,weil das Fett total verharzt war.Nach Reinigung und einer neuen Fettfüllung hatte es sich deutlich verbessert.Das Lenkgetriebe hatte ausserdem eine dicke Feder über der Zahnstange,die die Lenkung nach dem einlenken wieder in die Mittellage drückte.Gerald
      Wegen der Lenkung,
      habe den MATRA noch einmal gefahren und mein Augenmerk auf die Lenkung gerichtet. Luftdruck Ok,
      Bei starken Lenkeinschlägen (90° Kurve) geht die Lenkung fast bis auf Null zurück, die letzten
      5° wird etwas nachgeholfen. Manchmal geht sie auch auf Null zurück - so war es schon immer.
      Man nimmt das nicht mehr wahr - ist normal.

      Die Rückstellkräfte sind relativ gering im Gegensatz zu unseren Fronttriebler im Haus.

      Matra ist vorn tiefer gelegt und so wurde die Vorderachse auch vermessen und eingestellt vom
      Fahrwerksspezi.