Kupplung Übertotpunktfeder

      Kupplung Übertotpunktfeder

      Hi,

      Ich habe ein kleines Problem mit meinem Kupplungspedal: Es liegt tiefer als die anderen Pedale und geht über den Totpunkt nicht hinaus.
      Ich habe nun festgestellt, dass es Fahrzeuge gibt wo eine "Übertotpunktfeder" dieses Problem löst.
      Nur wie ist das beim Murena? Ich finde hier keine Aufnahme oder ähnliches wo ich eine möglicherweise fehlende Feder einhängen kann.

      Grüße aus Wien
      Andreas
      Grüße aus Wien
      Andreas
      Information
      Hallo Andreas,

      habe bestimmt schon meinen 2. Kupplungsgeberzylinder (Komplet mit Geberkolben)
      war immer defekt wenn ich gerade nicht in Ham war und den 3. Geberkolben (ohne Zylinder).
      Jetzt habe ich immer einen neuen Geberkolben komplett mit den 2 Dichtungen immer
      an Board und Wechsel sofort wenn es aus der Geberstange etwas leckt -
      Ist schnell gemacht.

      Die interne Feder (Bild) drückt das Kupplungspedal immer in die Endstellung.
      Wenn dein Kupplungsgeber noch original ist, zerlege ihn mal. Vielleicht
      löst sich eine Dichtung auf oder der Kolben klemmt.
      (Ist natürlich kein O-Ring wie auf der Zeichnung beschrieben)

      Der Nehmerzylinder (Kupplung) war noch nie defekt.

      Der erste Geberzylinder war auch innen leicht angerostet, weil zu selten entlüftet wurde,
      wegen Kondenswasser im Geberzylinder, seitdem wird öfter entlüftet....

      Grüße aus Hamburg
      Peter

      PS. man kann auch nur die Dichtungen wechseln, aber der Alukolben nutzt einseitig ab
      und zentriert damit die 2 Dichtungen nicht mehr und damit leckt das Gebilde in den Fußraum,
      wenn es ganz doof kommt, bekommt die Kupplung nicht mehr den vollen Hub und
      kuppelt nicht voll aus....


      Wenn die erste Dichtung defekt ist, so wird viel Flüssigkeit zurück in den B-Behälter gepumpt,
      die Kupplung rückt nicht voll aus.
      Ist die Zweite Dichtung auch defekt (leckt) so wird die Fußmatte ölig.....

      -Ist der Zylinder innen etwas verrostet, dann versagt meistens die erste Dichtung, kein Auskuppeln möglich (Winter + Wasser)...
      -ist der Kolben oben hinten etwas abgeschliffen, kuppeln möglich, aber leichte Leckage in den Fußraum...




      Bilder
      • Kupplungsgeber.jpg

        27,48 kB, 1.704×1.034, 163 mal angesehen
      • Kolben und Dichtungen.jpg

        54 kB, 1.677×1.367, 114 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo Andreas,

      hatten wir schon einmal.
      Nutze einfach die Suchfunktion im Forum und gib "Kupplungsgeber" ein.
      Dann findest Du recht gut bebilderte Berichte.
      Nicht ganz uninteressant ist dort der Hinweis auf die Feder. Konstuktiv scheint dort ein gewisser Schwachpunkt zu liegen, da diese im Ursprungszustand glatt abgeschnitten ist und so der Kolben nicht auf ganzer Fläche zurückgedrückt wird, sondern nur punktuell. Die kann dann dazu führen, dass er "gekippt" an den Zylinderwänden schabt und so rascher verschleißt.
      Nochmal vielen Dank an Roland für den Hinweis.
      @Roland: Was macht DOT5?

      Alles Gute

      Michael
      Information
      Hallo Michael,
      das stimmt, da steht viel aber .... viel was da nicht hingehört....

      Habe mir die Geberbetätigung noch einmal genau angesehen.
      Die Kraft von dem Kupplungspedal wird am Anfang genau in Line
      auf den Kolben gegeben, dann wandert der Drehpunkt und die
      Kraft vom Pedal ist nicht mehr in Line.
      Dadurch wird der Kolben anders belastet und schleift sich
      am Geber Gehäuse ab. Habe leider keinen alten Kolben
      wo es gut zu sehen ist.
      Folge: Unabhängig vom Alter der Dichtungen - ist der Kolben zu weit
      einseitig (oben) abgeschliffen wird es auf der Unterseite leicht
      undicht (Laufzeit Matra ab ca. 200 - 300 000km), da das erhöhte Kolbenspiel
      nicht mehr durch die Dichtungen aufgefangen wird - Alukolben ist am Limit - Schrott .
      Leicht akademisch ausgedrückt.

      Wird nun der Kolben mit gewechselt, so hat das System wieder Zero Stunden,
      wie man in der Fliegerei sagt und ist serviceable... neuwertig...
      auf ein neues..

      Peter

      Der Kupplungsgeber geht meistens im Winter defekt, bei etwas Frost, etwas Feuchtigkeit
      und Korrosion im Geberzylinder, nie im Sommer.

      Vergessen zu schreiben:
      seit etwa 20 Jahren wird die Bremsflüssigkeit alle 4-5 Jahre gewechselt mit einem
      Druckentlüfter (den habe ich seit über 40 Jahren, wird mit 0,5-1Atü beaufschlagt),
      Ist alles angeschlossen, dann sind alle 4 Bremsen und die Kupplung in 30min entlüftet
      und das ganze System ist mit neuer Bremsflüssigkeit (DOT 5.1) gefüllt.
      Heute gibt es solche Geräte ab ca. 20€ im Netz -
      Den besten Druckentlüfter (mit Pumpe und Druckanzeige und Entlüftungsbehälter) gibt es im Netz ca. 52€ , Top ..amaz....
      ...Druckentlüfter am Anhang... leicht unscharf - ohne Blitz in der dunklen Garage...

      P.S. an den hinteren Bremsen werden nach dem Druckentlüften auch noch kurz die
      unteren Entlüftungsschrauben etwas geöffnet, wenn sie schon mal da sind, dann ist der
      Bremszylinder 100pro mit neuem Öl gefüllt (natürlich immer noch mit Druck auf dem System).



      Bilder
      • Kupplungsgeber Kolben.jpg

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      • Druckentlüfter vom alten VW Bully -.jpg

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      • Bremsentlüftungs Werkzeug.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Hallo

      Vorsicht mit den Flüssigkeiten.

      DOT5 ist im Gegensatz zu DOT3, 4 und 5.1 auf Silikonbasis aufgebaut und damit nicht hygroskopisch.
      Damit zieht DOT5-Flüssigkeit kein Wasser und braucht theoretisch nicht regelmäßig gewechselt zu werden.

      Aber Vorsicht: DOT5 ist nicht mit den anderen (DOT3, DOT4 und DOT5.1) mischbar!
      Eine Brems- oder Kupplungsanlage, die bereits mit einer der 3 anderen Flüssigkeiten gefüllt war, sollte nie mit DOT5 befüllt werden, da die alte Flüssigkeit nie ganz entfernt werden kann. Zudem können die Dichtungen, die bereits mit der alten Flüssigkeit in Kontakt waren, unter DOT5 aufgeben.
      Das DOT5 meiner Wissens noch keine Zulassung hat und ggf. die ABE in Frage stellt, ist sicher für den einen oder anderen erst mal unerheblich, kommt aber zum Tragen, wenn im Fall eines Unfalls jemand auf die Idee kommt, die Bremsanlage als Ursache in Betracht zu ziehen.........

      Gruß
      Ralf
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      Beitrag von „Bagheera 74“ ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().

      Bagheera 74 schrieb:

      ...... Vorteile bzgl. Korrosion von DOT5 nicht


      Hi,

      ich denke, dass hier etwas durcheinander gebracht wird. "Normale" Bremsflüssigkeiten wirken lackschädlich und somit indirekt korrosiv, beispielsweise beim Kleckern (z.B. beim Auffüllen). Wegen der geringen Oberflächenspannung und Viskosität kleckert es leider ziemlich leicht, kennen wir alle.

      Im System haben "normale" Bremsflüssigkeiten als hygroskopische Substanzen den Vorteil (!), dass sie Wasser aufnehmen, also lösen. Natürlich senkt das den Siedepunkt ab, weshalb regelmäßig erneuert werden muss.

      DOT5 (also Silikon, im Gegensatz zu DOT5.1) ist nicht hygroskopisch, noch nicht einmal mit Wasser mischbar (und auch lackunschädlich). In einen Becher mit DOT5 kann man einen Wassertropfen fallen lassen, er bleibt eine separate flüssige Phase und wird nicht aufgenommen/gelöst. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit konstant bleibt, ungeachtet ob Wasserspuren darin sind oder nicht. Der Nachteil ist, dass in das System gelangtes Wasser (Sprühnebel bei Regen, Kondensation im Vorratsbehälter bei wechselnden Temperaturen) eben nicht aufgenommen wird. Zudem ist Wasser schwerer als die Silikonflüssigkeit, so dass die kleinsten Wassertröpfchen, wenn erstmal im System, mit der Zeit und den Betätigungen nach unten sinken und letztlich irgendwo hängen bleiben, meist letztlich im Sattel. Dort entwickeln sie die korrosive Wirkung von reinem Wasser, punktuell.

      Bei Langzeitbefüllung mit DOT5 macht dies m.E. nur dann Sinn, wenn der Bremsflüssigkeitsbehälter nicht belüftet ist. Früher (beispielsweise Maserati Ghibli I) hatten manche Bremsflüssigkeitsbehälter Gummibälge, so dass einerseits luftdicht verschlossen werden konnte, andererseits aber auch Änderungen der Flüssigkeitsstände dennoch möglich waren, ohne den Luftdruck im Behälter zu verändern. Die meisten Fahrzeuge heute, und auch früher, hatten jedoch belüftete Behälter, so dass sich die vorstehende Problematik ergibt.

      Will man dennoch DOT5 nutzen, allein schon wegen der Siedepunktfrage, dann muss dennoch Bremsflüssigkeit "gewechselt" bzw. "entlüftet" werden, sogar vorsorglich noch öfter als bei DOT4 etc. Denn meist sinken die Wassertröpfchen bis in die Sättel ab und beim "Entlüften" werden die dann entfernt. "Entwässern" wäre da wohl der bessere Ausdruck.

      Beste Grüße, Bernhard

      P.S.: Ist eine ähnlich Sache, wie das E10/E5 Thema beim Benzin. Für einen Metalltank ist das "Überwintern" mit E10 Füllung besser, weil E10 mehr (Kondens-) Wasser löst, als E5. Dummerweise macht E10 jedoch wegen des relativ aggressiven Ethanols ältere Gummischläuche bzw. standardmäßige Schläucheälterer Normen (allein aus NBR als Gummikomponente) schneller kaputt ....

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      Hallo Bernhard,
      Danke für die interessanten Ausführungen.
      Ob die Wassermenge, die über den Ausgleichsbehälter ins System kommt, relevant ist weiß ich nicht recht.
      Falls ja und falls das Wasser dann über die Leitungen bis zum tiefsten Punkt, also bis in den Sattel kommt, wird das Wasser aber dort unten im Sattel bleiben, denn die Entlüftungschraube ist oben am Sattel.
      Also wenn man einen Wassertropfen aus dem Sattel entfernen will, wird man ihn dafür zerlegen müssen oder zumindest abbauen, den Sattel dann auf den Kopf stellen, warten bis der Wassertropfen bis zur Entlüftungsschraube abgesunken ist und das Wasser dann zur Entlüftung unten raus drücken.
      Gruß Horst
      Ja, Horst, es ist nicht trivial. Und ob und wieviel Wasser in das System gelangt, hängt natürlich auch von dem Gebrauch ab. Aber auch bei Depotfahrzeugen gelangt Wasser mit der Zeit in das System, durch Diffusion durch Gummischläuche und Dichtungen. Dem Diffusionsprozess des Wassers (gasförmig) bzw. dessen Kinetik ist es egal, ob innen eine hygroskopische oder nicht hygroskopische Flüssigkeit ist. Wegen des so eintretenden Wassers sinkt ja auch bei Depotfahrzeugen der Siedepunkt von "normalen" Bremsflüssigkeiten kontinuierlich ab, weshalb die auch alle paar Jahre gewechselt werden muss, wenn Betriebsbereitschaft sicher gestellt sein soll.

      Ich vergaß noch anzumerken, dass die Kompressibilität von DOT5 höher ist als bei Polyglykol-Bremsflüssigkeiten. Das bedeutet, dass die Bremswirkung bei gleichem Pedaldruck geringer wird. Technisch macht es daher ziemlich wenig Sinn, beispielsweise Bremsleitungen aus stahlgewebeummanteltem Teflon zu verwenden und gleichzeitig DOT5 zu verwenden. Was man da an einem Ende (Leitung) gewinnt, wirft man am anderen Ende (DOT5) wieder weg.

      Beste Grüße, Bernhard
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