Murena Bremsen überholen

      Murena Bremsen überholen

      Hallo Matragemeinde,

      ausnahmsweise mal was Ernsthaftes von mir.


      Falls jemand Interesse hat, biete ich auch in diesem Winter wieder diverse Reparaturen an.

      Hier im Besonderen die inzwischen problematisch gewordenen Bremsen unserer Muränen.

      Wie bereits oft erwähnt gibt es zwischen Kolbengehäuse und Gusszange im Laufe der Jahre Kontaktkorossion, was dazu führt, dass vom härteren Material, also der Zange, Druck auf das Gehäuse, in dem der Bremskolben sitzt, ausgeübt wird. Das weichere Alugehäuse wird oval und der Bremskolben klemmt sich.
      Ergebnis: Die Bremse löst nicht mehr richtig und die Bremsscheibe wird heiß und schließlich defekt.

      Ich überhole die Bremsen der Muränen seit Jahren und habe in den letzten Tagen wieder Hand an 2 komplette Sätze gelegt.
      Die Bremsen werden komplett überholt, d. h. auch der Handbremsmechanismus wird von mir zerlegt und mittels Spezialwerkzeug wieder zusammen gebaut.

      Die einzelnen Komponenten der Bremsen können auf Wunsch Pulver beschichtet werden. Ist zwar nicht original, aber in diesem Fall wahrlich eine Verbesserung.
      Warum? Weil durch die Beschichtung keine Kontaktkorossion mehr stattfinden kann und die Bremsen somit auf Dauer funktional bleiben. Außerdem sind sie ein Hingucker und den TÜV freuts auch, wenn man was verbessert. Die Funktion des "Schwimmsattels" wird hier nicht beeinträchtigt.
      Wer die Beschichtung haben möchte, der kann sich die Farbe aus dem RAL Fächer aussuchen.

      Ich habe für einen Murena S eines Freundes und meinen blauen Murena einige Beispiele beigefügt, wie das Endergebnis aussieht.
      Zum Preis: Für die Überholung nehme ich einen überschaubaren Festpreis, der mehr als Aufwandsentschädigung zu sehen ist. Ich will mich an euren Matras nicht bereichern. Wer das Komplettpaket haben möchte, also mit Beschichtung, der darf dann schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Ergebnis ist es jedoch wert.
      Hinzu kommt natürlich der Dichtsatz, der bei einem unserer Händler bestellt wird, oder ihr selbst besorgt.

      Wer Interesse hat und genaueres wissen will, einfach ne PN an mich.

      Gruß von dem, der tatsächlich weiß, welche Schrauben wie fest angezogen werden müssen :)

      Euer Matracat
      Bilder
      • Murena Bremsen rot.jpg

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      • Bremsen Murena blau.jpg

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      Matracat schrieb:

      Hallo Matragemeinde,
      ausnahmsweise mal was Ernsthaftes von mir.

      Selbsterkenntnis?

      Und gleich noch ein paar Anmerkungen:
      • Die roten vorderen Bremsen sind noch nicht ganz fertig, in den Zangen fehlen noch die Federn und anstatt der Entlüftungsnippel sind noch Verschlussschrauben vom Pulvern drin.
      • Der blaue Bremssattel im 3. Bild sieht sauber aus, dafür ist die Hand schmutzig.
      • Und dann finde ich keine Angabe dazu, ob die Pulverbeschichtung gegenüber Bremsflüssigkeit beständig ist. Wäre doch schade, falls die beim ersten Entlüften gleich Schaden nimmt.

      Matracat schrieb:

      Gruß von dem, der tatsächlich weiß, welche Schrauben wie fest angezogen werden müssen

      Wie werden die Zangen dann also an den Achsschenkel bzw. Schwinge geschraubt? (Schraubenfestigkeit bzw. -klasse, Drehmoment, Schraubensicherung, Kopf verschweißen oder vielleicht vernieten, selbst sichernde Kontermutter dazu?) Bleiben die Anlageflächen der Zangen zum Achsschenkel bzw. Schwinge auf der einen Seite und zum Schraubenkopf auf der anderen Seite gepulvert oder ist die Pulverung hier noch lokal zu entfernen? (Setzen der Schraubverbindung!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „MM16_Franken“ ()

      MM16_Franken schrieb:

      Matracat schrieb:

      Hallo Matragemeinde,
      ausnahmsweise mal was Ernsthaftes von mir.

      Selbsterkenntnis?

      Und gleich noch ein paar Anmerkungen:
      • Die roten vorderen Bremsen sind noch nicht ganz fertig, in den Zangen fehlen noch die Federn und anstatt der Entlüftungsnippel sind noch Verschlussschrauben vom Pulvern drin.
      • Der blaue Bremssattel im 3. Bild sieht sauber aus, dafür ist die Hand schmutzig.
      • Und dann finde ich keine Angabe dazu, ob die Pulverbeschichtung gegenüber Bremsflüssigkeit beständig ist. Wäre doch schade, falls die beim ersten Entlüften gleich Schaden nimmt.

      Matracat schrieb:

      Gruß von dem, der tatsächlich weiß, welche Schrauben wie fest angezogen werden müssen

      Wie werden die Zangen dann also an den Achsschenkel bzw. Schwinge geschraubt? (Schraubenfestigkeit bzw. -klasse, Drehmoment, Schraubensicherung, Kopf verschweißen oder vielleicht vernieten, selbst sichernde Kontermutter dazu?) Bleiben die Anlageflächen der Zangen zum Achsschenkel bzw. Schwinge auf der einen Seite und zum Schraubenkopf auf der anderen Seite gepulvert oder ist die Pulverung hier noch lokal zu entfernen? (Setzen der Schraubverbindung!)



      Was soll mir dieser Beitrag jetzt sagen?????
      Da bekomme ich das kalte Kotzen. <X

      Es wundert mich mitlerweile nicht mehr das die Beiträge immer weniger werden.
      Und die die es noch gibt sind nur noch bescheiden.
      Dampfplauderer und Doktorarbeiten über irgendwelche verschißenen Schrauben mit Steigungsgrad und Härte und Anzug und und und.
      Wenn man bei jedem Beitrag oder Angebot solche Antworten bekommt vergeht einem jegliches Bemühen.

      Meine Ansicht nur mal so von mir.

      Gruß
      Helge :(
      :D - Wer später kommt darf früher gehen, denn Rot ist Schwarz und Plus ist Minus- ?(

      Helge schrieb:

      Was soll mir dieser Beitrag jetzt sagen?????
      Da bekomme ich das kalte Kotzen. <X

      Es wundert mich mitlerweile nicht mehr das die Beiträge immer weniger werden.
      Und die die es noch gibt sind nur noch bescheiden.
      Dampfplauderer und Doktorarbeiten über irgendwelche verschißenen Schrauben mit Steigungsgrad und Härte und Anzug und und und.
      Wenn man bei jedem Beitrag oder Angebot solche Antworten bekommt vergeht einem jegliches Bemühen.

      Meine Ansicht nur mal so von mir.

      Gruß
      Helge :(

      Hallo Helge,

      was soll ich jetzt zu Deinem Posting - insbesondere dem Kotzen - sagen?

      Die Vorlagen für die Spitzen hat Marcel selber gegeben und so wie ich ihn kenne versteht es sie und kann damit leben.

      Die Frage nach der Beständigkeit gegen Bremsflüssigkeit - vor allem wenn die Pulverung am Ende noch glanzlackiert wird - war und ist durchaus ernst gemeint.

      Und der Aspekt der Pulverung auf den Montageflächen ist durchaus auch relevant (weder Doktorarbeit noch Dampfplauderei) und das habe ich nicht mal in Oberlehrermanier ausgeführt sondern "nur" als Frage in den Raum gestellt. Am Rande aber passend zum Thema: Mir hat sich mal eine Alufelge während der Fahrt gelockert, weil die Anlageflächen zur Radnabe und die kegeligen Bohrungen für die Radbolzen gepulvert wurden und ich dies bei der Montage nicht (gleich) entfernt habe (sondern erst nach diesem Vorfall).

      Ich muss Dir aber auch Recht geben: Bei solch einem Umgang hier vergeht einem die Lust, hier noch etwas zu posten. So bin ich z.B. gerade darüber das mittlerweile nicht mehr lieferbare Zündsteuergerät des 1.6er Murena (auch späte Bag und Rancho) zwecks Nachbau oder Reparatur zu analysieren (reverse engineering). Ob ich meine Erkenntnisse daraus hier posten soll bezweifle ich aber selber gerade.

      Gruß Horst
      Hallo Leute,

      zu den Fragen:
      Auch eine Pulverbeschichtung ist nicht gänzlich resistent gegen Bremsflüssigkeit.
      Ich habe in meinem Rancho auch den HBZ gepulvert und das hält inzwischen über 10 Jahre.
      Allerdings kann es Streifen geben, wenn man die Bremsflüssigkeit z. B. beim Entlüften der Sättel nicht gleich ab wischt.
      Die Farbe wird matter. Aufgelöst hat sich die Farbe aber bisher nie. Daher kann man schon sagen, dass die Beschichtung besser hält, als normaler Lack.

      Die Bremsen sind Einbaufertig. Es fahren locker 20 Muränen rum, denen ich die Sättel überholt und gepulvert habe und da hat sich bisher noch nie was gelöst. Anders als bei den Rädern bewegen sich die Sättel ja nicht.
      Außerdem...und da sind wir wieder beim Thema.....ich knalle die M10er Schrauben mit Feingewinde immer fest an, da lockert sich auch mit Beschichtung nix. Meinetwegen kann man noch etwas Loctite ans Gewinde geben und dann ist man tatsächlich auf der sicheren Seite.
      Ich hoffe die Diskussion und Fragen sind hiermit beendet. Nochmals...die Praxis zeigt mir seit 31 Jahren, dass es so funktioniert.

      Gruß Marcel

      Matracat schrieb:

      ich knalle die M10er Schrauben mit Feingewinde immer fest an, da lockert sich auch mit Beschichtung nix.


      Bei allem Respekt, auch wenn man 31 Jahre etwas unrichtig macht, wird es deshalb nicht richtig. Bei Anlageflächen von sicherheitsrelevanten und belasteten Schraubverbindungen müssen Beschichtungen mit Lack oder Pulver von Kontaktflächen entfernt werden, da diese sich sonst lockern können. Das ist kein Humbug, sondern schlicht fachgerecht.

      "Anknallen" ist im Übrigen auch nicht unkritisch. Schrauben haben nicht umsonst Streckgrenzen in Abhängigkeit vom Durchmesser und der Materialfestigkeit. Siehe beispielsweise im Roloff-Matek (Maschinenelemente) 8.3.5 Montagevorspannkraft, Anziehfaktor und -verfahren.

      Ich habe nichts gegen "Pragmatismus", aber bitte nicht bei Bremsen, Rädern und Radaufhängungen. Denn da kann es sonst gefährlich werden.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      Irgendwie hab ich im Vorfeld bereits vermutet, dass die perfekte Arbeit auch hier wieder madig gemacht wird.

      Typisch deutsches Verhalten.
      Ihr könnt eure Autos ja zusammen bauen, wie ihr wollt.
      Meine Meinung ist dennoch, wenn etwas 31 Jahre einwandfrei funktioniert, dann kann es nicht falsch sein.
      Bei Rädern. die sich drehen sehe ich das mit der Beschichtung ja noch ein. Wenn ich Felgen beschichte, decke ich ja auch immer die Anlagefläche ab, aber bei den Bremsen ist das überhaupt nicht nötig. Übrigens...sämtliche Brembo Bremssättel sind vollständig lackiert, da gibt es zahlreiche Bilder. Wie kann denn das sein? Die machen wahrscheinlich auch seit 40 Jahren alles falsch.
      Bei mir hat sich nach 540000 Kilometern im Murena, 270000 Kilometern im Rancho und 125000 Kilometern im City Laster noch nie eine Schraube gelöst. Aber was weiß ich schon, vermutlich hatte ich einfach nur Glück, nicht wahr?

      An dieser Stelle möchte ich weitere Diskussionen beenden.
      Mein Beitrag richtete sich an all diejenigen, die eventuell darüber nachdenken, ihre Bremse überholen zu lassen.
      Und sicher nicht wie immer hier im Forum, alles tot zu diskutieren nach dem Motto...ich weiß mehr als ihr.

      Nachdem ihr mir ja jetzt bewiesen habt, dass ich ein Pfuscher bin und meine Bremsenüberholung fragwürdig ist, hat sich das Thema eh erledigt.
      Ich frage mich nur, wie die zahlreichen Matrafahrer bisher überlebt haben, denen ich meine Reparaturen zukommen ließ. Wahrscheinlich auch nur Glück und eine Frage der Zeit bis einer durch meinen Pfusch stirbt. :)
      Ich lasse mir gerne "typisch deutsch" vorwerfen, wenn damit fachgerechtes Arbeiten gemeint ist :P.

      Aber auch die schusseligen Italiener machen es fachgerecht, siehe Bilder (Ferrari, Alfa, Brembo). In den Kreisen sind die Kontaktflächen der Verschraubung des Sattels markiert, und zwar sowohl zum Achsträger (siehe Ferrari und Brembo links) hin, als auch beim Schraubenkopf (siehe den Alfa Sattel und Brembo rechts). Und? Beschichtet oder blank?
      Bilder
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      Und hier ein Werbe-Foto eines Betriebes, der Pulverbeschichtung von Bremssätteln anbietet. Im 2. Kreis von links muss noch ein klein bissl nachgearbeitet werden.
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      Hallo,
      ich finde die Arbeit vom MCat OK, wenn da noch die Flächen, wo die Schiebekeile aufliegen blank gemacht werden,
      absolut ohne Farbe, ansonsten ist die gleichmäßige Belastung der Beläge nicht darstellbar, bei Abnutzung.
      Wo Auflagenflächen auf eine andere Fläche drückt, muss natürlich die Farbe ab.

      Das Entfernen der Farbe unter den Scheiben/Schrauben ist Nebensache, da drücken sich die Scheiben durch.

      Perfekt ist das bei BJJ...

      Bei mir gibt es keine Farbe sondern nur eine Reinigung bei Zerlegung und etwas Protektion.
      Es MUSS aber alles perfekt funktionieren

      Aber ansonsten super Designer Bremseinheiten von BJJ + Mcat…

      Peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Peter Georgi schrieb:

      Hallo,
      ich finde die Arbeit vom MCat OK, wenn da noch die Flächen, wo die Schiebekeile aufliegen blank gemacht werden,
      absolut ohne Farbe, ansonsten ist die gleichmäßige Belastung der Beläge nicht darstellbar, bei Abnutzung.
      Wo Auflagenflächen auf eine andere Fläche drückt, muss natürlich die Farbe ab.

      Das Entfernen der Farbe unter den Scheiben/Schrauben ist Nebensache, da drücken sich die Scheiben durch.

      ...

      Das kann ich jetzt nicht recht verstehen. Die Schiebekeile bleiben doch nach der Montage an Ort und Stelle, stehen unter Federspannung, bewegen sich nicht weiter und können gerne auf der Pulverung aufliegen. Die Führungskerben der Beläge (genau genommen nur der auf der Kolbenseite) gleiten dann metallisch (Belagträger auf Schiebekeil). So dick ist die Pulverung nicht, dass das nicht mehr zusammenpassen oder krumm werden würde.
      Horst,

      warten und überholen der Bremsen ist ein altes Thema und hier nicht akut, aber
      ein Farbauftrag in den beweglichen Bereich absolut nicht hinnehmbar und
      wird auch nur mit CU oder Graphit geschmiert - ich such das jetzt nicht raus...

      Wenn ich die perfekten Bremsen vom Mcat bekommen würde, kommt sofort die
      Farbe mit einem Schaber entfernt an den Gleitflächen, dann sind sie wirklich perfekt...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

      Peter Georgi schrieb:

      Perfekt ist das bei BJJ...


      Mit mir haben die Fotos nichts tun, ich habe sie nur heraus gesucht. Matracat behauptete, dass beispielsweise bei Brembo die Sättel immer auch an den Kontaktflächen der Verschraubungen beschichtet wären, und dass man das an vielen Bildern sehen könne. Das stimmte nicht und mir lag daran, dies mit den geposteten Fotos aus dem Internet zu zeigen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „BJJ“ ()

      Bei den Lackierungen der Brembos hab ich mich wohl verschaut, sind tatsächlich an den Verbindungspunkten blank.
      Dennoch behaupte ich, dass ein komplett gepulverter Sattel trotzdem hält.

      Zu allen anderen Ausführungen stehe ich. Und wo du aggressives Verhalten von mir in diesem Beitrag gelesen haben willst.....

      Immerhin biete ich was an, das für den einen oder anderen von Nutzen sein kann.
      Dass gerade du Fehler suchst, entspricht wohl deinem Naturell. Noch nie was für die Szene getan, aber Erbsen zählen. Und wenn du richtig gelesen hättest, wäre dir sicher aufgefallen, dass ich geschrieben habe, dass jeder sein Auto zusammenbauen kann, wie er will. Das heißt, er kann an den Anlageflächen die Beschichtung ja ab machen und von zusätzlich Loctite habe ich auch geschrieben.
      Wie gesagt, es fahren mindesten 20 Muränen mit meinen Bremsen rum und die funktionieren alle einwandfrei, da kannste noch so auf dein elementares Fachwissen verweisen. Interessiert mich nicht die Bohne.
      Noch eins.... ich biete hier weder gewerblich, noch als Kaufmann was an. Ich verdiene hiermit kein Geld, nehme lediglich einen kleinen Unkostenbeitrag. Einigen Anfängern habe ich sogar hier schon eine kostenlose Reparatur angeboten. Aber das ist wohl alles weniger wert, als deine Belehrungen...die ich sicher nicht brauche. Vielleicht solltest du nicht so viel Fachliteratur lesen, sondern einfach mal schrauben, dabei lernt man nämlich was. Erfahrung ist nämlich durch nichts zu ersetzen.
      Schon mal was von learning by doing gehört?

      Matracat schrieb:

      Noch nie was für die Szene getan
      .....

      Vielleicht solltest du nicht so viel Fachliteratur lesen, sondern einfach mal schrauben, dabei lernt man nämlich was. Erfahrung ist nämlich durch nichts zu ersetzen. Schon mal was von learning by doing gehört?


      Na ja, beispielsweise schon völlig intakte Leuchten für den Bagheera verschenkt (falsche Farbe)? Von Ratschlägen ganz abgesehen.

      Ich warte und repariere seit 25 Jahren meinen Jarama und habe nach dem Kauf vor rund 5 Jahren den Espada technisch und optisch grundüberholt, einzig Zylinder Bohren und Köpfe planen wird "rausgegeben". Anders als bei von "Spezialisten" restaurierte Kisten sind die Karren immer pannenfrei unterwegs gewesen. Meine modernen Ferraris warte und repariere ich ebenfalls selbst, deswegen laufen die - anders als viele "werkstattgepflegte" Kisten - bis in hohe Laufleistungen völlig frei von Mucken (das sind Fahrzeuge und keine Stehzeuge). Kannst ja mal bei beiden Marken nach "Fachliteratur" suchen. Die gibts nämlich entweder nicht, oder sie sind unvollständig oder fehlerhaft. Selbst die Werkstatthandbücher der modernen Ferraris taugen in der Praxis wenig, weil sie selbst bei einfachen Sachen, wie Kerzenwechsel unvollständig sind. Und die wenigen Werksunterlagen für die alten Lambos sind sogar oft fehlerhaft. Wer beispielsweise den Ölfilter nach der Explosionszeichnung des ETK zusammen baut, kann den Filtereinsatz auch gleich ganz weglassen (auf diese "Erfahrung" habe ich gerne verzichtet, im Gegensatz zu Anderen). Gerade bei diesen Karren ist Wissen, Erfahrung und Nachdenken gefragt.

      Falls Dich interessiert, wie ich praktisch arbeite, hier mal ganz unsortiert ein paar Fotos aus den letzten wenigen Jahren. Ich arbeite ausschließlich für mich selbst bzw. ausschließlich an meinen Kisten. Und verkaufen ist in der Vergangenheit ganz selten mal passiert, nie hatte ich ein Vehikel kürzer als 10 Jahre.
      Bilder
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      Noch ein wenig Praxis dazu?

      Ansonsten, "learning by doing" kommt immer wieder vor. Unlängst habe ich beispielsweise gelernt, dass es ohne Ferrari-Spezialwerkzeug (oder ein aufwändig selbst hergestelltes Werkzeug) unmöglich ist, bei der Wapu eines Maranello eine neue Gleitringdichtung einzubauen ohne selbige zu vermurksen, Gunter kann diesen Lerneffekt bezeugen .... Das sind dann diese geliebten "zurück auf los" Momente, natürlich immer an Wochenenden, wo man dann nur noch Kaffee und Kuchen essen kann und sich denkt "hätteste mal noch gründlicher nachgedacht und wärst nicht ungeduldig gewesen" :D . Hab dann die Wapu komplett neu gekauft. Und vor dem Einbau vermessen, das Schaufelrad hatte etwas andere Dimensionen (trotz angeblich gleicher ET Nummer), das hätte Kleinholz gegeben, weil zu groß. Das alte Rad dann halt umgebaut auf die neue Pumpe.
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      Hallo Bernhard,

      Top Bilder, Top Arbeit vom Profi...
      Komme gerade vom Sport (16:00) - heizen mit meinem Snowboard -
      ...soweit werde ich in den MATRA wohl nie einsteigen - Matra seit 1976 - super...

      Viele Grüße aus Hamburg
      Peter

      (auf dem Parkplatz einige MATRA Bewunderer, was so alt...???)

      mal ein paar Bilder um auf andere Gedanken zu kommen...

      noch ein Kommentar zu Deinen Top Bildern...
      .. was für eine Power, zu sehen auf Bild Garage 1, allein die 6 Doppelvergaser (Sahnestücke) !!!! - dagegen
      ist der Matra ja hoffnungslos unterpowert, selbst der S, warum fährst Du MATRA?

      Nur wegen dem super Design + die 3 Sitze + verzinkt + Plastik Verkleidung + flach?
      - natürlich nicht wegen dem Motor -

      Bilder
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      @Matracat

      Es lag mir nicht im Sinn, Deine Arbeit "madig" zu machen. Falls der Eindruck entstanden sein sollte, sorry.

      Ich bin halt gerade beim Thema Bremsen etwas pingelig, zumal es ja auch dumm laufen kann, wenn man nicht selbst auch (!) die Montage macht. Stelle Dir vor, so ein Ameisentätoweierer wie ich baut die Sättel ein, allerdings ohne die Kontaktflächen blank zu machen, und geht dann hin und zieht "nur" mit dem werkseitig angegebenen Drehmoment an. Das könnte dann doch mal blöd enden.

      Auf jeden Fall ist es lobenswert, gerade im Oldtimerbereich, wenn sich jemand, wie Du, die Mühe macht für Andere Aufarbeitungen zu machen, welche die Anderen nicht so hinbekommen. Beipielsweise weil sie sich nur auf "einfaches" Schrauben beschränken und sich nicht an komplexere Sachen heran trauen.