Ein Matra Murena in Sachsen

      Wenn der Motor ohnehin draußen ist, macht es wirklich Sinn etwaige Verschleißteile, wie z.B. das gezeigte Pilotlager, zu tauschen. Gleiches gilt z.B. ggf. auch für die Kupplung nebst Ausrücklager.
      Bei mir hatte das Sparbrötchen von Vorbesitzer zwar die Kupplungsscheibe auswechseln lassen, den übrigen Kram aber nicht. Das Resultat war, dass ich nach noch nicht mal 1.500 Km nach dem Kauf noch mal den Motor ausbauen lassen musste, weil genau diese Kleinteile dann den Geist aufgegeben haben.
      Wenn Dein Motorenbauer genau das vorschlägt werte ich das einmal als sehr vorausschauend.
      Nichts ist ärgerlicher und teurer als mehrmals die gleichen Arbeitsgänge machen zu müssen, nur weil man sich anfangs etwas einsparen wollte.
      So gesehen liegt der Mann genau richtig. Schmeiße alle Verchleißteile, die sich jetzt kostengünstig ersetzen lassen raus. Nur achte dabei auf gute Qualität. Mit Billigzeugs, welches von 12 bis Mittag hält tut man seiner Brieftasche langfristig keinen Gefallen.


      Alles Gute

      Michael
      Frage nicht! Kupplungsscheibe, Druckplatte, Ausrücklager ... die Liste der noch nicht mal verschlissenen Verschleißteile ist seeeeehr lang. Aber wie schon mehrfach erwähnt, wenn der Motor schon mal draußen ist ...
      Er tut zwar meiner Brieftasche kurzfristig keinen Gefallen, doch in ein paar Jahren wird es sicher nicht günstiger. Es geht voran ...
      " Wird gerade erledigt:"

      024. Zündverteiler zerlegt und überholt,
      025. Zylinderkopf geschliffen und überarbeitet, Ventile eingeschliffen,
      026. Unterdruckanlage/Behälter demontiert, Befestigung erneuert, Magnetventil überholt,

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      Heute war gar nicht mein Tag! Ich habe Dinge gesehen, auf die ich hätte verzichten können.
      Beim Abbauen und Reinigen des Deckels für die Wasserpumpenbefestigung sah noch alles gut aus, selbst nach dem Reinigungsgang hätte man zufrieden sein können. Leider zeigte sich beim Überprüfen der Dichtfläche eine Unebenheit, die bei genauer Untersuchung und Entfernung des da reingeschmierten Dichtstoffes zu einem anständigen Loch wurde. Ordentlich ausgefressen und wenigstens 5mm tief, das ist nicht gut!
      Mal sehen, wie (und ob) sich das aufarbeiten lässt.
      Dann hab ich mir das Getriebe vorgenommen und ordentlich gereinigt. Da dessen Funktion bis zum Ausbau erstklassig war, sollte das eigentlich nicht geöffnet werden. Aus irgend einem Grund ist eine Einbuchtung an der Getriebeglocke aufgebrochen, was offensichtlich schon länger so sein muss. Meines Erachtens nach hat da mal jemand rohe Gewalt angewandt. Besser wurde es nur noch, als der Stutzen der Schaltwelle wieder in metallisch blankem Glanz erstrahlte, denn auch dort zeigt sich ein beachtlicher Riss im Gehäuse! Wie es zu so etwas kommen kann, ist mir völlig schleierhaft, das sieht irgendwie nach einer groben Behandlung bei Montagearbeiten aus. Schnell ein Blick in den Katalog des Ersatzteilprofis: Fehlanzeige. Beachtlicher Preis und nicht lieferbar. Mal sehen ...
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      • 1 Wasserpumpe Flansch Lochfraß.JPG

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      Hi Sachse,

      tut mir leid, aber bei dem Getriebe waren Dilettanten am Werk.
      Da wir schon zahlreiche Getriebe repariert haben, kenne ich einige Stellen auf den Bildern.
      Da wurden Abstandsbüchsen vergessen, Schrauben zu stark angezogen und dann ist das Ding wohl auch mal runter gefallen.
      Ich kann dir da eventuell mehrere Lösungen anbieten.
      Das Loch am Wasserpumpengehäuse ist kein Problem, mach ich in 10 Minuten.
      Falls du Interesse hast dann schreib ne Mail an specialmc(at)web.de
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      • Getriebe Murena 2.2.jpg

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      Ohne jetzt Spezialist für diesen Getriebetyp zu sein:
      Haste den >Riss< mal an einer Stelle mit nem Dremel glatt geschliffen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass das nur ein unschöner Grat vom Sandguss ist - zumindest kenne ich das von den AT-Getrieben des Bagheera (ganz massiv - die sehen immer so aus als zerfielen sie gleich in tausend Einzelteile) und teils auch von den Peugeot-BE-getrieben so, dass nicht alles, was optisch nach Riss aussieht, auch wirklich einer ist.
      Die Assis in ihrem Gehege ...
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      @Matracat
      Danke erst einmal für das Angebot.
      Ich denke schon, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst. Auch mir scheint immer offensichtlicher zu werden, dass da jemand weniger professionell vorgegangen ist. Unter Umständen auch mit Vorsatz, um noch schnell aus übrig gebliebenen Teilen ein Verkaufsobjekt zusammen zu schustern. Was ich bisher (seit 1990) schon erneuert oder gewechselt habe, macht einen Großteil des Fahrzeuges aus. Einige Teile waren nie dran, andere waren falsch und nicht wenige musste relativ schnell gewechselt werden.
      Aber ich will mich nicht beklagen, wir (der Murena und ich) hatten viel Spaß zusammen und auch wenn er nun das teuerste Auto wird, das ich je besessen habe, wird das unser Verhältnis nicht belasten ... eher das Gegenteil.
      Auf dein Angebot würde ich unter Umständen gern zurück kommen, wenn mein Mechaniker diesbezüglich weniger erfolgreich ist. Er versucht allerdings erst einmel in Eigenregie professionelle Hilfe zu organisieren und hat da auch seine Verbindungen und Vorgehensweise, da will ich nicht immer gleich dazwischenfunken. Die Werkstatt ist auch nicht wirklich in meiner Nähe und ich komme da bestenfalls einmal die Woche vorbei. Ich denke, er sagt sofort Bescheid, wenn er nicht weiter kommt.
      Ich glaube allerdings auch, es ist gar nicht nötig, jedesmal zu erwähnen, dass du helfen kannst. Offenbar kann man mit jedem (Matra-) Problem an dich treten und du scheinst ja ausreichend Erfahrung zu haben. Vielleicht wäre es wichtiger zu wissen, welche Abeiten du nicht übernehmen kannst!? Falls es so etwas gibt ...

      @Kris
      Das ist vielleicht auch noch eine Möglichkeit. Man kann ja die große Überwurfmutter (die Führung der Schaltwelle) ausschrauben und mal mit einem schmalen Finger fühlen ... oder die Kamera reinhalten ...
      Guter Tipp! Danke.
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      Matracat schrieb:

      @Sachse
      Elektrik mach ich nicht so gerne und bei durchgerosteten Scheibenrahmen, die man hin und wieder spachtelt, hab ich auch wenig Erfahrung.

      Die Kfz-Elektrik mache ich dafür als Elektroingenieur so ganz nebenbei und für das Spachteln durchgerosteter Scheibenrahmen haben wir hier einen Spezialisten im Forum.
      Wir sind hier im Forum also gut bestückt bzw. es sind alle Themen vertreten.
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      Matracat schrieb:

      Elektrik mach ich nicht so gerne und ...
      Bloß gut, Elektrik ist berufsbedingt eher mein Fall und daher kein Problem. Durchgerosteter Scheibenrahmen wäre allerdings schon noch eine echtes Problem für mich.

      MM16_Franken schrieb:

      ... und für das Spachteln durchgerosteter Scheibenrahmen haben wir hier einen Spezialisten im Forum.
      Nun ist es aber auch nicht jedem möglich, seinen Wagen zu dem jeweiligen Spezialisten zu bringen. Und mit "Spezialisten" besonders für Matra sieht es hier in Sachsen eher trübe aus. Der Mann, der gerade an meinem Wagen schraubt, war der Einzige, der sich das spontan zugetraut hat. Der Einzige, der die Sache mit Begeisterung angegangen ist und vor allem der Einzige, der irgendwie mein Vertrauen erwerben konnte.

      Der Steuerdeckel unten (mit Wasserpumpenflansch) ist von der Überarbeitung zurück. Der Profi musste weit über 10mm tief Material abtragen und neu aufbauen, um den Makel zu beseitigen. Plan schleifen und Gewinde schneiden inclusive. Er ist sich sicher, dass der Fehler schon beim Guss entstanden sein muss und demnach schon immer so verbaut war. Die Dichtmasse, die ich aus dem Loch gekratzt habe, schien das zu untermauern. Nach Wasserschaden oder Oxidation sah es jedenfalls nicht aus. Traurig ist es trotzdem ...
      Was das Ganze jetzt kostet oder ob ich einfach einen neuen hätte bestellen sollen, wird sich noch rausstellen. Das Getriebegehäuse will er sich nächste Woche anschauen ...
      Derweil habe ich mich über den Zündverteiler hergemacht. Ich bin schon mächtig beeindruckt, wie viel Dreck da raus kam! Allerdings habe ich ihn noch nicht komplett auseinander, da der obere Teil der Welle offenbar festgerostet zu sein scheint, jedenfalls noch unlösbar ist. Ich hab ihn erst einmal "eingeweicht".
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      Wenn Material abgetragen und neu aufgeschweißt wurde, ist das jedenfalls mal eine sehr gute sachgerechte Reparatur. So mancher "Profi" hätte das einfach mit Kaltmetall oder Harz aufgefüllt. So etwas hält oft auch verblüffend lange, aber ein bisschen Murks ist das schon. Obwohl so etwas oft ab Werk schon so gemacht wurde. (Alugussteile, z.B. Getriebegehäuse werden oft mit Harz druckimprägniert damit kein Öl durchschwitzt).

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      Kris schrieb:

      Ich könnte mir gut vorstellen, dass das nur ein unschöner Grat vom Sandguss ist ...

      Volle Punktzahl, das war der Tipp des Monats! Danke!!
      Wir haben mal an geeigneter Stelle die Kamera eingeführt und die Sache von Innen genau begutachtet. Von Riss keine Spur. Auch auf dem glattgefrästen Flansch der "Führungsschraube" der Schaltwelle keinerlei Anzeichen. Für mich eine Erleichterung und es kann locker weiter gehen ...
      Morgen wird erst einmal der Zylinderkopf wieder zusammen gebaut und anschließend der Motor komplettiert.
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      Aus aktuellem Anlass bräuchte ich mal eine Inspiration. Ich habe der Zündverteiler zerlegt, der hatte es bitter nötig! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viel Dreck da raus kommen kann. Außerdem sind reichlich Einzelteile mit anständig Oberflächenrost versehen. Ich hatte es ja schon einmal beschrieben, eine wirkliche Verstellung durch Unterdruck kann nicht mehr stattgefunden haben. Wenigsten die Rückstellung hatte immens gelitten. Den Anker beispielsweise habe ich erst nach Tagen runter bekommen. Alle zu sehenden Teile haben bereits ausreichend Reinigungsmittel gesehen, fertig bin ich aber noch lange nicht.
      Nun die Frage. Ich muss noch die Antriebswelle ausbauen, da sich auch darunter Schmutz angesammelt hat. Aber wie bekomme ich die raus? Kann ich den Stift (roter Kreis) einfach austreiben? Man will ja nichts kaputt machen, angesichts der Preise und der Verfügbarkeit dieser Teile ...
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      Die Haltefeder ... hätte ich auch so definiert ...
      Hält diese Feder also eigentlich den prinzipiell lose sitzenden Stift? Ich habe schon mal mit Dorn und Hammer Versuche gemacht, der Stift hat sich erfolgreich gewehrt.
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      Die Feder soll verhindert, das der Stift sich aus der Bohrung bewegt (Bild).
      Musste den noch nie entfernen, habe noch einen Reserve Verteiler und
      werde mal versuchen den Stift zu entfernen....

      ... Feder entfernt und mit 2 satten Schlägen auf den Stift kam er 3 mm raus, siehe Bild.
      Der Stift sitzt sehr stramm....

      Viele Grüße Peter
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

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      Hallo Sachse
      ja, die Haltefeder hält diesen Stift. Der sitzt meist nicht besonders fest. Beim Zusammenbau des Verteilers sollte beachtet werden, dass ser MItnehmer unten, der mit den beiden Zapfen, im gleichen Bezug zur Nute für den Verteilerfinger steht. Damit ist sichergestellt, dass der Verteilerfinger in Grundstellung des Motors, Kolben 1 und 4 im oberen OT, auf die Kerbe im Rand vom Verteilergehäuse zeigt, und der Verteiler in der richtigen Winkellage / Einbauposition zum Motorgehäuse steht. Das erleichtert die Einstellung vom Zündzeitpunkt.
      Beste Grüße, Albert
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