Bauschaum im Scheibenrahmen

      Bauschaum im Scheibenrahmen

      Eigentlich ein alter Hut: Beim Murena ist der Scheibenrahmen rechts und links der Scheibe oberhalb der Haubenscharniere ausgeschäumt.

      Die Gründe dafür sollten wohl sein:
      • Schalldämmung (damit da keine Luft durchzieht und WIndgeräusche macht)
      • Rostvorsorge (dafür sorgen, dass es dort rostet)
      ​Am besten kommt man da von unten her dran, wenn die vorderen Kotflügel demontiert sind. Diese habe ich gerade drunten, weil ich die ramponierten Innenkotflügel austausche und eine frühere minderwertige Unfallreparatur eines Vorgängers nachbessere.

      Dabei habe ich mit einer Gewindestange in diesem Bauschaum rum gestochert, diesen zerbröselt (Nicht nur die Zahnräder des Außenspiegels zerbröseln am Murena.) und mit Spitzzange, Greifer, Staubsauger und Druckluft heraus geholt.

      Jetzt frage ich mich, ob das so richtig war, ob ich das so lassen soll, neu ausschäumen, oder ausgießen oder sonst was machen soll.

      Daher die Fragen an die Experten: Was ist der richtige Umgang mit dem Scheibenrahmen bzw. dem oberen Ende der A-Säule:
      • Schaum raus und durchlüften lassen?
      • Schaum mit Korrosionsschutzöl tränken?
      • Mit Epoxy ausgießen (bringt zusätzliche Festigkeit und Gewicht für die Straßenlage)?
      • Gar nichts ändern und den Originalzustand erhalten?
      • Oder gibt es da vielleicht ein Wundermittel aus der Luft- und Raumfahrt?
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      Probleme dieser Art gab/gibts bei verschiedenen Autos dieser Ära. Das m.E. einzig Sinnvolle ist, den Schaum so gut es geht rausprokeln und dann mit Korrosionsschutzfett behandeln. Man könnte die Innenreinigung der Säule vielleicht auch ganz gut mit so länglichen Bürsten hin bekommen, ggf. mit einem milden organischen Lösemittel unterstützt. Das Einbringen des Korrosionschutzfetts sollte damit auch ganz gut gehen.

      Beste Grüße, Bernhard
      Generell gilt, den Schaum raus dann den rostigen Hohlraum mehrmals und über Tage hinweg immer wieder mit Pelox entrosten und zum Schluss Fluid Film in den Hohlraum mit einer Hohlraumsonde sprühen. Dies alle 2 Jahre auffrischen.
      In deinem Fall lieber Horsti, wo der Scheibenrahmen bereits durchgerostet ist gilt, rostige Stelle raus trennen und neu einschweißen, dann mit Fluid Film hohlraumen.

      Für die Experten, deren Matras über 500000 Kilometer Laufleistung haben, gilt dieser Tipp natürlich nicht. Hier reicht es völlig, die durchgerostete A-Säule mit Kohlefaser (gibt es Kilometerweise bei Obi) zu spachteln. Die Festigkeit eines Scheibenrahmens, gerade beim Murena, wird nämlich überbewertet.

      Gruß vom Novizen
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      Beitrag von „Bagheera 74“ ()

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      Matracat schrieb:

      Stimmt genau. Aus aktuellem Anlass bitte ich höflichst darum, eine ernsthafte technische Frage zu stellen.
      Ich mache mir nämlich langsam Sorgen um Sensorenpeter.

      Danke für Eure Antworten. Die Antworten wusste ich so auch schon in ungefähr.
      Die Hauptintention für diesen Thread war nämlich Marcels obige Bitte.
      Marcel, tut mir leid, dass Deine Sorgen um Peter hier bis jetzt nicht entkräftet werden konnten.
      Zitat: Marcel, tut mir leid, dass Deine Sorgen um Peter hier bis jetzt nicht entkräftet werden konnten.

      Vielleicht haben wir ja diesmal sogar Glück und hören nix mehr, dann bräuchten wir nur noch seinen Jünger los werden.
      Die Hoffnung stirbt zuletzt. :)
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      MM16_Franken schrieb:

      Ja, aber nur bei einer Neukonstruktion aus CFK. Hier geht es um Reparaturmöglichkeiten, bei denen die resultierende Festigkeit aus der Verbindung zum umgebenden noch intakten Metall und dessen Festigkeit bestimmt wird.


      Sehe ich auch so. Man wird ja nicht den gesamten Scheibenrahmen aus CFK,selbsttragend, nachbilden. Bei dünnerem Auftrag ist m.E. das Hauptproblem die Haftung auf dem Metallsubstrat. Dieses Problem wird noch verschärft, wenn das Metallsubstrat nicht vor einem Aufbau metallisch rein ist.

      Wenn eine A-Säule durchrostet ist, oder auch nur korrosionsbedingt stark geschwächt, ist m.E. das Einschweißen eines Neuteils die einzig wirklich stabile Reparatur. Gilt auch für den Fußbereich der A-Säule.

      Unabhängig davon kann man als Ameisentätowierer auch darüber nachdenken, ob eine Reparatur mit welchem Fasermaterial auch immer an einem tragenden Bauteil TÜV-konform ist ... 8) .

      Ich war bei Horsts Frage davon ausgegangen, dass er den Schaum prophylaktisch entfernen will. Nicht dass die A-Säule auch durchgegammelt ist.

      Oder meint "rechts und links der Scheibe" nicht die A-Säulen?
      Horst seine Hohlräume sind OK

      Pelox schon gar nicht für Hohlräume, siehe Anhang.
      Manche " Fachleute" geben Tipps, welche sie selbst nicht anwenden würden... (Pelox)

      Anhang, LPS 3 Protektion
      Bilder
      • Pelox.jpg

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      • MLG Bay 737 , LPS 3 Protektion.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Peter Georgi“ ()

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      Beitrag von „Bagheera 74“ ()

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      Beitrag von „Peter Georgi“ ()

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      Korrosionsschutz bei Hohlräumen ist vermutlich mitunter ebenso eine "Glaubenssache", wie Öle, Additive etc. 8o .

      Vielleicht sollte man grundsätzlich unterscheiden zwischen der Konservierung von intakten Metallflächen und der Behandlung von ankorrodierten Flächen. Für intakte Flächen sind wohl Wachse am besten, solange die Wachsschicht nicht beschädigt wird. Bei ankorrodierten Flächen gibt es reaktive Mittel ("Rostumwandler") und rein korrosionshemmende Mittel. Reaktive Mittel müssen nach der Anwendung sehr gründlich abgespült werden (wie schon von Bagheera 74 angemerkt), was mühsam und manchmal schwierig ist. Korrosionshemmende Mittel kleistern, salopp gesagt, einfach die Oberfläche so zu, dass kein Wasser (flüssig oder gasförmig) mehr Zutritt hat, wodurch der Korrosionsprozess sich nicht fortsetzen kann.

      Ich persönlich neige bei Hohlräumen in alten Fahrzeugen zum kriechfähigem Korrosionsschutzfett. Intakte Flächen werden geschützt, ankorrodierte Flächen rosten viel langsamer weiter, wenn überhaupt. Die Kriechfähigkeit ist gerade bei Hohlräumen und Sicken wichtig. Nicht einfach ist natürlich die Anwendung (erwärmt einbringen). Auch sollte man nicht vergessen, dass da auf der Innenseite größere Fettmengen sein können, beispielsweise wenn man außen schweißt ohne zuvor innen gründlich entfettet zu haben. Wobei, ein großer CO2 Löscher empfiehlt sich ohnehin für jede Garage/Werkstatt. An Fetttropfen im Hochsommer darf man sich allerdings nicht stören.
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      Beitrag von „Peter Georgi“ ()

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      Ja da sind sie ja wieder, die Scheibenrahmenspachtler, der Sensorenpeter und sein Klackeurjünger. Und wie immer im Gleichschritt.
      Wir haben euch schon vermisst (hust hust)

      Und wieder mal beweist ihr beide, dass ihr nur den Mund auf macht, damit euer Hinterteil frische Luft bekommt.
      Irgendwas aus dem Netz raus kopiert und das ist dann der Beweis. Haha. Pelox, Brunox, Deox Gel, Brantho Korrux, Owatrol Öl usw... sind im Gegensatz zu euch "Facharbeitern" mein täglich Brot.
      Wie ich Horst bereits telefonisch erklärt habe, funktioniert Pelox auch in seinem Scheibenrahmen, wobei ich das Deox Gel an dieser Stelle für besser halte, da es nicht ganz so flüssig ist. Ihr seid mal wieder davon ausgegangen, dass ich das Zeug maßlos in den Hohlraum sprühe. Weit gefehlt. Im Gegensatz zu euch habe ich vor 15 Jahren schon Murena Scheibenrahmen geschweißt und ganze Holme mit Peter Haas ausgetauscht. Von 10 Muränen haben 6 bereits Blasen an den besagten Stellen und sind somit durch. Schuld ist der bereits erwähnte Bauschaum. Ich kann nur jedem raten, das Zeug raus zu holen. Habe ich bereits vor über 10 Jahren auf den Treffen erklärt. Was aber keiner von euch erklärt hat ist, dass der Bauschaum nicht alleine Schuld am Rost an der Stelle ist. Das Wasser kommt vom Dach, genauer gesagt dringt es an den Nietenlöchern, die das Dach am Rahmen befestigen in die Holme ein und läuft dann runter, wo es sich am Bauschaum sammelt und mit der Zeit das Zink auf frisst, bis der Rahmen durch ist. Ist ja auch logisch, die Löcher im GfK Dach vergrößern sich im Laufe der Jahre, weil das GfK arbeitet.
      Wenn man das Haubenscharnier ausbaut, dann kommt man problemlos an die rostigen Stellen. Hier kann man ganz bequem mit einem langen Pinsel Deox Gel auftragen, über Nacht einwirken lassen und mit einer Rundbürste und Wasser wieder rauswaschen. Diesen Vorgang wiederholt man 5 Tage, bis der Rost auch in den kleinsten Poren weg ist. Hinterher mit einer Sonde Fluid Film rein und man hat nie mehr Probleme an der Stelle. Im Gegensatz zu euch spreche ich mal wieder aus Erfahrung wogegen ihr mal wieder nur vermutet. Einmal mehr wird hier der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ganz deutlich, aber woher wollt ihr Gleichgeschalteten das schon wissen.
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      Peter Georgi schrieb:

      Es wird ziemlich räuchern wegen dem Schaum innen, aber wenn nur stückchenweise gearbeitet wird, dann sollte es klappen.
      Das ist ja wohl etwas naiv gedacht. Es geht ja nicht nur um etwas Rauch, sondern auch eine möglichen Brand und die Produkte eines solchen mindestens Schwelbrands müssen sicher nicht in dem Holm bleiben. Daher also vorher raus!

      Peter Georgi schrieb:

      Wäre der Holm durch, wäre es das Ende vom MATRA bei mir gewesen,
      Marcel, das wäre doch die Lösung eines Deiner Probleme hier im Forum gewesen. (wobei man natürlich auch ohne Matra rein theoretisch weiter schreiben kann)

      Peter Georgi schrieb:

      Was ist nun bei Dir Horst, ist der Holm durch oder WAS..... ????
      Nein,ich habe nur den Schaum vorsorglich raus gemacht und das Thema hier reingesetzt. Marcel wollte ja ein technische Frage, aus der sich nun diese Diskussion ergeben hat. Siehe auch das folgende Zitat.

      MM16_Franken schrieb:

      Die Hauptintention für diesen Thread war nämlich Marcels obige Bitte.
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      Beitrag von „Peter Georgi“ ()

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      Beitrag von „Bagheera 74“ ()

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