Murena in der Presse

      Murena in der Presse

      Nein, nicht in der Verwertung. Es sind natürlich die Print-Medien gemeint.
      Da ich eigentlich alles sammle, was man an Gedrucktem so finden kann, mir über die Jahre aber leider auch einiges durch die Lappen gegangen ist, fände ich schön, wenn man hier auf aktuelle Veröffentlichungen hinweisen könnte.
      Das hier fand ich zum Beispiel neulich im Oldtimer-Markt 2020-10, man beachte die Überschrift:
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      • 2020-10 OldtimerMarkt.jpg

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      Na ja, Artikel würde ich dies ob der Kürze nicht nennen. Für die paar Zeilen, die zur Verfügung standen geht kaum mehr. Leider entsteht hier einmal wieder der Eindruck, dass der Murena wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde und das ist ja nun einmal nicht ganz richtig. Wäre da nicht der lukrative Auftrag von Renault gekommen...
      Und dass das Image durch den Bagheera beim deutschen Kunden gelitten hat möchte ich nun auch nicht hinterfragt wissen.
      Ohne Frage, der Bagh. war ein ganz tolles Auto, für mich in einigen Dingen sogar besser aus der Murena, aber die Verarbeitung war ja nun wirklich, gerade beim Korrosionsschutz, unterirdisch.
      Den in verzinkt, das wär´s gewesen...

      Alles Gute

      Michael

      MM16_Franken schrieb:

      Nach dem lesen des kurzen Artikels halte ich diesen Artikel für einen Fall für die Schrottpresse.

      Naja, jedenfalls gab die Zeitschrift auch sonst nicht viel mehr her, um diese zu erwerben.

      Michael schrieb:

      ... dass der Murena wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde und das ist ja nun einmal nicht ganz richtig. Wäre da nicht der lukrative Auftrag von Renault gekommen...

      Und wäre da nicht noch dieser andere Renault gewesen ...
      Der im gleichen Zeitraum gebaute Alpine kam auch nicht auf viel mehr Einheiten, wurde nie als 'erfolglos' dargestellt und bekam sogar Nachfolger.
      Das mit der Alpine stimmt nicht so ganz, der Fuego war das eigentliche Problem.
      Nicht zuletzt deshalb (Veto Renault) landete der Tagora 2.2 im Murena, eigentlich wollte man bei MATRA ja den 2l PSA-Alumotor, der nebenher gewichtsmäßig besser harmoniert hätte.
      Aber das eigentliche KO-Argument war der Espace. MATRA hatte wohl nur ein Produktionsband und da war klar, wer Platz machen musste.
      Dass diese Abhängigkeit letztlich in den Untergang führen würde ahnte wohl seinerzeit keiner.
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      @Michael
      Zitat: Dass diese Abhängigkeit letztlich in den Untergang führen würde ahnte wohl seinerzeit keiner.

      Das kann man so pauschal nicht einfach dahersagen. Immerhin führte die Zusammenarbeit zwischen Matra und Renault durch den Espace zum meistgebauten Familienvan aller Zeiten und immerhin fast 20 Jahren Kooperation.
      Guedon hat immer wieder betont, wie dankbar man Renault sein müsse für die Möglichkeit, den Espace zu bauen, ohne den das Matra-Werk wohl schon wesentlich früher geschlossen worden wäre. Außerdem wurden dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen und die Entwicklungsabteilung durfte ja auch noch schalten und walten, wie sie wollte.
      Da gab es im Automobilbereich wesentlich kürzere Kooperationen, die schließlich zum Niedergang bekannter Marken geführt haben, als bei Matra-Renault. Stichwort BMW und Rover z. B.

      @Sachse
      die Kausalität Murena-Espace war schon richtig, aber der Zusammenhang zu Alpine war schon immer falsch. Bei Renault betrachtete man den Murena als direkten Konkurrenten zum Renault Fuego. Die Bedingung für den millionenfachen Bau des Espace im Werk Romorantin und somit der Fortbestand der Marke Matra war der Fertigungsstopp des Murena. Um Arbeitsplätze zu erhalten, willigte Guedon ein. Eine weise Entscheidung und nicht so negativ, wie sie heute von vielen Matristi häufig dargestellt wird. Renault war keineswegs der Matrakiller. Und wäre der Avantime ein Erfolg geworden, gäbe es Matra als Automobilhersteller sicher heute noch.
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      @Marcel Ja, dass kann man sicher auch so sehen wie Du. Es ist halt so gekommen, wie es gekommen ist. Aber wenn ich an Marken wie Morgan denke, frage ich mich schon, ob es nicht besser gewesen wäre klein und relativ unabhängig zu bleiben. Aber das ist wie gesagt Spekulation.
      Sicher ist aber, dass sich MATRA dadurch in eine starke Abhängigkeit gebracht hat.
      Ich denke, dass wir dieses, vielleicht als einziges, als sicher festhalten können.
      Hm, Morgan. In Spitzenzeiten eine Jahresproduktion von 1000 Fahrzeugen und Umsatz von rund 50 Mio €. Bei der Kleinheit kann man natürlich leichter unabhängig bleiben.

      Man muss aber auch die Kunst des Marketings beherrschen. Morgan-Fahrer sind stolz darauf, dass es in die Karre nicht nur rein regnet, sondern auch rein schneit. Und dass sie am Hintern spüren, ob der gerade überfahrene Zigarettenstummel mit oder ohne Filter war.

      Wie man allerdings in Zeitraffer wegrostende Chassis (Bagheera) "kultivieren" könnte, da fehlt mir leider jeglicher Ansatz.

      Vermutlich hätte Matra klein bleiben können, wie in der vor-Bagheera Ära, dann könnte es der Morgan Frankreichs geworden sein?