Ein Matra Murena in Sachsen

  • hi ,


    ich habe da noch ein paar Infos dazu.

    ich baue in Abständen CFK Bords, ein Bild dazu im Anhang, die tempere ich nicht, wegen den komplexen Innenaufbau und dann der Honeycomb Carbon Sandwich Deckschicht,


    aber die Matra Haube und die vordere Stoßstange wurden in einer Profi Lackierbox von mir lackiert und dann in eine Wärmekammer geschoben.

    Die Stoßstange war einfach, einmal mit Füller und dann nachdem

    trocknen (1Tag) mit Grundierung, nach 2 Tagen mit Matralack, sie war neu.

    Die Haube komplexer, da alt und die alte Lackschicht beschädigt

    bis zur Grundierung, auch durch Steinschlag.

    Peter


    P.S. Lack Profis nehmen für GFK PU-Acryl 2K Lack (Decklack), diese sind etwas flexibler, d.h. weniger Haarrisse später,

    das war auch mein Favorit.....

  • Na ihr wisst ja von Horror-Geschichten zu berichten!

    Fragt sich ja fast, wo all die ziemlich gut lackierten GFK-Fahrzeuge herkommen ...


    Bagheera 74

    Das es nicht "easy" ist, versteht sich von selbst. Sonst gäbe es ja keine Spezialisten. Das ist es aber auch bei Blech nicht anders. Ich bemerkte ja extra: wenn "die Oberfläche komplett lackiert und unfallfrei ist". So habe ich mir von einigen Profis sagen lassen müssen, dass man sowieso nicht alles bis zum Kunststoff runterschleift, wenn der vorhandene Aufbau in Ordnung und prinzipiell nur unschön ist. So ist es bei meinem Wagen. Eine Wärme-Kabine ist natürlich unabdingbar. Auch wurde ich stets darauf hingewiesen, dass sowieso über einen längeren Zeitraum mehrfach lackiert wird. Der Plan war, im März/April zu beginnen und im Idealfall im November fertig zu sein. Der Mann ist ein hochdotierter Profi, der schon zahlreiche renommierte Projekte hervorgebracht hat. Leider hat er irgendwie Probleme mit Terminen und Kommunikationsgeräten ...


    Orangener Murena

    Bitte nicht falsch verstehen und auch nicht persönlich nehmen, aber wenn ich die Fotos genau ansehe und die Details nicht falsch interpretiere, würde ich den Lackieren nicht weiter empfehlen.


    Ich habe früher selbst GFK-Teile hergestellt. Gut, es war nur für Mopeds und Motorräder und uns war die Qualität nicht unbedingt der wichtigste Aspekt, aber nach dem Lackieren sagen die meisten Teile sehr brauchbar aus. Auch nach Jahren noch.

    Wie auch immer, dass es nicht einfach is und ganz sicher nicht günstig, war ja von vornherein klar. Und ich mach's bestimmt nich selbst!

  • Ja klar wenn die Oberfläche schön ist schaut es drunter auch super aus. (Achtung Ironie)


    Hör mal auf zu träumen.


    Was glaubst warum da keiner drüber will....Die Lackierer haben Ahnung. Können dir keinen Kostenvoranschlag machen weil wenn sich das GFK unterm Lack auflöst (jetzt schon) und die sehen es wenns zu spät ist dann müssens rausschneiden.


    Frag mal bei Lackierern was so ne Lackierung einer Corvette kostet. 5 Stellig mit sicherheit aber auch keine 1 oder 2 davor....


    Da du ja genug Lackierer gefragt hast solltest du ja schon gewisses Imput bekommen haben.

    Und die Spaltmaße, Qualität bei meinem Murena ist mir wie ihr sicherlich mitbekommen habt ein wenig mehr egal als den meisten hier weil der Murena nicht mein Liebkind ist.


    Ich wollte dir nur die Probleme aufzeigen die bei einem 40 Jahre alten GFK Auto Lacktechnisch auftreten können da du nicht verstanden hast warum alle Lackierer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen :)

  • Was ich hier so lese, kann ich zum Teil bestätigen und habe andererseits wohl auch etwas Glück gehabt.


    Auch ich habe viele Absagen, erhalten. GFK machen wir nicht, ganze Autos machen wir nicht, keine Zeit oder Auftragsbücher voll oder an einem Kotflügel auf Versicherung verdienen wir besser als an einer Komplettlackierung.


    Meinen Bagheera habe ich so weit wie nötig runter geschliffen, den abbröselnden Klarlack komplett, teilweise den Metalliclack nur angeschliffen, teilweise bis zum Füller und an machen Stellen bis auf das GFK, dann laminiert, gespachtelt und geschliffen und in diesem Zustand an den Lackierer übergeben.


    Der hat dann Füller (evtl. auch Spritzspachtel?), Basislack und Klarlack lackiert. Für 2500 €.


    Das Ergebnis taugt und hält auch heute noch ca. vier Jahre später. Es sind nur einige wenige kleinere Risse im GFK wieder aufgegangen und an ein, zwei Stellen ist mein Spachtel etwas eingefallen, aber für beides kann der Lackierer nichts.


    Erfolgreiche Randbedingungen: Der Lackierer hat ein Herz und Gespür für Oldtimer und der Wagen war knapp einen Monat bei ihm, weil er das immer mal wieder mit rein geschoben hat.

  • Das GFK unserer Muränen besteht aus Polyesterharz, was sich leicht am Geruch (Styrol), besonders beim Schleifen und an der gelblichen Färbung erkennen lässt. Polyester-GFK an sich ist gegen Wasser und Öl / Fett nicht beständig, es braucht unbedingt eine Schutzschicht. Zudem wird es mit dem Alter "weich" weil sich die Glasfasern vom Polyester trennen, prima Kapillaren für jede Art Flüssigkeit, die sich dann mit allen möglichen gelösten Bestandteilen zu chemischen Cocktails verbinden kann. (Wer regelmäßig seine Türschaniere großzügig mit WD40 schmiert, der braucht zum Ausbau irgendwann keine Schrauben mehr zu lösen, manchmal kann man die dann einfach so herausnehmen, samt deren Umgebung).

    Abhängig von Alter, Belastung, Lagerung usw. ist jeder Murena mehr oder weniger "vorgeschädigt". Jeder noch so kleine Hohlraum, besonders wenn er mit irgendwelchen Flüssigkeiten gefüllt ist, kann beim Lackieren das Ergebnis versauen. Selbst ein neues Coating macht solche Löchlein oft nicht dicht da sich ein neuer Kanal im Coat bilden kann, den man nicht unbedingt sieht. Die Teile vor dem Coating im Trockenschrank zwei Tage zu tempern hilft, aber ein Restrisiko bleibt immer. Toll wird's auch wenn Reparaturen mit neuem Polyesterharz oder mit Epoxidharz durchgeführt wurden. (Polyesterharz schrumpft übrigens bis zu mehreren Wochen nach, wer zu früh schleift hat später eine "Delle"). Da kann es ganz unerwartete Effekte geben. All sowas sieht man vorher nicht, darum machen das die Lackierer nicht gern, oder aber sie nehmen einen Preis der Nacharbeiten mit abdeckt, falls sie die selbst machen. Üblicherweise heißt es aber oft "der Lackierer war nix, der hat das Auto versaut..." dabei kann der gar nix dafür. Lässt sich eben niemand gern nachsagen, besonders wenn er sein Geld einfacher verdienen kann.

  • Oh, das wird doch hoffentlich keine Grundsatzdiskussion. Na dann versuch ich mal, das etwas aufzuklären.

    Hör mal auf zu träumen

    Nein! Warum auch. Ohne träumen würde man aktuell so ein Projekt gar nicht angehen, denn gerade hier (Osten, Kleinstadt, Servicewüste ...) würde man unter rationalen Gesichtspunkten eher nach Gold graben.

    Was glaubst warum da keiner drüber will....Die Lackierer haben Ahnung.

    Das ist definitiv nicht der Grund! Und auch Kostenvoranschläge habe ich ausreichend.

    Frag mal bei Lackierern was so ne Lackierung einer Corvette kostet. 5 Stellig mit sicherheit aber auch keine 1 oder 2 davor....

    Was sicherlich mit der den Auftrag gebenden Klientel zu tun hat. Ganz nebenbei erwähnt (und ja, da spreche ich aus Erfahrung), hat der bei einer älteren Corvette verwendete Kunststoff nur wenig mit dem eines Murena zu tun. Ich habe schon an beiden geschliffen, der Unterschied ist sicht- und spürbar.

    Was du allerdings bei der vermuteten Zahl für eine Währung zugrunde legst, ist mir rätselhaft. Euro sind es sicher nicht. Fünfstellig mit wenigstens einer drei davor ...

    Ich wollte dir nur die Probleme aufzeigen die bei einem 40 Jahre alten GFK Auto Lacktechnisch auftreten können ...

    Wie schon erwähnt, fahre ich das Auto seit über 30 Jahren und habe in der Zeit auch lack- und reparaturtechnisch reichlich Erfahrungen gesammelt. Doch speziell was meinen Wagen anbetrifft, hatte ich da offenbar mehr Glück als du.

    ... da du nicht verstanden hast warum alle Lackierer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ...

    Oh, da hast du was nicht verstanden. Die schlagen nicht die Hände über dem Kopf zusammen, davon hab ich nichts geschrieben. Lies den Beitrag von MM16_Franken noch einmal, der hat den Nagel ziemlich genau auf den Kopf getroffen.


    Orangener Murena

    Deine Meinung zum Lackieren kann bestenfalls als deine Meinung durchgehen, objektiv und zielführend ist sie leider nicht. Falls du diese Erkenntnisse an deinem MATRA erworben hast, könne diese leider nur für dein Auto gelten. Die auf deinen Fotos zu sehenden Schäden sind sicherlich nicht aufgrund akribischer Vorbereitung und entsprechender Lackierung entstandene Macken. Das ist schlichtweg Pfusch.

    Versteh das bitte nicht falsch, du darfst deinen Wagen natürlich einfärben wie und womit du willst, von mir aus auch rollen. An einem solchen Lackaufbau bin ich aber leider nicht interessiert und die Lackierer, mit denen ich mich dann doch unterhalten habe, auch nicht.

    Erfolgreiche Randbedingungen: Der Lackierer hat ein Herz und Gespür für Oldtimer ...

    Das Meiste davon trifft es haargenau, nur DIESER ist der Wichtigste!

    Allerdings war bei mir keiner dabei, der das in knapp einem Monat schaffen wollte/ geschafft hätte.


    Bagheera 74

    Da ist auch viel Wahres dran. Allerdings habe ich das auch genau so mit dem einen oder anderen Fachmann besprochen. Wenn das vorher geklärt ist, lässt sich auch besser miteinander arbeiten. Der Mann, der es letztendlich machen wollte, ist eine Nummer in der Oldtimer-Szene, hat unser Land auch schon auf betreffenden Messen bis hin nach Dubai vertreten und kennt sein Geschäft. Wie schon geschrieben, Start sollte März/April sein und fertig bestenfalls November. Und das, obwohl er alle Teile separat geliefert bekommt und keinerlei Montagearbeiten erledigen muss.

    Ihr könnt es schon glauben, am Auto, dem Fachwissen oder gar dem Betrag hat es bisher nicht gelegen. Es sind vielmehr die Menge Versicherungsschäden, mit denen sich wesentlich mehr in kürzerer Zeit verdienen lässt, der Mangel an Lehrlingen/Fachkräften, die das erledigen könnten und am Umfang der Arbeiten, die monatelang Stellplatz blockieren ...

    Leider vergessen die Meisten, einfach abzusagen. Oder sie tun es nur einfach nicht ...

  • Ich möchte mich ja auch nicht so hineindrängen, Mein Murena wurde 2003 neu gelackt und dazu auch noch in Metallic. Auch heute kann ich keinerlei Schäden feststellen.

    Wobei hier vermutlich mehrere Dinge zusammengekommen sind:


    - Mein Lackierer hatte reichlich Erfahrungen mit GFK und auch den möglichen Lackkits. Die Schäden, die ich beim "orangener Murena" sehe, kommen mir eher so vor, als seien einige Komponenten nicht miteinander verträglich oder aber die Schichten folgten zu schnell aufeinander (s. zweite Anmerkung).

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    - Nach jeden Arbeitsgang stand der Wagen mehrere Wochen (Ausdünstungen). Ich nehme an, dass bei einigen Lackieren hier der Hase im Pfeffer liegt, die wollen halt (verständlich) ihre Halle schnell leer haben. Dabei ist gerade dies extrem wichtig, sei es das das Setzen von Spachtel oder auch das Durchtrocknen. Es soll ja auch Leute gegeben haben, die Spachtel nassschleifen und dann sofort grundieren. Keine besonders gute Idee, wenn im Spachtel noch Feuchtigkeit ist. Dann rumort es natürlich früher oder später unter dem Lack.


    - Auch bei mir wurde nur soweit runtergeschliffen wie nötig.


    Im Übrigen ist die Qualität der Karosserie gar nicht so übel, da die Beplankung von beiden Seiten in eine Form kam. Die rückseitigen Flächen sind ziemlich glatt und plan und sind daher weniger gefährdet als die "offenen" Flächen bei einer Corvette.


    Mein Fazit ist hier, dass neben dem Know-how der Lackchemie eben die Wartezeiten extrem wichtig sind.


    Wenn ich mir hier das Bild ganz genau betrachte, muss ich schon mutmaßen, dass genau das hier nicht erfolgte:



    - rot -> Unverträglichkeit ? / nicht ausgedünsteter Untergrund ?

    - blau -> Farbnebel am Auspuff und Fehlstellen, nur eingenebelt

    - grün -> Abplatzung


    Das alles deutet für mich auf hastig hin.



    Alles Gute


    Michael

  • ... hat der bei einer älteren Corvette verwendete Kunststoff nur wenig mit dem eines Murena zu tun ... der Unterschied ist sicht- und spürbar.

    Im Übrigen ist die Qualität der Karosserie gar nicht so übel, da die Beplankung von beiden Seiten in eine Form kam. Die rückseitigen Flächen sind ziemlich glatt und plan und sind daher weniger gefährdet als die "offenen" Flächen bei einer Corvette.

    Eben. Man kann ja viel über GFK-Karossen sagen, da gibt es viele verschiedene. Die von MATRA (nach meinem Kenntnisstand natürlich vor allem des Murena) sind aber ganz sicher nicht die Schlechtesten.

    Das erste Malheur, was mir mit dem Murena vor nun mittlerweile über 30 Jahren passiert ist, war ein beim Rückwärtsfahren ausgerissenes kleines Stück aus der Mitte des Frontspoilers. Das habe ich auf dem Parkplatz vor dem Haus von hinten einlaminiert, verspachtelt, geschliffen und lackiert. Nicht sehr schön oder gar professionell, hat aber all den Jahren ohne Garage Wind und Wetter problem- und schadlos getrotzt. Von vorn ist die Stelle nicht zu erkennen, auch heute nicht.

    Die Schäden, die ich beim "orangener Murena" sehe ... Wenn ich mir hier das Bild ganz genau betrachte ...

    Ich wollte da nicht genauer darauf eingehen, Orangener Murena hat ja geschrieben, dass er zu dem Wagen eher ein lockeres Verhältnis pflegt und ihm der Lack nicht soooo wichtig ist. Und auch an den anderen von ihm gezeigten Fotos ist deutlich zu erkennen, was er damit meint. Er macht ja kein Geheimnis daraus. Doch schlecht verschliffene Spachtelstellen, im angebauten Zustand eingenebelte Anbauteile, nicht mit lackierte Einstiege und andere Kleinigkeiten sind nun mal nicht mein Ziel. Den Farbton finde ich gut, auch wenn meiner anders aussehen wird. Aber vor allem die Verarbeitung muss bei mir eine Andere sein.

    Alles was du da über die Lackierung deines Wagens schreibst, hab ich genau so von dem einen oder anderen Lackierer gehört, vor allem was das Runterschleifen und den Zeitaufwand betrifft.

    Ich werde da keine Kompromisse eingehen, hoffe noch auf eine Reaktion oder werde weiter suchen.

  • Mein Lackierer hatte eigentlich den Auftrag gerne angenommen.

    Ich persönlich bevorzuge die Komplett-Demontage vor dem Lackieren.

    Das heisst, alle GFK-Anbauteile demontieren. Ich weiss viel Arbeit, welche sich im Endeffekt lohnt.

    Die Innenseiten der GFK-Teile habe ich mit 2K-Lack gestrichen. Ist reiner Schutz vor Wasser usw.

    Der Nachteil ist, dass die Wiedermontage der GFK-Teile mit sehr viel Vorsicht angegangen werden muss.

    Da kann es vorkommen, dass mal ein Kratzer entsteht. Der Zeitaufwand ist auch beträchtlich, aber das Ergebnis macht dann um so mehr Freude.

    Ein zusätzlicher Vorteil liegt darin, dass die GFK-Teile mit neuem heutigen Kleber eingeklebt werden können.

  • Mein Lackierer hatte eigentlich den Auftrag gerne angenommen.

    Ich persönlich bevorzuge die Komplett-Demontage vor dem Lackieren.

    Was für eine Arbeit! Absolut beachtlich!! Über den Aufwand, den du da betrieben hast, kann so mancher Lackierer sicher nur staunen.

    Mir scheint allerdings, das wäre in unserer Region hier völlig egal. Ob da noch etwas am Chassis klebt oder ob ich alle Kunststoffteile separat hinlege, scheint die Begeisterung der Fachleute nicht zu beeinflussen. Ein ganzes Auto geht natürlich gar nicht, demontieren will niemand etwas. Alles andere beeinflusst eine Entscheidung aber offenbar kaum.

    Ich hatte und habe allerdings auch gar nicht vor, die Karosse komplett zu demontieren. Das kann ich mir platzmäßig überhaupt nicht erlauben, da ist eine Garage wie die deine natürlich von Vorteil. Bei mir sollte das auch schon an der Menge der verfügbaren Schraubzwingen scheitern ...

  • Nun ja was für ein Aufwand. Ich glaube nicht, dass die Franzosen damals auch mit Schraubzwingen gearbeitet hatten. Ich kann mir auch vorstellen, dass der einseitige und ungleichmäßige Druck der entsteht auf Dauer für Spannungen in der Karosserie sorgt? Auch die innenseitige Lackierung lässt das Material nicht mehr optimal Atmen. Nicht das doch eindringende Feuchtigkeit dann an anderen Stellen der Karosserie austreten. Manchmal ist weniger mehr.

    Gruß Michael

  • Michael, da stimme ich Dir zu, Matra hat nicht mit Schraubzwingen gearbeitet. Doch deren Ergebnisse waren auch nicht vom Feinsten.

    Spannung in der Karosserie, vor allem durch die Verwendung von Harz zur Befestigung der Seitenteile durch den Hersteller seinerzeit, ist gegeben. Der von mir verwendete Dicht- Klebstoff bleibt elastisch und hält mit Garantie.

    Die hinteren Seitenteile haben ein Stützblech das auf der Quertraverse genietet ist. Dieses Blech ist meistens derart verrostet, dass die Traverse resp. die Verzinkung auch schon geschädigt ist. Diesen Mangel kannst du nur beheben, wenn das Zeug weggenommen wird.

    Optimal atmen bei 40 jährigem Polyester, man kennt das ja von den Booten. Atmen gleich Osmose und so. GFK ist nun mal nicht wasserundurchlässig.

    Die Schraubzwingen sind dafür da, dass das Seitenteil in Position bleibt bis der Kelber haftet. Ich habe auf einer Seite etwas zu viel gespannt = kleine Vertiefung. Sieht man, wenn man weiss wo.

  • Dieses Blech ist meistens derart verrostet, dass die Traverse resp. die Verzinkung auch schon geschädigt ist.

    Stimmt, da kann man fast drauf wetten dass dort Rost zu finden ist. Ich habe schon einige zerlegt, da hatten alle Probleme.


    So sieht das aus, bei einem ansonsten noch gut erhaltenen Auto, obwohl die Bleche ebenfalls verzinkt sind. Ohne die Seitenteile zu demontieren kommt man da nicht ran.


    Polyester-GFK sollte man meiner Erfahrung nach immer vor Feuchtigkeit schützen. Besonders älteres GFK ist besonders anfällig, Osmose, die kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, oder auch durch Kapillarwirkung an delaminierten Glasfasern. Wie das aussieht kann man oft besonders gut an ausgebauten Schwellern sehen, die Fasern um die Bohrungen für die Befestigungsnieten sind oftmals komplett abgelöst vom Harz. Das fühlt sich an wie Blätterteig, hält zwar meist noch zusammen, ist aber biegbar und weich.

  • Hallo Sachse, das glaube ich jetzt aber nicht. Nochmals ein Jahr bis Du fahren kannst. Mein aufrichtiges Beleid.

    Ja, glaube ich selbst ja kaum.

    Der letzte Lackierer wollte (wie schon mal erwähnt) März/April anfangen, wäre dann so gegen November fertig gewesen. Aus März/April ist offensichtlich nichts geworden, so wird November auch nicht zu halten sein. Seine Arbeiten sind wirklich überzeugend, professionell und ganz sicher auch ihr Geld wert. Nur müsse sie erst einmal gemacht werden ...

    Für letzten Sonnabend hatte sich dann ein weiterer Lackierer angekündigt, dessen (am Telefon besprochener) Zeitplan etwas weniger langwierig zu sein scheint. Leider war ich Corona-geschädigt verhindert und aus dem Treffen wurde nichts. Das soll nun nächste Woche passieren.

    Der Felgenprofi hat mir Hoffnung gemacht und auch die Reifen sind auf sein Anraten hin schon bestellt.

    Der Sattler hat mir schon vor ein paar Wochen die endlich eingetroffene passende Lederprobe zeigen können und nun warten wir auf die Lieferung der benötigten Menge.

    Insgesamt also eine recht optimistische Perspektive oder wenigstens eine bessere, als all die Monate vorher. Nur bis das alles erledigt sein wird und der Wagen komplettiert auf die Straße darf, dürfte noch einmal Schnee gefallen sein ... auch in unseren Breitengraden ...

  • Wenn man die Geschichte hier verfolgt, animiert einen das leider überhaupt nicht, sich aktuell ein solches Projekt vorzunehmen. Da sollte man in meinem Alter schon bei allerbester Gesundheit sein, um letztendlich auch noch etwas vom Ergebnis genießen zu können.

    Das ist bedauerlicherweise kein Beispiel, um die Szene an kommende Generationen weiter zu geben. Schade, das Hobby war noch nie einfach oder schnell erledigt, aber noch vor ein paar Jahren ließen sich stetiger Fortschritte erreichen.

  • Hallo LM,


    nun, ein Matra ist kein VW Käfer oder ein Brite, bei dem man bei Limora alles bekommt. Darüber sollte man sich schon im Klaren sein. Andererseits kann einen es auch durchaus Vergnügen bereiten trotz oder wegen der Widrigkeiten etwas auf die Reifen zu stellen.

    Wer einfach nur sofort einen Oldie fahren will, für den ist MATRA sicher nicht der beste Tip.

    Andererseits, wenn endlich Grund drin ist, sind die Wagen ziemlich unproblematisch. Nur bis dahin ist es oftmals ein längerer Weg.

  • Michael

    Nun, ganz richtig liegst du damit leider nicht, denn die MATRA-spezifischen Arbeiten sind alle seit fast einem Jahr zur vollen Zufriedenheit abgeschlossen. Was da gerade so unglaublich zäh (oder eben gar nicht) läuft, sind die Arbeiten, die bei jedem anderen Oldtimer genau so gemacht werden müssten. Dass der Sattler irgendwie kein Material bekommt, der Lackierer sich vor einer größeren Arbeit scheut und die Felgenüberarbeitung in die Hose ging, hat nur sehr wenig mit der Automarke zu tun.

    Ich habe beispielsweise Reifen bestellt und auch schon bezahlt, die nun bei dem Händler nicht mehr lieferbar sind ... und nun warte ich natürlich erst einmal auf mein Geld ...

    Was ich allerdings genauso sehe ist die Tatsache, dass der Murena gut behandelt und gewartet prinzipiell ein ziemlich unproblematisches Auto ist. Sogar die Glühlampen in den Klappscheinwerfern habe ich bei allen andere, vor allem dem Celica, öfter wechseln müssen.

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