Kosten Motorrevision

  • Wie in der Überschrift schon beschrieben interessiere ich mich zu Rückmeldungen für Motorüberholungen.

    Bei meinem 2.2 müssen die Zylinder gehont werden.

    Ein- und Auslassventilsitze neue gefräst werden und

    die Auslassventilsitzringe erneuert werden. Lager sind alle noch im Standardmaß.

    Anschließende Montage (wegen Garantie).

    Hatte von Euch jemand sowas in letzter Zeit.

  • Hi Tenge,


    ich kann dir die komplette Liste (4 Seiten) mailen mit Kosten und Arbeitsstunden.

    Das war bei mir 1999 bei 332 125 km.

    Damals hatte ich keine Zeit und Lust so etwas selber zu machen.

    Die Stundensätze sind noch in DM. Die Zeiten sind auch dabei, die kannst Du ja mit den aktuellen € Sätzen korrigieren.

    Z-Kopf wurde überholt

    Motor gehont

    Pleuellager neu

    die 5 Hauptlager von der Kurbelwelle nur poliert, waren wie neu, es wurden aber neue Lagerschalen eingebaut, aber mit den gleichen Abmessungen wie die Alten.

    Kupplung neu plus Ausrücklager

    Schwungscheibe plan geschliffen

    den Rest kannst Du aus den Anlagen entnehmen.


    Motoröl Syntetik von Haus aus, ab Null Matra KM.


    Wenn Du diese Info haben möchtest, sende mir eine Mail

    Peter

  • Hallo Tenge,


    bei dem Thema ist doch die Hauptsache jemanden zu finden, der das machen kann und will.


    Die Fräs- und Hohnarbeiten dürften sich preislich in Grenzen halten, beim Tausch der Ventilsitze könnte es schon schwieriger und teurer werden.


    Aber erst mal eine Gegenfrage: So genau wie Du Dich über den Zustand Deines Motors bzw. der durchzuführenden Tätigkeiten auskennst, hast Du doch wohl schon eine Motorenwerkstatt an der Hand, die das alles diagnostiziert hat? Oder weißt Du selber so gut Bescheid und kennst nur die Preise nicht? Oder willst am Ende nur den Preis Deiner Werkstatt drücken.


    Von letzterem würde ich dringend abraten. Ersten sollten wir froh sein, wenn wir überhaupt noch Werkstätten haben, die so etwas machen und das gehört dann eben auch bezahlt. Und mit einem Pfusch von einem Billigheimer wirst Du im Zweifelsfall nicht glücklich.


    Gruß Horst

  • Den Motor hatten wir selber komplett zerlegt und dann natürlich mit einem Motorenbauer besprochen. Danach wären wir jetzt aber nahe an einem wirtschaftlichen Totalschaden.

    Die Einzelnen Positionen für die Arbeiten am Motor, inkl. kompletter auch konservierender Arbeiten sind in Ordnung. Die Montage am Schluss macht fast 40% der gesamten Kosten aus.

    Drücken ist natürlich Quatsch.

    Man weiß ja sowieso nicht, wie es ausgeht. Beim letzten Mal hat ein Spezi diese Hülsen zwischen Schlepphebel und Kopf an zwei Stellen falschrum eingesetzt. Ergebnis war Mangelschmierung an zwei Schlepphebeln.....

    Aber die Frage: Breche ich ab, Motte den Wagen ein und suche in aller Ruhe nach einem Spenderwagen mit laufendem Motor oder auch sonst was.

  • Das kann ich mir vorstellen.

    Die Kosten waren damals fast 10 000DM!!! incl. allem.


    Bei dem heutigen Marktwert ....

    Aber der Motor ist dann zuverlässig und wie neu.

    Als Tip mal, wenn Du den Rumpfmotor, also nur das Graugussteil überholen lässt und ihr dann den Rest selber macht, dann hast du einen neuen Motor der den MATRA überlebt.

    Die reinen Kosten (Arbeitslohn) für die Überholung vom Motor, ohne Kopf , Getriebe und Ölwanne waren 1900 DM ohne MWST, vom Motorenbauer, Plus natürlich Simmerringe, Pleuellager und Kolben.

    Die werden heute etwas höher sein, da die Löhne angezogen haben.


    Den Zylinder Kopf planen und Ventilsitze schleifen habe ich später mal machen lassen, kostet nicht die Welt, Kosten such ich mal raus, in Euro da das nicht solange her ist. Der Zyl Kopf hat total 300 000km bis jetzt 2021 gelaufen.


    Kopf schleifen 110€ (2016 bei 507 000km) wenn alles selbst ausgebaut wurde, Ventile, Nockenwelle. Die Ventile habe ich in einer Autowerkstatt ausgebaut, wegen Spezialwerkzeug und dort auch wieder eingebaut, einige Euros in die Kaffeekasse. Das war ein Klacks... 15min Job...

    Die Ventilsitze waren OK hat der Profi gesagt und die Ventile auch, nicht

    verbogen und nicht eingearbeitet.

    Das selbst ausbauen der Ventile /Nockenwelle war eine Terminsache, die Jungs hatten einfach keine Zeit dafür, sonst hätte ich erst einen Termin in 2-3 Wochen bekommen, so war der Kopf aber Abends fertig....


    Peter

  • Da ich das gerade hinter mir habe, kann ich dir sagen, die Arbeiten kosten alle nicht die Welt. Aber du wirst keinen finden, der das schon einmal gemacht hat. Es muss sich also jemand dafür begeistern und einlesen. Der Motor muss raus und zerlegt werden, dass alles muss dokumentiert werden, um eine ordentliche Montage garantieren zu können. Das dauert und das kostet! Ich weiß spontan nicht genau, was von meiner Rechnung explizit auf den Motor fällt (Lenkung, Bremsen u.s.w. wurden ja auch generalüberholt), aber mit ein paar Ersatzteilen kommt man schnell in die Nähe einer fünfstelligen Zahl.

    Ich würde dir bei Interesse meine Werkstatt empfehlen. Der hat das gerade gemacht und ist wirklich begeistert bei der Sache. Wäre aber im tiefen Sachsen ...

    ... dann natürlich mit einem Motorenbauer besprochen.

    Und warum macht der das nicht??

    Breche ich ab, Motte den Wagen ein und suche in aller Ruhe nach einem Spenderwagen mit laufendem Motor ...

    Und da bist du dann sicher, dass du etwas besseres unter der Haube hast? Eher nicht! Lass deinen Motor machen, dann weist du, was du hast!

  • Ich würde alles bis auf die Arbeiten am Kopf selbst machen (Hohnen ist keine Raketentechnik und Hohngeräte nicht teuer, auch wenn man etwas besseres kauft). Dann würde ich Kosten für die Kopfarbeiten auf unter 1.000,-- schätzen.


    Die Montage selbst machen schließt Fehler aus, wenn man weiss was man tut. Wozu brauchts dann eine "Garantie"? Nur wegen der Garantie die komplette Montage machen lassen (wenn man es selbst könnte) ist vielleicht bissl viel "Sicherheitsdenken"?


    Beste Grüße, Bernhard

  • Was Sachse schreibt ist ziemlich wichtig: "Es muss sich also jemand dafür begeistern und einlesen."


    Recht unterhaltsam und informativ ist diesbezüglich der Readhead Kanal.

    Auch, was passiert, wenn man an den Falschen gerät.

    Und genau dies ist auch bei den Alternativen der Pferdefuß.

    Beim Gebrauchtmotor weißt Du nur wie der momentan klingt und läuft und nicht was nach ein paar 1.000 Km ist.

    Und auch bei den überholten Rumpfmotoren kann man nur hoffen.


    Da bleibt fast nur DIY oder aber Vertrauen...


    Alles Gute


    Michael

  • Ich bin auch langsam dabei, die Montage des Motors (ohne einbauen) selber einzuplanen, da diese mit rd. 1.800 Euro eindeutig die größte Einzelposition ist.

    Der Rest ist, Material mal nicht betrachtet, alles absolut nachvollziehbar und erträglich.

  • Ich würde alles bis auf die Arbeiten am Kopf selbst machen ...

    Hochachtung! Würde ich nicht. Aber die meisten von uns haben ja auch noch eine hauptberufliche Tätigkeit und die hat selten was mit Autos zu tun. Ich beispielsweise habe gar nichts mit Fahrzeugen zu tun und meine Garage bieten auch nicht die Voraussetzungen für so etwas. Damit will ich noch gar nicht sagen, dass ich mich da nicht rantrauen würde, Bisher hab ich an dem Auto alles selbst gemacht ... außer Motor rausnehmen. Ich hab sicher viele Talente, da aber der Murena nun mal nicht mein erstes Hobby ist, ist alles diesbezügliche letztendlich autodidaktisch. Auf keinen Fall professionell. So bin ich zwar viele Jahre gut gefahren, war aber doch ziemlich zufrieden, dass mir ein Profi zur Seite stand ... samt Werkstatt.

    Hohnen ist keine Raketentechnik und Hohngeräte nicht teuer, auch wenn man etwas besseres kauft ...

    Stellt sich nur die Frage, was fängt man damit an, wenn man nur einen Oldtimer hat. Auch sonst kann ich nicht behaupten, dass ich die meisten der benötigten Werkzeuge (inclusive Hebebühne) besitzen würde.

    Die Montage selbst machen schließt Fehler aus, wenn man weiss was man tut.

    Genau, wenn man weiß, was man tut. Ich bin mir sicher, die Wenigsten (von uns) wissen das.

    Ich glaube zwar auch nicht, dass die meisten Profis das wissen (so ein altes Auto hat schon seine Eigenheiten) und eine sogenannte Fachwerkstatt schützt auch vor Torheit nicht. Aber genau das ist ja das Problem. Einen zu finden, der sich das traut und der auch vertrauenswürdig ist. Das ist sicher nicht einfach. Ich hatte höchstwahrscheinlich Glück, aber das kostet dann eben.

    Ich kann mich zwischen 1990 und 2004 an drei Werkstattaufenthalte in drei verschiedenen Peugeot/Talbot-Fachwerkstätten erinnern, die diese Bezeichnung eher nicht verdient hätten ...

    Wer es zuverlässig selber kann ... Hochachtung!

    ... mit rd. 1.800 Euro eindeutig die größte Einzelposition ...

    1800€? Du Glückspilz!

  • Ich bin froh, das ich im Januar von einem MCD Mitglied einen komplett überholten Kopf mit folgenden Arbeiten,


    1. Rissprüfung im Wasserbad (5 Bar)

    2. Haarriss (Wasserkanal) in einem Auslasskanal geschweisst

    3. Rissprüfung im Wasserbad (5 Bar)

    4. Kopf-Auflage geplant

    5. neue Ventilsitze eingesetzt

    6. Ventilsitze auf Winkel gefräst

    7. neue Ventilschäfte eingesetzt

    8. Ventile auf Rundlauf geprüft

    9. Ventile am Sitz auf Winkel gefräst


    für unter 1000 € erstanden habe. Und das ganze nicht im Austausch, sodass ich meinen gerissenen Kopf irgendwann auch nochmal überholen lassen kann.


    Gruß Heiko

  • Ich muss dem Sachsen beipflichten.

    Hatte früher diverse Male eine Peugeot Talbot Werkstatt aufgesucht. Die wussten aber nicht viel über unsere Schätzchen. Mit der Zeit habe ich mich selber schlau gemacht, so gut wie eben möglich und selber geschraubt. Das hat ja mit der Zeit wirklich auch Spass gemacht.

    Nur die Einrichtungen zur Motorrevision hat man ja nicht einfach zu Hause. Das beginnt schon mit Planschleifen.


    Nun zur Motorenrevision. Beim meinem wurde folgendes vom Motorenspezialist meines Vertrauens gemacht:

    - Zylinderkopf, Risse geschweisst, Ventilsitze und Ventile mit Führungen neu. Nockenwelle revidiert.

    - Block, Zylinderbüchsen neu, Kolben, Pleuel und Lagerschalen neu.

    - Demontage und Montage des gesamten Motors


    Kosten umgerechnet auf € = 12'000.-

    Ich weiss, teuer aber dafür nachhaltig, (Modewort der neuen Zeit)

    Man muss sich selber überlegen, was ist einem wichtig, nur notwendige Reparaturen oder eine Langzeit-Investition.

  • Da habe ich it der Substanz bei meinem Motor ja noch richtig Glück.

    Hast Du eine Rechnung mit den Einzepostionen und würdest Du mir diese ggf. (auch ohne Firmenbriefkopf) vielleicht zur Verfügung stellen können?

  • Hast Du eine Rechnung mit den Einzepostionen und würdest Du mir diese ggf. (auch ohne Firmenbriefkopf) vielleicht zur Verfügung stellen können?

    Ich denke, das bringt nichts.

    Als der Murena noch in den Listen stand, gab es auch noch Werkstätten (-preise), die man vergleichen konnte. Heute musst du jemanden finden, der das überhaupt macht. Und wenn der sich das eine oder andere Werkzeug erst anfertigen muss, dauert es eben ... und kostet. Wenn ein defektes Teil gefunden wird, wofür es keinen Ersatz gibt, stimmt die Rechnung auch nicht mehr. Ich würde da nicht so auf andere Rechnungen schauen, mein Bauchgefühl ist mir da wichtiger.

    Nur die Einrichtungen zur Motorrevision hat man ja nicht einfach zu Hause. ...

    Kosten umgerechnet auf € = 12'000.-

    Ich weiss, teuer ...

    Die Einrichtung und der Platz! Gut, du scheinst da ja weniger Probleme zu haben, aber eine so stolze Garage ist eher nicht der Normalfall. Ich habe ein Haus, ein Grundstück und eine schon eher größere Garage. Wenn dann aber auch noch überall Karosserieteile rumliegen, Ersatzteile, zwei Radsätze u.s.w, dann hat so ein zerlegter Antrieb schon arg wenig Platz. Und abends müssen das Erst-Auto und die Fahrräder ja auch wieder rein.

    Ich war sehr froh, eine Werkstatt mit einem Fachmann gefunden zu haben, den das interessiert und der sich auch mal Zeit für Ungewöhnliches nimmt. Wo kann denn schon ein Auto sechs Monate ein Bühne blockieren ...


    Was deine Rechnung anbetrifft, auf den Motor reduziert bin ich davon aber auch nicht weit entfernt. Ich brauchte aber allerdings fast keine Ersatzteile, hatte keine Risse öder Ähnliches. Bis auf den Lochfraß am Wasserpumpenflansch war prinzipiell alles in Ordnung. Um das festzustellen, muss man aber ebenfalls alles zerlegen und da spielt es dann auch wieder keine Rolle, ob man was Neues einbaut. Also teuer ja, aber im Rahmen einer Oldtimerrestaurierung eher preiswert. Mach das mal mit einem Lotus-Motor ...

    Selbst der Vergaser scheint zu funktionieren.

    Man muss sich selber überlegen, was ist einem wichtig, nur notwendige Reparaturen oder eine Langzeit-Investition.

    Genau das ist der Haken!

    Und ob man sich all das, was man jetzt spart, später noch leisten kann, ist bei der aktuellen Situation mehr als fraglich. Günstiger wird es nicht!


    Tenge

    Der Murena ist kein Fortbewegungsmittel im eigentlichen Sinne, der muss sich nicht rentieren.

    Der Murena ist ein Hobby und das kann man nicht gegenrechnen. Sicherlich ist es nicht einfach, aber der Erhalt eines Oldtimers ist eine Sache für sich, das muss man sich leisten können (und wollen) oder nicht.

    Aber sowas mit normalen Maßstäben zu messen und mittels Vergleichen etwas zu sparen, bringt -glaube ich- nicht viel. Ich kann dir noch einmal meine Werkstatt empfehlen. Der hat das gerade einmal gemacht und alles Relevante dazu gelesen. Es würde auf jeden Fall schneller gehen als bei meinem Wagen ...

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