GOTTI Typ 150 7X15 ET20

  • Hallo,


    aufgrund aktueller Ereignisse (und die Zeit drängt) habe ich mal eine Frage zu dieser Felge:

    Gibt es begründete Hoffnung, dass nach erfolgter De- und anschließender erneuter Montage von Felgenstern und Felgenbett ein gegeneinander Verdrehen der Teile einen etwaigen Unrundlauf verändert????

    Ich habe schon mehrfach gehört und gelesen, dass die Qualität der Teile und deren Montage miteinander oftmals nicht besonders hochwertig war.

    (Auf die näheren Gründe und die Geschichte dahinter gehe ich später noch einmal ein.)

  • Halte ich für unwahrscheinlich, dass da nennenswerte Fertigungstoleranzen waren, denn das würde ja bedeuten, dass in der Produktion für jede Felge die Position des Felgenhorns zum Felgenstern "eingestellt" werden müsste, auf den geringsten Unrundlauf.


    Wobei, wundern darf man sich nie.


    Wenn die sowieso auseinander sind, dann kann man vielleicht einfach testen und messen, ob die Felgen in einer Position Felgenstern zu Felgenhorn besser rund laufen, als in einer anderen Position? Mit Meßuhr und Stativ (mit Magnetfuß) kann das auch am Auto mit der Nabe als "Prüfstand" erfolgen. Oder noch einfacher mit Wagenheber und ganz knapp über dem Boden rotieren Rad.


    Beste Grüße, Bernhard

  • Halte ich auch für unwahrscheinlich, möchte ich jedenfalls. Das würde den aktuellen Zustand aber nicht erklären. Nun sind sie fertig, komplett überholt und mit Reifen bestückt. Aber ...

    Später mehr dazu ...

  • Hallo,


    die Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden, aber wenn ich mir die Typ 150 Felge anschaue, stelle ich mir wircklich die Frage weshalb so ein Hype um diese Felge gemacht wird? Nur weil Gotti draufsteht?


    Gruß

    Heiko

  • Nein, wohl eher nicht. GOTTI war noch nie die erste Adresse.

    Wohl eher, weil sie gut aussehen, hervorragend den Zeitgeist widerspiegeln und vor allem, weil sie zu meinem Fahrzeug gehören.

    Aber das ist alles nicht Gegenstand meiner Anfrage.

  • Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Mir gefällt an den Gotti-Felgen schon die mehrteilige Bauart, die Schüsseln sind kein Guss, sondern kaltgeformt. Die Teile können einzeln getauscht werden, Reparaturen sind recht problemlos möglich. Traditionell sind die Felgenschüsseln hochglanzpoliert.

    Gehört für mich als "Tuningliebhaber" zu den absoluten Highlights des zeitgenössischen Tunings. Die letzten Gotti's die ich hergerichtet habe, hatte ich mal auf die Wuchtmaschine genommen.

    Die Unwucht der Felgen beträgt nach Montage der Felgen (ohne Reifen) jeweils weniger als 5g. Die größte Unwucht erzeugen die recht schweren innenliegenden "versteckten" Ventile. Die können dann mit der Reifenunwucht (Markierung) bei der Reifenmontage wieder etwas ausgeglichen werden.


    Die Schüsseln der Felgen die ich bisher auseinander und wieder zusammengebaut hatte, saßen recht passgenau auf dem Absatz am Felgenstern. Ich denke nicht dass verdrehen der Schüsseln einen Unterschied macht, sofern die Schüsseln keinen Schlag abbekommen haben und für sich rund laufen. Ich hatte bisher weder mit Unwucht noch mit Rundlauf Schwierigkeiten.

  • Traditionell sind die Felgenschüsseln hochglanzpoliert.

    War bei mir nicht einmal im Lieferzustand so. Nun sind allerdings die gesamten Felgen in diesem Zustand.

    Du scheinst da etwas (eventuell etwas mehr) Erfahrung zu haben. Siehst du eine Chance, eine Unwucht im Rundlauf ausgleichen zu können?

  • Ist es eine Unwucht, ein Höhenschlag oder ein Seitenschlag? Wurde der Sitz auf dem Felgenstern mal nachgearbeitet? In manchen Fällen lässt sich sicher was machen, im Gegensatz zu Gussfelgen vertragen die Felgenschüsseln ein gewisses Maß an Verformung. Aber halt alles innerhalb bestimmter Grenzen.

  • Vorher / nachher-Bilder von Gotti 75 B Felgen. Ein Satz 150er Gottis ist grade in Arbeit, aber leider erst in der Phase "zerlegt", dauert also noch bis die fertig sind. (Kann sich nur noch um Jahre handeln, momentan komm ich leider zu nix. :( )

  • Zunächst mal ist es "nach Lehrbuch" so, dass eine reine Positionierung über Schrauben - also ohne Passstifte, z.B. - nicht vollständig reproduzierbar ist. Wobei die Passung des Sterns im Bett den Job an sich machen sollte, mindestens gut genug.


    Zitat

    Halte ich für unwahrscheinlich, dass da nennenswerte Fertigungstoleranzen waren, denn das würde ja bedeuten, dass in der Produktion für jede Felge die Position des Felgenhorns zum Felgenstern "eingestellt" werden müsste, auf den geringsten Unrundlauf.


    Denkbar wäre es imho schon, dass jede montierte Felge in einem definierten Schritt der Produktion hinsichtlich des Rundlaufs/Schlagverhaltens optimiert wurde, zumal es sich hier nicht um Guss handelt und man das ohne weiteres verantworten konnte.


    Wenn man mal unterstellt, dass das so war, wird das aber im Einzelfall bedeuten, dass ein krummer Stern mit einem antikrummen Bett kompensiert wird, was bei einer versetzten Remontage der Komponenten dann nicht gut ausgeht.

    Gruß

    Michael St*****


    Beware the fisherman, who is casting out his line into a dried-up river bed.

    Don't try to tell him, 'cos he won't believe you.

    Throw some bread to the ducks instead, it's easier that way.

    (from "Heathaze", by Tony Banks, Genesis)

  • ein krummer Stern mit einem antikrummen Bett

    Die Gussqualität der Felgensterne von Gotti ist vielleicht nicht immer auf BBS-Niveau, aber denen ihre Drehmaschinen haben auch nicht soo fürchterlich geeiert. Ein paar Hundertstel haben die schon einhalten können. Da wird der Felge eher irgend etwas im Betrieb widerfahren sein. Ein ganz "hartnäckiger" Fall beispielsweise ließ sich mal ganz einfach beheben, da war nur eine Rost und Dreckschicht auf der Auflagefläche am Radkörper. Eine Bearbeitung mit einem Schaber und Schmirgelpapier hat den "Höhenschlag am Innenhorn" auf wundersame Weise behoben. Gottis laufen auf allen möglichen Autos, auch im Rennsport. Wenn die da eiernde Teile gegeneinander abgleichen müssten wäre das wohl kaum so. Der Vorteil ist ja, dass z.B. eine Aussenschüssel einfach getauscht werden kann, wenn die was abbekommen hat. Schwierig wird es oft erst, wenn unsachgemäße Reparaturen durchgeführt wurden, irgendwas aufgeschweißt, oder nachgedreht oder in der Art.

  • So wie ich das hier verstehe, falls ich richtig zwischen den Zeilen gelesen haben sollte, wird den Felgen im Betrieb nichts widerfahren sein, wohl aber unter Umständen bei der Wiederaufarbeitung.

    Und eine Rost- oder gar Dreckschicht scheint auszuscheiden, weil die Felgen diese Aufarbeitung gerade komplett hinter sich haben.

    Falls ich das richtig verstanden haben sollte, alles nur so eine Hypothese ...

  • Ein Satz 150er Gottis ist grade in Arbeit ...

    Na hallo!! Das sieht ja gut aus. Hättest du davon vorher was erwähnt, hätte ich sicher bei dir nachgefragt.

    Die Gussqualität der Felgensterne von Gotti ist vielleicht nicht immer auf BBS-Niveau ...

    Nun ja, innerhalb einer Marke gibt es schon unterschiedliche Produkte und Qualitäten. Einer meiner Freunde arbeitete im letzten Jahrhundert in besserer Position bei BORBET, der hat gelegentlich etwas erzählt.

    So wie ich das hier verstehe, falls ich richtig zwischen den Zeilen gelesen haben sollte ...

    Das ist noch nicht die ganze Geschichte, aber ganz falsch ist es auch nicht ...

    Notfalls gibt es Spezialisten, welche Felgen richten können und dürfen.

    Darauf wird es wohl hinaus laufen. Wenn sich nicht noch irgendein kleines Wunder ergibt, werde ich wohl auf einen solchen Spezialisten angewiesen sein.

    Am Montag weiß ich mehr.

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