Beiträge von Kris

    Man kann die 180er Reibscheibe durchaus in der 190er Druckplatte fahren. Vom Innendurchmesser sind die fast identisch, die 180er nutzt dann eben nicht die vollen Reibflächen von Schwungrad und Druckplatte. Gerade bei den frühen Bagheeras, auf deren 21 Keilnuten ja nur die entsprechenden 180er Scheiben passen wird das bei zwangsläufigem Motortausch auf Motoren mit 190mm-Schwungrad relativ oft so verbaut (zumindest im technisch pragmatischeren Frankreich).


    Deine Kupplung scheint irgendwie auf einer Mittenposition halb aus/halb eingekuppelt festzuklemmen. Ich würde als allererstes mal den Hydraulikzylinder abbauen und schauen, ob der Fehler nicht dort liegt.

    Bosch Classic ist heute leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Vor Jahren konnte man dort noch sämtliche alte Verwendungslisten frei einsehen und die Explosionszeichnungen samt aller Einzelteilenummern downloaden. Für einen Freund haben wir letztens einen Induktivgeber für seinen 911 3.0 SC (Massenware im Gegensatz zum Bagheera) gesucht ... da konnte Bosch Classic mit rein gar nix helfen, nicht mit Ersatzteilen geschweige denn mit Teilenummern.


    Die JGFU Induktions-Zündung gilt gemeinhin als etwas schrauberfreundlicher (=idiotensicherer) als die JHFU Hallgeber-Zündung. Den Hallsensor kriegt man oft schon mit einer reinen Widerstandmessung klein ... das exaktere System soll aber definitiv das JHFU sein.


    Rein optisch unterscheiden sich die JHFU und JGFU-Systeme für die Simca-Motoren nicht, Gehäuse, Finger und Kappen sind weitestgehend identisch - insofern passen die JGFU-Verteiler natürlich auch rein mechanisch an alle Simca-Maschinen ran.

    JGFU = 0 237 002 xxx = Verteiler kurzer Bauform mit (magnetischem) Induktivgeber (Parabel-Signal)
    JHFU = 0 237 020 xxx = Verteiler kurzer Bauform mit Hallgeber (Rechteck-Signal)


    1:1 austauschbar sind Induktiv- und Hallgeber-Verteiler NICHT untereinander. Jedes System hat seine eigenen Zündschaltgeräte, der Hallgeber wird zudem aktiv mit Strom gespeist wohingegen der Induktivgeber sein Signal rein magnetisch passiv erzeugt. Und beide Systeme generieren wie gesagt auch völlig unterschiedliche Drehzahlsignale, die wenigsten Drehzahlmesser kommen mit beiden Signalen klar.


    Meinen Teilelisten nach sollte der 1.6er Murena (wie die späten Bagheera) einen Hallgeber-Verteiler haben: BOSCH JHFU 0 237 020 039 mit 10° Fliehkraft und 2° Unterdruck-Verstellung.
    Im 1510, Solara und Horizon gabs einen quasi baugleichen Verteiler: BOSCH JHFU 0 237 020 047 mit 10° Fliehkraft und 2° Unterdruck-Verstellung.
    Letztlich müsste auch der BOSCH JHFU 0 237 020 029 funktionieren, der war in den späten 1442ccm 85ps-Bagheeras und manchen Ranchos drin. Seine Fliehkraftkurve ist mit 12° etwas aggressiver.


    Der angesprochene spanische 205 GTX hatte ein JGFU-System mit Induktivgeber und 11° Fliehkraftverstellung.

    Ohne jetzt Spezialist für diesen Getriebetyp zu sein:
    Haste den >Riss< mal an einer Stelle mit nem Dremel glatt geschliffen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass das nur ein unschöner Grat vom Sandguss ist - zumindest kenne ich das von den AT-Getrieben des Bagheera (ganz massiv - die sehen immer so aus als zerfielen sie gleich in tausend Einzelteile) und teils auch von den Peugeot-BE-getrieben so, dass nicht alles, was optisch nach Riss aussieht, auch wirklich einer ist.

    Ja, die 1,8mm gibt es nicht wirklich ... es sei denn der Vergaser stand einige Tage unbenutzt herum.


    Im Normalfall gibt es keinen Abstand zwischen Zunge und Schwimmernadelventil. Ist der nötige Schwimmerstand erreicht, drückt die Zunge aufs Ventil und schliesst dieses - Abstand ist Null. Fällt der Füllstand und ergo der Schwimmer, öffnet sich das Ventil und lässt Sprit in die Kammer. Wenn da 1,8mm Abstand zu messen sind, ist dann wohl der Tank leer ... und die Fuhre bald aus.


    Das korrekte Maß des Schwimmerstandes wird zumeist bei senkrecht stehendem Vergaserdeckel, Zunge gerade auf Kontakt am Ventil angegeben - dann wird der Abstand zwsichen Scheitel des Schwimmers und Unterkante Vergaserdeckel gemessen und ggf. durch Verbiegen der Zunge nachjustiert.


    MM16_Franken:
    Weiter oben irrst Du Dich meiner Meinung nach - fettes Benzingemisch verbrennt langsamer als mageres.

    bin der Meinung, dass die meisten Veränderungen des Serienzustands keine Verbesserung darstellen.


    Ja, da sind wir auch einer Meinung ;-)


    Am klarsten gezeichnet ist (wenn man Bag 1, 2 und Murena vergleicht) der 2er Bagheera. Der 1er wirkt zwar deutlich uriger, hat aber auch den einen oder anderen formalen Widerspruch - warum z.B. hat er am Heck die Imitation einer "normalen" Stoßstange während er an der Front das umschlossene Maul hat, das genau Null an eine klassische Stoßstange erinnert? Die horizontale Sicke ist der nächste Punkt, sie sitzt so hoch, dass die Flanken darunter äusserst wuchtig daherkommen. Die runtergezogenen "Bäckchen" der Frontschürze haben keinerlei Entsprechung bei den Seitenschwellern, das sieht immer irgendwie unfertig aus. Und so schön es auch ist: das Riffelding auf der Front ist und bleibt Fake.


    Das kann der 2er alles deutlich besser, er wirkt insgesamt schlüssiger und ist in vielen Details sauberer modelliert (Radläufe, Einfassung der Heckscheibe), zudem wirkt er insgesamt deutlich flacher und breiter. Es ist eher selten, dass ein Facelift formal besser gelingt als die Ur-Variante - beim Bagheera ist das aber eindeutig der Fall.

    Hast Du den Schwimmerstand gecheckt bzw. justiert?


    Das Unterdrucksystem kann man mit einem entsprechenden Manometer und einer Unterdruckpumpe checken. Der Einfachheit halber kannst Du es aber auch einfach mal abklemmen und Richtung Vergaser verschliessen - zumindest um es als Ursache auszuschliessen.

    Und genau das empfinde ich nicht so. Der Murena sieht original meiner Meinung nach aus nahezu jeder Perspektive ziemlich glatt, filigran und schörkellos aus. Wohltuend!


    Das seh ich (aus Berufsgründen) durchaus etwas anders. Es hat schon seinen Grund, warum ein Großteil der Murenas in irgendeiner Form modifizierte Frontpartien hat. Irgendwie konnten sich die Designer damals nicht auf eine Linie einigen ... was die Besitzer in vielen Fällen nicht akzeptieren wollten.


    Die Vorderkante der Frontstoßstange hat ein mehr oder minder durchgängige Wölbung, die Vorderkante der Fronthaube ist dagegen eher "gepfeilt", hat also einen erkennbaren Mittelknick. Die fliessenden Rundungen um die Frontscheibe herum sind formal wieder etwas ganz anderes ... und passen irgendwie gar nicht so recht zum Rest der Formensprache. Die Frontscheibe ist an der Oberkante recht eindeutig ausgewölbt, was sich spätestens im ersten Drittel der Dachfläche dann auflöst, die Heckscheibe ist nur minimal gewölbt. Das Heck ist eindeutig linear gezeichnet, die Heckscheibe ist im krassen Gegensatz zur komplexen Frontscheibe nahezu quadratisch. Fronthaube und A-Säulen gehen fliessend ineinander über während die B-Säulen dann wie aufgesetzt wirken. Das Heck ist einigermaßen bullig wohingegen die Front platt und kraftlos wirkt. Und gerade der meist-modifizierte Bereich um Frontstoßstange, Schürze und Keder wirkt ab Werk einfach nur unfertig zusammengewürfelt. Warum bei einer solchen Orgie der spezifischen Formen dann ausgerechnet standardmässige kreisrunde Frog-eyes dran mussten ... das weiss vermutlich auch niemand so recht (beim Porsche 928 isses aber letztlich auch nicht anders ...)

    Zitat

    irgendwie will der Vorderwagen nicht (mehr) zur hinteren Hälfte passen.


    ... wobei dieses formale Problem der Murena leider ganz generell auch im Serienlook hat ...



    Michael: mit >carte grise collection< (was in etwa der deutschen H-Zulassung entspricht) müssen die Boliden in F nur noch alle 5 Jahre zum Tüv/zur Controle Technique.

    Im Vorbeigehen habe ich die Tage die Stoßstange meines ex-74ers mit Chassis #2623 im Hochregal erspäht. Aus der Entfernung meine ich zu erahnen, dass an die Löcher der Stoßstange je 2 überlappende rechteckige Bleche geschraubt sind. Das sieht mir fast aus wie eine Art Klemmbefestigung - wobei ich dazu sagen muss, dass die Karre alles andere als original war ...


    Ich kram das Teil in den kommenden Tagen mal raus und mache Fotos.

    Die 4 Käfigmuttern neben den Federwegsbegrenzer-Domen haben die 74er (mit den >geschlossenen< Längsträgern) schon auch. Die Stoßstange/Frontmaske wird letztlich an einer Konstruktion aus Vierkantrohren und Flacheisen verschraubt. Die unteren Vierkantrohre kommen an besagte Käfigmuttern. Die oberen Vierkantrohre werden quer zur Fahrtrichtung durch die Ausleger der Längsträger verschraubt - und an diesen Teilen ist eben auch der Flachstahl angeschweisst, an den letztlich die Stoßstange kommt. Im Teilekatalog sollte die 74er Variante eigentlich detailliert aufgeführt sein: L1 01 -1-






    Ein besseres Bild von der Einbausituation hab ich leider auch nicht - aber es ist 1:1 wie im Teilekatalog abgebildet.

    225/45 R15 ... seltenes Maß. Wirklich sinnvoll ist das nicht, wieder auf solch eine Raritäten-Größe abzuzielen ... Stichwort Verfügbarkeit und so.
    225/50 R15 ist fast 3% grösser als 195/60 R14 ... da muß der Tüv mitspielen, sonst wird das (legal) nix.


    205/50 R15 ist (noch) ein gebräuchliches Standardmaß.


    Leider gibt es heute fast keinen 185/55 R15 mehr, der für 7"-Felgen freigegeben wäre ... sonst wäre es gerade beim Murena auch möglich, analog zur Serienbereifung 185/55 vorne und 195/55 hinten aufzuziehen.

    Ronal liefert die Felgen mit eigenem (Über-)Maß an Mittenzentrierung. Die dazugehörigen Distanzen - je nach Zielfahrzeug sind schon Scheiben bei den Felgen dabei - von Ronal adaptieren das dann.
    Hier sieht man das ganz gut: https://www.ebay.de/itm/261058550421


    Bzw. wenn man Distanzen anderer Hersteller verbaut, dann arbeitet man mit Zentrierringen:https://www.ebay.de/sch/i.html…ntrierring+ronal&_sacat=0


    Aus der Erinnerung haben die 8mm-Scheiben vorne allerdings keinen "Kragen" - da steht dann nur noch ein kleiner Rest der Matra-Nabe über.





    Die R10 fährt mein Bruder auf seinem Bagheera - vorne mit 8mm (effektive ET29 - wie die 5,5x13 Serien-Felgen) und 195/50, hinten mit 15mm Distanzen (effektive ET22 - weniger ET akzeptiert der Tüv aufgrund der 2%-Regel bzgl. Spurverbreiterung nicht) und 205/60 R15.


    Fährt sich gut. Schaut gut aus. Ähnelt beim Bagheera optisch stark den Radkappen auf Stahlfelgen. Ist zeitgenössisch - die Ronal Turbo wurde 1984 auf den Markt gebracht. Und vor allem sind die Reifen bezahl- und verfügbar.