Beiträge von Bagheera 74

    Ein Freund von mir hat auch 07er Kennzeichen, er fährt damit mehrere Autos und auch Motorräder. Er hat immer ein Werkzeugköfferchen dabei, dann ist das eine "Einstellfahrt".

    Manchmal muss man eben unter Last einstellen, da ist dann Grünschnitt ein umweltfreundlicher Ballast.... 8o

    Hallo Murena 22, die professionellen messen schon richtig, zumal die die richtige Einrichtung haben.

    Den Nachlauf kann man nicht direkt messen. Aber er ist errechenbar über die Änderung des Sturzes wenn das Rad eingeschlagen wird. Durch den Nachlaufwinkel dreht sich die Lenkbewegung um eine schräge Achse, dadurch ändert sich dann auch der Sturz beim eingeschlagenen Rad. Je schräger die Drehachse, desto mehr verändert sich der Sturz.


    Aus dieser Änderung kann man den Nachlaufwinkel ermitteln.

    Das kann man zur Not selbst machen.

    Man braucht dazu ein Gerät um den Sturz zu messen, im Prinzip eine Wasserwaage mit Gradanzeige. Die gibt es für wenig Geld, ca. 20€, z.B. bei E-Bay. Radsturzwaage, Sturzlibelle oder ähnlich werden die genannt. Oder manche nehmen die Handywasserwaagenapp.

    Die Formel wäre: Nachlaufwinkel=Sturzdifferenz*(1/sin(2*x))

    Gemessen wird dann so:


    Das Rad 20° nach links einschlagen und den Sturz messen,

    dann 20° nach rechts einschlagen und wieder den Sturz messen.


    Die gemessenen Werte (egal ob positiv oder negativ) zusammenrechnen und mit den (gerundet)1,5 multiplizieren. (Da kommt über die Winkelfunktion 1,49nochmalwas raus, ich bin nicht so das mathe-Genie).


    Beispiel:

    Eingeschlagen nach li. 1,1°

    Eingeschlagen nach re. 0,7°


    Ergibt zusammen 1,8°

    1,8 x 1,5 ergibt 2,7° Nachlaufwinkel.


    (Zahlen sind nur Beispielwerte, reale Werte müsste ich erst suchen).


    Das passt Faustformelmäßig mit ausreichender Genauigkeit, weitere Faktoren die da eigentlich auch mit reinspielen sind nicht berücksichtigt.


    Bei einer modernen Anlagen sind Zusammenhänge die sich gegenseitig beeinflussen in der Software hinterlegt, auch die Winkel und Messpunkte sind viel genauer als das mit z.B Pappschablonen oder Drehtellern möglich ist.

    Die messen einmal durch und das Programm errechnet automatisch alle Parameter.

    Ob aller Einstelleuphorie möchte ich nur mal darauf hinweisen dass auch bei korrekt eingestelltem Fahrwerk die Rückstellkraft beim Murena einfach Systembedingt geringer bleibt, da durch die Doppelquerlenkerkonstruktion eine geringere Spreizung vorhanden ist als bei den meisten McPherson-Konstruktionen die bei vermutlich über 90% aller heutigen Fahrzeuge verwendet werden.

    Bei den modernen Kleinwagen wird die sich so exakt anfühlende definierte Rückstellung über die Kombination aus Sturz und Spreizung in Verbindung mit Gewicht auf der Vorderachse ( Frontmotor) erreicht.

    Fahrdynamisch (negativer* Sturz bleibt beim eingeschlagenen und eingefederten Rad erhalten) hat die Doppelquerlenkerkonstruktion in Kurven jedenfalls eindeutige Vorteile. So ziemlich alle Rennfahrzeuge haben diese Auslegung.



    (P.s. * Das mit dem positiv und negativ musste ich einfach korrigieren). ;)

    Die Befestigungspunkte an denen die Achsen (obere Querlenker) am CHASSIS (davon war die Rede, nicht von den Achsen) befestigt wurden sind aber verzinkte Chassisteile und teilweise ziemlich stark verzogen. Das sieht man an den manchmal krass unterschiedlichen Paketen an Abstimmplättchen die notwendig sind.

    Ich habe derzeit 3 Murena-Chassis komplett gestrippt herumstehen, die kippeln alle um ein bis drei Zentimeter wenn die flach auf dem Boden stehen.

    D.h. die Aufnahmen der HA-Schwingen sind von Haus aus ebenfalls irgendwie angeordnet, und da wird normalerweise nichts korrigiert, die Schwingen wurden halt reingeschraubt. Das spiegelt sich logischerweise in den Daten wieder wenn auf heutige Art das Fahrwerk vermessen wird.

    Ich hatte schon vor längerer Zeit Vorrichtungen gebaut um Schwingen instand setzen zu können. Da haben nicht zwei Schwingen einwandfrei gepasst. Da ist auch jede individuell. Wenn sich da die Fehler summieren können ganz schöne Abweichungen entstehen, die aber völlig normal waren.

    Da lässt sich normalerweise nichts einstellen, das ist wie es ist.

    Wenn es bei Deinem besser ist, hast Du einfach nur Glück gehabt oder selbst nachgebessert, wie es einige machen.

    Auch für die Vorderachsgeometrie wird man heute kaum einen Betrieb finden der die in vollem Umfang einstellen kann oder will, auch wenn die Einstellung theoretisch möglich und auch vorgesehen war.

    Da ist die ganze Diskussion wohl wieder "akademisch".


    Hier sind die unterschiedlichen Dicken der Abstimmplättchenstapel deutlich zu sehen.

    Man muss bedenken dass die Methode mit den Einstellplättchen nicht nur der guten Einstellbarkeit geschuldet war, sondern dem extremen Verzug des Chassis beim Verzinken. Das die offiziell nicht einstellbare HA Schwingen in unterschiedliche Richtungen laufen ist bei den Muränen keine Seltenheit.

    Die Schwingen sind ebenfalls nicht grade ein Ausbund an Toleranztreue. Da werden die Muränen bei denen da wirklich alles stimmt schon in der Minderzahl sein. Ist aber eigentlich egal so lange sich das auf's Fahren nicht auswirkt.

    P.s. Mein Fiat 500 Abarth hat ca. 3° "Vorspur" an der HA, die dazu auch noch schräg eingebaut ist. Lass ich so, der fährt trotzdem gut.

    Ganz grob gesagt, wenn man hinter beide Schrauben am oberen Querlenker einer Fahrzeugseite, z.B. links, Einstellbeilagen hinzufügt, vergrößert sich der Sturz, wenn man an beiden Schrauben Beilagen entfernt verringert er sich.

    Legt man nur an der hinteren Schraube Einstellbeilagen dazu, und / oder entnimmt man an der vorderen Schraube Beilagen, vergrößert sich der Nachlauf. Lege ich vorn mehr dazu und / oder entferne hinten Beilagen, verringert sich der Nachlauf.

    Allerdings verändert sich dabei auch der Sturz der ja über die selben Beilagen eingestellt wird, so dass immer beide Parameter überprüft und angeglichen werden müssen.

    Diese Korrelation ist in der Tabelle LaOa 615 dargestellt.

    Heutige Fachwerkstätten können das zwar gut ausmessen, haben aber keine Erfahrung und auch keine Korrekturplättchen um da etwas zu verstellen. Moderne Fahrwerke bieten fast keine Einstellmöglichkeiten mehr, und wenn, dann meist über Exenter. Daher werden die meisten Betriebe bestenfalls bereit sein die Spur einzustellen.

    ohne Servolenkung

    Also hinbekommen würde man das schon, wenn man genug Nachlauf gibt fährt der irgendwann von alleine stur geradeaus. Mit zunehmendem Lenkeinschlag nimmt nur dummerweise die notwendige Kraft ebenfalls zu, und da käme dann die Servolenkung in's Spiel. Eine Serpentinenstraße wird ohne Servo dann zur schweißtreibenden Arbeit. Da ist mir die leichtgängige Auslegung mit wenig Nachlauf schon lieber. Natürlich muss man besser aufpassen, der marschiert halt auch leichter weg. Aber das ist sportwagenlike und auch so gewollt.

    Hallo, die Rückstellkraft der Lenkung hängt von dem Nachlauf der Vorderräder ab. Dieser wird mit den Ausgleichsplättchen an dem oberen Querlenker (im Ersatzteilkatalog als "oberer Schwingarm" bezeichnet) eingestellt. (Höherer Nachlauf = stärkere Rückstellkraft und umgekehrt). Das erfordert aber eine komplette Neueinstellung der vorderen Fahrwerksgeometrie.

    Der Vorteil eines geringen Nachlaufes ist ja gerade eben, dass die Lenkkraft gering ist, das Auto fühlt sich agil an. Mit mehr Nachlauf wird das Gefühl "zäher", die Lenkung will zurück zur Neutrallage, das Einlenken geht schwerer.

    Die Einstellung ist im Reparaturhandbuch incl. der Tabelle für die Unterlagen erklärt. Ohne vernünftiges Equipment zur Spureinstellung sollte man das besser nicht selbst versuchen, man kann ziemlich viel verstellen ohne wirklich kontrollieren zu können was sich da geändert hat. Selbst Fachbetriebe müssen sich mit dem Murena erst mal näher befassen, bevor die sich da rantrauen.

    Das die Wasserpumpe einen Fehler hat ist durchaus möglich. Diesen Fehler hatte ich auch schon einmal, da war die Welle im Flügelrad lose, das hat sich dann nur ab und zu mitgedreht.

    Ob die Pumpe fördert sollte sich am Einlaufschlauch vorn am Kühler feststellen lassen, wenn der gelöst ist und der Motor läuft sollte dort Wasser / Kühlflüssigkeit heraus kommen. Den Test ohne Thermostat machen.

    Ferndiagnosen sind immer schwierig. Ich hätte die gleiche Frage wie Sachse: Was macht der Kühler? Füllt der sich?

    Ob die Wasserpumpe fördert oder nicht sollte doch einfach feststellbar sein wenn man einen Schlauch am Kühler löst, ebenso ob alle Durchgänge frei sind.

    Ich hatte beides schon, ein durchdrehendes Wasserpumpenrad, dann wird nichts gepumpt und einen komplett zugesetzten Wasserkreislauf, incl. Blockaden in Motor, Thermostatgehäuse und Kühler.

    Das ein KFZ-ler das nicht hinbekommt einen Fehler wenigstens einzugrenzen wundert mich schon sehr.



    Der Sensor ist so ca. 5° nach unten geneigt. Wie man gut sieht ist er oberhalb des Grobschmutzsiebes der Ölpumpe, deshalb wird er auch beim Abnehmen der Ölwanne beschädigt, wenn er vorher nicht entfernt wird.