Beiträge von Bagheera 74

    Eine gute Alternative zu der doch recht simpel ausgeführten Fußstütze ist der Subwoofer allemal. Wenn der noch den richtigen Teppichüberzug hat passt das. Alles in allem eine coole Arbeit, auch wenn ich ansonsten nix von Soundsystemen verstehe.

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    Und wer nur immer seine Meinung bestätigt sehen will, hat den Sinn eines Forums nicht ganz verstanden.

    Ich habe bei solchen Originalitästdiskussionen auch schon mein "Fett mitbekommen", finde aber solche Modifikationen nach persönlichem Geschmack weiterhin interessant. Manche Dinge würde ich selbst nicht nachmachen, andere sind durchaus überlegenswert. Auf jeden Fall lese ich gerne mit, nicht alle Mitforisten ticken gleich, also nicht stören lassen, weitermachen und fleißig drüber berichten.


    Soundmäßig hatte ich schon im Bagheera Anfang der 80er einen Equalizer nachgerüstet, das war damals ein "muss". Alle hatten sowas. Mit den Lautsprecherchen wurde zwar der Sound nicht besser, aber das Ding hatte schon einen rot-gelb-grün-LED Balken zur Aussteuerung. Allein die allgemeine Bewunderung dieser Errungenschaft hat den Einbau gerechtfertigt.


    Und bei meiner Muräne mit Opel GT Rücklichtern bleiben die auch dran, obwohl ich genug originale zum Rückbau hätte.

    Tja, so isses eben mit den Evangelischen und den Katholischen. Jeder glaubt nur er hätte Recht. Der Papst sowieso, schon von Berufs wegen...

    Hallo Kay, die Ölerei beim 2,2er ist ein altes Leiden. Im Grunde sind es meist diese Möglichkeiten:


    Die Ölwannendichtung die ziemlich belastet wird, da die Motoraufhängung an der Ölwanne ist. Da gibt's beim Forenmitglied 2.2Kit "Dichtungen" die dieses Problem beheben. Habe ich selbst schon verbaut, geht prima.

    (Die Originaldichtung ist aus Kork und hat kleine Ringe als Abstandshalter. Nachziehen bringt daher nichts da nur die Ringe mehr vorgespannt werden, die Dichtung selbst zwischen den Ringen aber nicht stärker zusammengepresst wird).


    An der Kurbelwelle ist da leider kein Simmerring sondern vergleichsweise Steinzeittechnik, nämlich besagte Schnurdichtung. Das sind zwei Streifen Gewebe welche in die entsprechenden Gegenstücke eingelegt werden und gegen die Kurbelwelle gepresst werden. Das wird mit zunehmendem Alter nach und nach undicht. Da gibt's keine Alternative außer erneuern.


    Dann ist die Kopfdeckeldichtung im Original ebenfalls eine Korkdichtung, wenn die hart und undicht wird sabbert es über den ganzen Motor nach unten. Sieht wild aus, ist aber mit wenig Arbeit zu beheben.


    Meine Empfehlung wäre erst mal den Motor sauber zu machen damit man nachher auch erkennen kann wo genau das Öl austritt und dann eine runde zu Fahren, mit anschließender Kontrolle. Erst dann kann man sinnvoll eine Reparatur in Angriff nehmen.

    Wie sind denn da die Erfahrungen seitens so Mittel wie Leck Weg o.ä. ?

    Produkte wie "Leck weg" geben Gummidichtungen etwas von dem Weichmacher zurück der durch das Öl mit der Zeit ausgewaschen wird und lassen den Gummi etwas aufquellen. Das funktioniert oft erstaunlich gut, auch bei harten Ventilschaftdichtungen. Dummerweise hat der 2.2er Motor aber an der Kurbelwelle eine besondere Dichtung, eine sog. Schnurdichtung, bei der das nicht funktioniert.


    Das Schaltgestänge ist ein bekannter Schwachpunkt, darüber findet man hier im Forum einige Beiträge.


    Die undichte Frontscheibe hat oft mit einem Rostproblem am Scheibenrahmen zu tun. Mehr sieht man meist erst nach dem Scheibenausbau. Abdichtversuche von außen sind in der Regel zwecklos.


    Das sind mehr oder weniger typische Murena-Probleme, von denen man, wenn sie einmal richtig repariert sind, wieder lange seine Ruhe hat. Aber zuerst muss man da mal durch....

    Glückwunsch zum Auto!

    Teile gibt's oft in der Bucht, oder eben bei den bekannten Händlern in und um Deutschland. Ich bemühe mich schon auch den Kollegen aus Kassel zu unterstützen, wenn der nämlich tatsächlich mal das Geschäft auslaufen lassen sollte, das wäre schon eine Lücke. Viele Teile auf Vorrat zu haben obwohl man von einigen nur ab und zu mal eines verkauft, kostet eben auch. Das muss natürlich irgendwie umgelegt werden. Wenn es also nur um ein paar Euro hin oder her geht und sonst keinen triftigen Grund gibt irgendwo anders zu kaufen ist das zunächst erst mal meine Adresse.

    Murenas sind rare seltene Autos. Da ist es wie bei einer tollen Frau: Da kauft man den Ring auch nicht am Kaugummiautomat...

    dass da was zuverlässig an der Zweikreisanlage des Murena passen soll

    Der Kupplungsgeberzylinder vom Murena wurde in zumindest sehr ähnlicher Form bei einigen Autos, u.A.. Fiat-Modellen, als Einkreisbremspumpe verwendet. (Fiat 850, 850 Spider u.A.). Die Durchmesser sind praktisch identisch, sollte mich nicht wundern wenn die beim Murena als Kupplungsgeber funktionieren würden.

    Das strukturell zerstörte GFK

    Polyester-GFK sollte eigentlich an jeder Schnittkante / Bohrung wieder versiegelt werden. Bei eindringenden Flüssigkeiten (auch bei Wasser / Salzwasser) delaminieren die Glasfasern vom Polyester, die Festigkeit geht verloren und das Material wird "weich". Dieser Effekt kommt leider ebenfalls an den Bohrungen der Türschlösser vor, besonders wenn zu gut geschmiert wird. Absolut unterlassen sollte man das "Schmieren" mit WD40 aus der Sprühdose. Das kriecht überall hin, ist eigentlich kein Schmier- sondern ein Löse- und Entfettungsmittel. Das zerstört Polyester-GFK in Rekordzeit. Da hilft nur das zerstörte GFK großflächig auszuschneiden und eine neue Platte einzulaminieren. Für so eine Reparatur kann man auch Epoxidharz verwenden, das ist dann etwas widerstandsfähiger. Allerdings muss die Mischung Harz / Härter bei Epoxy sehr genau stimmen, im Gegensatz zum Polesterharz. Aber auch da gilt: Bohrungen nachträglich versiegeln.

    Bei ca. 80% aller Geberzylinder die ich zerlegt habe war Rostfraß im Zylinder. Ganz selten dass die wirklich einwandfrei waren. Dann hilft auch die neue Dichtung leider meist nicht viel. Wenn der Rostfraß nicht zu tief ist, kann man 1 oder 2 Zehntel ausdrehen, das verkraftet die originale Dichtung. Nur den Kolben muss man mit dem neuen Durchmesser neu herstellen. Der sollte möglichst genau laufen, da er nicht axial sondern dummerweise schräg belastet wird (was einem die originalen Alu-Kolben auf Dauer ohnehin übel nehmen und unrund werden). Ich habe die Kolben statt aus Alu aus Messing gedreht.

    Ich stelle meine Fahrzeuge üblicherweise um auf Bremsflüssigkeit auf Silikonbasis. Damit ist die Problematik der Wasseraufnahme der Bremsflüssigkeit und dadurch entstehende Rostbildung, auch im Bremszylinder, weg.



    Mir ist bekannt, dass Matra bei den Bagheeras die als quasi "Vorserie" für den Murena verzinkt wurden, erhebliche Schwierigkeiten mit Verzug hatten. Diese Erfahrungen wurden beim Murena dann schon von vornherein konstruktiv berücksichtigt, es wurde an vielen Stellen mit mehr oder weniger kleinen Paketen von Ausgleichsblechen und Distanzstücken gearbeitet. Eingeschweißte Muttern wurden durch die Käfigmuttern ersetzt. Das Ganze war von den Montagearbeiten her deutlich aufwändiger, da viel angepasst werden musste.

    Falls sich dabei rausstellt, dass man beliebig neu/anders krumme Felgen herstellen kann, oder womöglich sogar rund(er) laufende, wäre für mich dann doch gut möglich, dass nur die Originalkonstellation rund lief und hätte sorgfältig markiert werden müssen.

    Die Felgen die ich zerlegt und wieder zusammengebaut habe, haben in jeder Position gepasst. Auch z. B. eine Innenschüssel von einem anderen Rädersatz. Dass eine andere Montageposition bei unbeschädigten Teilen zu einen derartigen Schlag führen kann, halte ich für ausgeschlossen. Da stimmt schon etwas anderes grundsätzliches nicht.

    wenn der Radbremszylinder aber nicht demontiert und die Hohlschraube vorsichtig gelöst wird, soll doch (alte) Bremsflüssigkeit drin bleiben - so man den Matra nicht von der Bühne schmeißt. Dann müsste das mit mit dem Entlüften doch funktionieren, oder?

    Stimmt, das funktioniert so. Zu alte Bremsflüssigkeit kann allerdings zu Korrosion führen und der Siedepunkt sinkt. Das Ganze mal zu erneuern schadet nicht, entleeren über die untere Schraube ist einfach. Man kann die Bremssättel einfach mit einer Spritze mit Bremsflüssigkeit vorbefüllen bevor die große Hohlschraube wieder montiert wird, das Entlüften funktioniert dann wieder wie Du es schon beschrieben hast.

    Die Alu-Schüsseln lassen sich durchaus in einem gewissen Rahmen richten, ein Höhenschlag allemal.

    Seitenschlag ist schwieriger. Wer für Ersatzschüsseln noch in Frage käme, wäre die Fa. Felgenfuchs (nicht zu verwechseln mit Fuchs-Felgen).

    https://www.felgenfuchs.de/

    Der kann vieles liefern und auf Anfrage auch nachfertigen lassen.

    Das ist definitiv Murks. Einen Schlag kann man auf der Wuchtmaschine mit entsprechenden Gewichten ausgleichen, das Rad hat dann keine Unwucht mehr (zumindest bei der Testdrehzahl der Wuchtmaschine), aber der Schlag bleibt natürlich. So entstand vermutlich auch die Gewichtsklebeorgie.

    Mich würde die Art des Schlags interessieren, Höhenschlag / Seitenschlag, oder beides?

    Falls die Innenschüsseln vor dem Pulverbeschichten in einer Anlage mit Schleuderrädern (also nicht mit Druckluft manuell) gestrahlt wurden, kann das dazu führen dass die sich in alle Richtungen verformen. (Ist mir mit anderen dünnwandigen Alugehäusen schon passiert). Einer herkömmlichen Alu-Gussfelge macht das nichts, die werden üblicherweise so vorbehandelt.

    Die Art Felgen mit Aluschüsseln haben von Haus aus normalerweise nur sehr wenig Unwucht.

    ein krummer Stern mit einem antikrummen Bett

    Die Gussqualität der Felgensterne von Gotti ist vielleicht nicht immer auf BBS-Niveau, aber denen ihre Drehmaschinen haben auch nicht soo fürchterlich geeiert. Ein paar Hundertstel haben die schon einhalten können. Da wird der Felge eher irgend etwas im Betrieb widerfahren sein. Ein ganz "hartnäckiger" Fall beispielsweise ließ sich mal ganz einfach beheben, da war nur eine Rost und Dreckschicht auf der Auflagefläche am Radkörper. Eine Bearbeitung mit einem Schaber und Schmirgelpapier hat den "Höhenschlag am Innenhorn" auf wundersame Weise behoben. Gottis laufen auf allen möglichen Autos, auch im Rennsport. Wenn die da eiernde Teile gegeneinander abgleichen müssten wäre das wohl kaum so. Der Vorteil ist ja, dass z.B. eine Aussenschüssel einfach getauscht werden kann, wenn die was abbekommen hat. Schwierig wird es oft erst, wenn unsachgemäße Reparaturen durchgeführt wurden, irgendwas aufgeschweißt, oder nachgedreht oder in der Art.

    Vorher / nachher-Bilder von Gotti 75 B Felgen. Ein Satz 150er Gottis ist grade in Arbeit, aber leider erst in der Phase "zerlegt", dauert also noch bis die fertig sind. (Kann sich nur noch um Jahre handeln, momentan komm ich leider zu nix. :( )