Beiträge von Beta-Schrauber

    hallo Kimon, bei Fahrzeugen, die lange gestanden haben, kommt es vor, dass die Verzahnung der Getriebeeingangswelle und die Verzahnung der Nabe der Mitnehmerscheibe Rost/ Schmutz angesetzt haben. In anderen Fällen, bei hoher Laufleistung, verschleißt die Verzahnung der Getriebe Eingangswelle, die Mitnehmerscheibe verhakt sich. Beim Betätigen der Kupplung öffnet zwar der Automat, aber das Restmoment der Kupplung ist zrotzdem hoch, weil die Mitnehmerscheibe innen am Schwungrad anliegt. Das gibt beim Schalten den Eindruck, dass die Synchronringe verschlissen sind. Sehen kann man das, zumindestens beim Murena 1600 nicht von außen. Ich gehe davon aus, dass das hydraulische System der Kupplung korrekt entlüftet ist. Die Bewegung des Ausrückhebels sieht man von Außen. Also: wenn das Getriebe ausgebaut wird, um das zu reparieren, auch die Verzahnung der Welle und die Mitnehmerscheibe prüfen, auch die Mitnehmerscheibe auf Verschleiß, oder gleich eine Neue einbauen. Das Schaltgestänge verstellt sich nicht von Alleine. Haben die Kugelgelenke spürbar Spiel kann man diese eingach austauschen. Das sind Standart- Industrieteile. zum Einstellen: Getriebe steht in Leelaufposition, dann steht der Schalthebel relativ senkrecht. Der mögliche Betätigungsweg nach vorne und hinten ist gleich lang. Im Netz gibt es zum Murena eine ausführliche Original Werkstattanleitung zum Murena. Diese ist zwar in niederländisch, aber gut verständlich.

    Beste Grüße, Albert

    Hallo Kimon, besten Dank für Deine ausführliche Vorstellung.

    jetzt zur Sache: Die in den Murena's verbauten Getriebe, egal ob beim 1.6er oder 2.2er entsprechen dem in den 70er und 80er Jahren üblichen Konstruktionsstandart für quer eingebaute Antriebe. da Getriebe vom 2.2 ist sehr ähnlich dem vom Citroen CX. Das bedeutet, dass Du Dir, wenn Du keine Explosionszeichnungen vom Murena 2.2 Getriebe hast, Dir solche vom CX ansehen kannst. Damit bekommst Du einen Überblick. Grundsätzlich sind Auto- Getriebe nicht kompliziert. Die Funktionsweise entspricht dem eines üblichen Getriebes mit Schiebemuffen. Der Austausch verschlissener Synchronringe ist nicht weiter schwierig, wenn keine weiteren Teile beschädigt sind oder die Lager ausgetauscht werden müsssen. Beim Zerlegen muß DU nur darauf achten, dass keine kleinen Teile, z.B. Federn, Rastkugeln, Sperrkörper der Synchronisierung, verloren gehen und alle Teile auch die Distanz- und Anlaufscheiben wieder an die gleiche Position kommen. Auch wenn diese gleich aussehen, können Diese unterschiedlich stark sein. Wichtig ist auch, dass die Papierdichtungen, wenn welche vorhanden sind, die gleiche Stärke haben, wie die Alten. Ggf. solltest Du von allen Demontageschritten Fotos machen, dann ist der Zusammenbau einfacher. Leider kann ich Dir keine exakte Beschreibung vom 2.2er Getriebe geben. Ich habe zwar schon einige Getriebe instand gesetzt, aber keins vom 2.2er. Mit Umsicht, Aufmerksamkeit und Sauberkeit schafft man das schon. Da das Differential schrägverzahnte Stirnräder hat, braucht kein Zahnflankenspiel eingestellt zu werden. Schwieriger wird das Ganze, wenn Kegelrollenlager ausgewechselt werden müßen. Diese müßen durch Beilagscheiben auf die erforderliche Vorspannung eingestellt werden. Beim Zusammenbau orientierst Du Dich bei den Schraubendrehmomenten an der DIN Tabelle für 8.8 Schrauben, wenn Du keine Angaben dazu in den technischen Unterlagen findest.

    Beste Grüße,

    Albert

    Hallo Merowingz
    ich möchte wieder auf das ursprüngliche Thema zurückkommen. Bisher war der Thenor, dass der Wärmetaucher und/ oder die Rohre nicht vollständig mit Kühlflüssigkeit gefüllt sind. Ein anderer Grund für mangelnde Kühlleistung kann auch ein Defekt im Bereich Wasserpumpe sein. Folgende Fehler an Wasserpumpen und dem Kühlsystem im Allgemeinen habe ich in meiner 48 jährigen "Karriere" schon gehabt: Flügel vom Laufrad weg gerostet; Alu Laufrad in mehrere Teile zerbrochen; neues Flügelrad aus dem Zubehör mit zu großer Bohrung, Flügelrad dreht nicht mit; Spalte in dem Pumpengehäuse zum Laufrad hin zu groß, keine Pumpwirkung; Alu- Gehäuse der Pumpe durchoxidiert, quasi Kurzschluß vom Einlauf zum Auslauf; Thermostat falsch herum eingebaut, öffnet dann nicht; sehr selten, hatte ich nur einmal, Zylinderkopfdichtung falsch gestanzt, Öffnungen für Kühlflüssigkeit zu klein.
    Diese Auflistung ist sicherlich nicht vollständig und soll bei der Fehlerfindung helfen.
    Beste Grüße, Albert

    Guten Morgen Sache
    Ja, es ist egal die verbindungsstege oben oder unten sind. Das machen die verschiedenen Hersteller so, wie es auf die Produktionsanlage passt. Die Stege haben einen Grund: man hat nur ein Teil zuzuführen und nicht 4 einzelne, dadurch wird die Zylinderteilung exakt eingehalten. Diese Verstärkung dient dem Schutz des Dichtungsmaterials vor Hitze und Druck.
    Mit den Dichtungen der Hersteller, die Bagherra 74 nennt, habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.
    Beste Grüße, Albert

    Hallo Sachse, da die ZKD nicht symmetrisch ist, kann man die ja nicht falsch herum auflegen. Die Seite der Stege ist egal, das hat produktionstechnische Gründe. Woraus der blaue Dichtungstreifen besteht, und wofür das gut ist weiß ich nicht.
    Ich würde die so einbauen, ohne zusätzlich noch etwas aufzubringen.
    Grüße, Albert

    Hallo Sachse
    Zumindest der linke Wasserkasten sieht bei meinem 1600er Murena, EZ 1982 anders aus. Er Anschluss vom Schlauch und für den Thermoschalter zeigen gerade nach hinten, nicht schräg zur Seite. Anscheinend gab es verschiedene Versionen.
    Beste Grüße
    Ich habe nochmal nachgesehen: Die Anschlüsse für den Schlauch und den Thermoschalter sind bei meinem Murena am linken Wasserkasten auch schräg zur Seite.
    Beste Grüße; Albert

    Hallo Peter
    danke für das Foto. Von der Steuerkette aus gesehen und auf die Einbauposition bezogen, sind die Einlassventile, großer Durchmesser, rechts im Zylinderkopf. Die im Motor zusehenden Taschen in den Kolben, auch von der Steuerkette aus gesehen, sind rechts, sind aber die kleinen Taschen. Die großen Taschen für die Einlassventile sind links. Links sind im Zylinderkopf die Auslassventile mit kleinem Durchmesser. Wenn das so ist, und nicht nur eine optische Täschung, dann sind die Kolben um 180° verdreht eingebaut.
    Wie gesagt: vieleicht ist das nur eine Täuschung.
    Grüße, Albert

    Hallo Peter
    Ich spreche von den Ventiltaschen in den Kolben. Die Ventiltaschen inden Kolben auf der rechts zugewandten Seite sind kleiner, die links größer. Zumindest sieht das so aus. Auf der rechten Seite ist die Saugseite, auf der linken Seite die Auslassseite. Also sind die Einlassventile rechts, große Ventile, linke Seite Auslassventile, kleine Ventile. Das ist dann genau umgekehrt wie üblich. Grüße, Albert