Familienzuwachs

      Familienzuwachs

      Hallo Matrafreunde,

      habe gestern bei Minusgraden Familienzuwachs bekommen. Hierbei handelt es sich um einen seltenen Murena 1.6 in rotorange.
      Der Wagen ist unfallfrei, hat aber aufgrund der langen Standzeit (seit 1994) viele Standschäden.
      Witzigerweise waren nur die vorderen Bremsen fest, ließen sich aber nach kurzem anschleppen aber lösen.
      Daten: 160000 km auf dem Tacho
      Motor dreht, Fahrzeug absolut komplett und nur leicht verbastelt, lediglich die vordere Stoßstange wurde aufgespachtelt (Gummi).
      Innenraum natürlich hinüber.
      Der Murena ist aus erster Hand und es wurde laut Rechnungen fast 10000 Mark investiert, was man an der Technik auch sehen kann.
      Auspuff ist Marke Eigenbau, hab ich aber noch originale rumliegen.
      Tatsächlich hatten 2 Reifen noch Luft, ist mir schleierhaft nach all den Jahren.
      Felgen sind sehr gut, auch das Reserverad, Wagenheber samt Kurbel vorhanden.
      Auch alle Flüssigkeiten sind noch drin, nichts tropft.
      Die Schwingen sind noch ziemlich gut, selbst wenn die durch wären, ich habe noch einige sehr gute im Lager.
      Windschutzscheibe absolut o.k.
      Was mir Kopfzerbrechen bereitet, ist der schlechte Zustand der A-Säule Beifahrerseite und das Dach.
      Die A-Säule ist von innen heraus durchgerostet, man kann deutlich den Schwamm greifen, der sich im Holm befindet. Hier kommt man also nicht um eine aufwendige Reparatur herum, allerdings habe ich auch hier noch 2 sehr gute, rostfreie Scheibenrahmenholme auf Lager und noch 2 nagelneue. Es wäre also auch hier möglich, das Ding sauber zu reparieren.
      Zum Dach....
      Der Erstbesitzer meinte wohl, es wäre eine gute Idee, wenn man das (geschlossene und ohne Glasdach) verbaute Dach, mit den seitlichen Dachholmen verspachtelt. Dies wurde seinerzeit recht professionell gemacht und sieht stellenweise auch toll aus.
      Allerdings haben die Hirnis das Zink soweit abgeschliffen, dass der Rahmen auch hier gerostet hat. Ergebnis Risse und Lackabplatzer ohne Ende.
      Ergo...man kommt nicht darum, eine A-Säule komplett zu tauschen und eine neues Dach einzubauen.
      Bin noch unentschlossen,was ich mit dem Wagen machen soll.
      Einerseits ein wirklich seltenes Modell, komplett und aus erster Hand.
      Andererseits nicht mal eben an einem WE wiederbelebbar.
      Gut....lackiert werden muss er sowieso.
      Alle notwendigen Reparaturen könnte ich selbst durchführen.
      Teile habe ich alle auf Lager.
      Dagegen spricht, dass ich noch andere Projekte habe, denen ich mich widmen muss. Da wäre noch ein Bag X von einem Clubfreund fertig zu restaurieren.
      Dann wartet mein Simca 1100 City Laster auf neue Farbe (ist aber fast schon fertig)
      Meinen blauen Murena möchte ich auch wieder aktivieren
      Mein grüner Simca Rancho muss noch fertig geschweißt werden
      und schließlich meine beiden M 530.....
      viele Projekte also
      Ich habe mir also überlegt, wenn einer den Murena reparieren möchte, und einen guten Preis dafür zahlt, dann lege ich die nötigen Teile hierfür bei. Mein Fachwissen ist dann auch mit dabei.
      Wäre Schade, wenn ich ihn schlachten müsste, andererseits weiß ich nicht, ob ich noch ein Projekt brauche.
      Sagt mal eure Meinung....
      Bilder
      • 010.jpg

        959,13 kB, 1.476×1.107, 253 mal angesehen
      • 011.jpg

        962,64 kB, 1.476×1.107, 237 mal angesehen
      • 012.jpg

        751,83 kB, 984×1.312, 173 mal angesehen
      • 013.jpg

        609,76 kB, 1.063×797, 236 mal angesehen
      • 014.jpg

        903,01 kB, 1.673×1.181, 167 mal angesehen
      • 015.jpg

        832,04 kB, 1.772×1.181, 172 mal angesehen
      • 016.jpg

        658,25 kB, 1.476×1.107, 183 mal angesehen
      Information
      Hallo Marcel,

      retten könntest Du ihn, das traue ich Dir zu, aber lohnt sich das bei dieser Basis?
      Um an den Scheibenrahmen zu kommen muß die Frontscheibe raus, was ja mit einem gewissen Risiko behaftet ist, dazu kommen die von Dir erwähnten Schweißarbeiten, das Entspachteln, die Lackarbeiten.
      Wie es um den Innenraum bestellt ist, hast Du ja kurz angerissen.
      Die Farbe mag ja selten sein, aber nach der Spachtelorgie am Dach ist zumindest dieser Teil nachlackiert (wie es scheint mit massenhaft Spachtel) und der Rest der Lackierung ist auch nicht so dolle. Um eine solide Basis für einen Neuaufbau zu schaffen heißt es wohl schleifen, schleifen und nochmal schleifen.
      Wirtschaftlich gesehen ist dieser Fall grenzwertig, aber vielleicht findet sich jemand der die Herausforderung sucht und das Meiste in Eigenregie hinbekommt.
      Eigentlich schade um den Wagen, aber manchmal sind die Vorbesitzer die ärgsten Feinde...

      Alles Gute

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Michael“ ()

      Moin Marcel,

      wirtschaftlich gesehen ist der wohl tot, aber auf jeden Fall reparabel mit viel Arbeit.
      Wenn jemand sagt, der ist es mir wert den wieder aufzubauen, ist das was anderes, aber das Geld was du rein steckst bekommst du so schnell wohl nicht wieder raus, denke ich.
      Wenn du Platz hast, 10 Jahre trocken stehen lassen, evtl. lohnt es sich ja dann. Die Historie von dem Wagen ist ja schonmal interessant.
      Viele Grüße

      Ralph
      Hallo Matrafreunde,
      erstmal vielen Dank für eure Meinungen. Ich weiß wirklich noch nicht, was ich mit dem Wagen machen soll, deshalb lass ich mal meine Gedanken schweifen.
      Im Prinzip habt ihr beide recht allerdings gibt es auch einige Gegenargumente, den Wagen zu schlachten.
      Wenn man mal ganz ehrlich ist, dann ist es doch wirklich so, dass der schlechteste Murena vom Blech her immer noch besser zu restaurieren ist, wie z. B. ein MGB, Triumph oder Peugeot.
      Viele Oldtimerfans würden sich doch die Finger danach lecken, wenn ihre Marke verzinkt gewesen wäre.
      Ein Beispiel: Man nehme einen Murenafan, der meinen Murena bekommen hat. Ergebnis: Der muss komplett restauriert werden.
      Man nehme einen Peugeot 504 Fan, der einen sehr rostigen 504 bekommen hat. Ergebnis: Der muss komplett restauriert werden
      Wer von beiden ist wohl besser dran? Ergebnis: Der Murenafan, denn der hat dennoch viiiiel weniger zu schweißen. Der Rest der Arbeit wird wohl ähnlich sein.
      Jetzt frage ich mich natürlich, ob wir alle nur auf hohem Niveau jammern. Da ich bereits meinen M 530 geschweißt habe, meinen silbernen Rancho, meinen grünen Rancho und meinen roten Simca 1100 City Laster, weiß ich, dass es gerade diese Arbeit ist, die am meisten aufhält. An diesem Murena gibt es lediglich die A-Säule auszutauschen, sonst nix. Die Scheibe hab ich in einer Stunde draußen. Auf das Dach brauche ich keine Rücksicht nehmen, das reiße ich einfach raus, hab noch 2 neuwertige rumliegen.
      Der Rest ist Technik, die wohl schneller zu richten ist, als man denkt. Der 1.6er Motor ist einfach robuster und langlebiger als der 2.2, deshalb mache ich mir um den weniger sorgen. Das Getriebe ist für mich ein Klacks. Genau wie die Bremsen und Kupplungszylinder. Was bleibt sind Kleinteile zum Tauschen und die Sitze. Da ich alles habe, wäre es im Großen und Ganzen nur Teile tauschen, wenn überhaupt.
      Die Hauptarbeit wird tatsächlich schleifen und nochmals schleifen sein. Und hier habe ich auch lediglich nur die Frontmaske als Problemteil vor Augen, denn das Dach wird ja durch ein neues ersetzt.
      Verglichen mit der Restauration eines 504 oder z. B. Bagheera ist das alles doch überschaubar. Für mich vor allem nicht besonders kostenintensiv.
      Einen weiteren Gedanken will ich mit euch teilen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Murenafahrer ihren restauriert haben, obwohl er es eigentlich nicht nötig gehabt hätte. Wenn ich an die sinnlose Ressourcenverschwendung denke. Wieviele haben neue Bremssättel gekauft und eingebaut, obwohl man die alten locker richten kann. Wer hat nicht schon seine Kupplungsgeber- und Nehmerzylinder getauscht, obwohl die vielleicht noch gar nicht kaputt waren. Wieviele haben einen neuen Verteiler eingebaut und den alten weggeschmissen, obwohl der noch tadellos funktionierte. Alles mit dem Ergebnis, dass diejenigen, die diese Teile jetzt wirklich brauchen, keine mehr bekommen, weil sinnlos verbaut wurde. Das ist für mich nicht restaurieren, das ist austauschen bei gleichzeitiger Teileverschwendung. Es werden doch immer nur gute Fahrzeuge besser gemacht oder gleich komplett restauriert. Man spricht dann immer von "guter Restaurationsbasis". Ich denke da etwas anders. Ein guter soll und kann erhalten werden, muss aber nicht restauriert werden. Wertvoller ist es doch, ein vermeintliches Schlachtobjekt zu erhalten. Oder etwa nicht? Bestes Beispiel sind unsere fragwürdigen Oldtimerkollegen aus der Mercedes-Szene. Dort spielt in aller Regel Geld keine Rolle. Da wird doch nicht restauriert, da wird bei Mercedes Klassik Parts ordentlich Neuteil eingekauft und angebaut. Basis ist ein nahezu rostfreier Strich8. Super Leistung.
      Ich denke mir halt, es wäre eine super Leistung, wenn man ein vermeintliches Schlachtobjekt, wieder zum Leben erweckt und dafür wäre mein Murena toll. Anstatt Neuteile würde ich die originalen Aufarbeiten und teilweise besser machen als zuvor. Bestes Beispile hierfür ist doch Chris Murena S. Sicherlich kauft er Dichtungen und Silentblöcke neu, aber was glaubt ihr, wer sein altes Getriebe gemacht hat, wer die Bremsen besser als neu gemacht hat usw.... Alles aufgearbeitete Originalteile des Wagens. So muss Restaurieren. Ist meine Meinung, sonst nix.
      Ganz klar...hätte ich keine weiteren Projekte und wäre ich noch Mitte 20, würde ich den Murena richten.
      Nun aber was dagegen spricht und da habt ihr natürlich zu 100% recht. Das Projekt würde sich aus finanzieller Sicht nie rechnen, aber so würde ich sowieso nicht denken. Mit dem Murena holt man bestimmt nie das raus, was man reingesteckt hat. Ist halt nun mal kein Lotus oder Ferrari. Den Murena macht man immer nur für sich selbst, aber nicht zum Verkaufen.
      Dagegen spricht in meinem Fall halt auch die Zeit. Ich habe zu viele Projekte und verliere die Übersicht. Ein weiteres Projekt ist aus Vernunftsicht nicht ratsam.
      Die Kosten sind sicherlich auch nicht zu unterschätzen, obwohl ich sicherlich das Meiste reparieren könnte und nicht kaufen müsste. Die Lackierung kostet hier bestimmt 3-4 Kilo, die Innenausstattung bestimmt auch noch so einiges. Von der Pulverbeschichtung will ich erst gar nicht anfangen.
      Ein weiterer Minuspunkt ist der Platz. Ich unterhalte inzwischen 6 Garagen, die alle Geld fressen. Von den Teilelagern will ich auch nicht erzählen. Wenn mich einer mal raus wirft, habe ich mächtig Probleme, wohin mit dem Zeug. Ich tendiere deshalb zum Verkauf des Murena, lasse mir aber die Option offen ihn zu behalten, denn verschenken möchte ich ihn auch nicht. Ich schau jetzt erst mal, wie mein City Laster und der Murena fertig wird, dann kann ich immer noch entscheiden.........Wer aber Interesse hat, darf sich ruhig melden. Da sich sowieso schon jeder fragt, was ich dafür haben will: 1200 €. Die Zeiten der 500 € Schlachtfahrzeuge sind vorbei und gemessen an den Fahrzeugen, die in der Bucht angeboten werden, ist das sicher nicht unverschämt für so einen seltenen Murena. Wie bereits erwähnt lege ich noch die A-Säule, Auspuff und diverse Ersatzteile drauf, wenn benötigt, kostenlos.

      Gruß aus der Kälte
      Information
      marcel

      jeden das seine jeder das was er kann ich schraube mit anderen sachen mein geld deswegen machen ander sachen die sie aus den ff können neeeeeeeeeeeeeeeeeeee

      den sonnst würde die s noch länger dauern und jeder der mich kennt kennt meine autos ( keine mehr bekommen, weil sinnlos verbaut wurde ) hätten leute diese teile nicht gekauft wäre alles weg siehe 530 oder rancho ausverkauf bei simon platz schaffen für was neues so ist der handel
      mfg
      chris
      Hallo Marcel,

      ich gebe Dir in Deinen Ausführungen in praktisch jedem Punkt recht. Dein Dilemma ist halt, dass Du mehr als genügend Projekte hast. Das Kernproblem ist bei Dir eben die Zeit.
      Über den Wiederverkaufswert brauchen wir bekanntermaßen ohnehin nicht zu reden. Ich denke bei praktisch jeden landet man rein rational bei folgender Rechnung:
      Ich will den Zustand X, dafür brauche ich eine Basis mit dem Zustand Y und den finanziellen Aufwand Z1 nebst den zeitlichen Aufwand Z2. Hinzu kämen die limitierenden Faktoren Geldbörse (X,Z1) und technisches Geschick und Spaß am Schrauben (Z2).
      Irgendwo dazwischen bewegt man sich dann und je nach Lebenssituation ergeben sich dann unterschiedliche Antworten.
      Wenn bei Dir die Lagerkosten überschaubar sind würde ich den 1,6er für später weglegen. Manchmal ist Warten auch eine Option, wenn man mal in den einschlägigen Blättchen nachliest sind Baustellen, die oftmals jahrelang ruhen (da fasse ich mich mal an die eigene Nase) gar nicht so selten.
      Wobei ich bei der Front von Deinem hier tatsächlich eher zu einem besseren Gebrauchtteil greifen würde, Ressourcenschonung hin oder her. Dat Ding is einfach übelst vermurkst um das wieder hin zu bekommen muss man Bildhauerei in GFK mögen und auch noch die fehlenden Zierteile organisieren.
      Und richtig, verglichen mit anderen Fahrzeugen ist der Blecharbeitsfaktor beim Murena wirklich harmlos. Das haben wohl bislang die wenigsten Außenstehenden bemerkt, es sei denn sie haben gerade für dieses Gebiet einen echten Faible. Wie heißt es so schön: Das rostigste Hobby der Welt.

      Alles Gute

      Michael
      Hallo Matrafreunde, Hallo Marcel,
      ​wenn ich derartige Zeilen lese: .....Recourcenverschwendung durch sinnlos verbaute Neuteile.....mit dem Ergebnis, dass diejenigen die diese Teile brauchen keine mehr bekommen..... und dazu noch von einem Funktionsträger unseres Clubs, bin ich doch schwerst enttäuscht!

      Ja, ich bin ein derartiger Neuteile - Dieb !!!

      Mein Oldie ist ein "Fahrzeug" und kein "Stehzeug" und von der Substanz weit entfernt von einem Restaurationsobjekt. Wenn trotzdem Verschleißteile und kleinere Wehwehchen anfallen, dann werden halt verfügbare Neuteile verbaut, damit er schnell wieder auf die Straße kommt.

      Oldtimerei ist meiner Meinung nach auch nicht zwangsläufig mit "Restaurieren" gleichzusetzen. Fahren, Präsentation, Kommunikation, Substanzpflege, sozialer Kontaktaufbau, Landschafts- und Kulturerlebnisse sind auch wesentliche Aspekte.

      Mögen die Moorleichenausgräber, Bastelbudenoperateure und "Retter" gerne ihren Vorstellungen des Oldtimerhobbys folgen, nur nicht anders Denkende anprangern und zurechtweisen.

      Ich habe Hochachtung vor den "Könnern", die ihre Bleche biegen, abkanten und verschweißen, aus 10 Teilespendern ein Auto bauen und / oder die kpl. Technik überholen können, wollen und Zeit und Recourcen dafür haben. Nur, ist man damit dann der bessere Matraliebhaber?

      Und, ob es wirklich die "gepulverte Nockenwellenbeleuchtung" braucht, wage ich zu bezweifeln.

      Viel Spaß beim kommentieren, freue mich schon drauf.

      Mit weihnachtlichem Gruß
      Reinhold
      Information
      Die Frage der Ressourcenverschwendung versus Weiterverwendung bzw. Aufarbeitung vorhandener Teile hat doch Recht wenig mit der ursprünglichen Frage zu tun, ob dieser Familienzuwachs von Marcel (Ja, seine Famile besteht aus Autos.) restaurationswürdig ist oder vielleicht doch eher ein Schlachtobjekt.

      Zur Restaurationswürdigkeit: Heute wohl eher (noch) nicht, in ein paar Jahren wohl schon eher, wenn es nichts mehr gibt. Gerade gestern habe ich in der neuesten Oldtimer Praxis gelesen, dass ein Renault Gordini im Zustand 5 - 6, seit den 80er Jahren draußen stehend, verrottet und zugewuchert auf einer Versteigerung 38.000 € erzielt hat. Also weiter draußen stehen lassen und abwarten ... 8o

      Zu dieser Frage arbeitet die Zeit für uns: Was vor 10 bis 20 Jahren einfach sorglos geschlachtet wurde, danach würden wir uns inzwischen die Finger lecken.

      Zur Ressourcenverschwendung: Früher oder später wird uns nichts anderes übrig bleiben als vorhandene Teile aufzubereiten, weil es nichts neues mehr gibt. So gibt es mittlerweile oder zur Zeit für Bag und Murena keine Bremsscheiben mehr im freien Zubehörhandel. Da sind vielleicht schon welche verschwendet und weggeworfen worden, weil die alten einfach schon etwas rostig waren.

      Gegen die Resourcenverschwendung kann aber auch eine gründliche Schlachtung des fraglichen Wagens helfen und für Teilenachschub sorgen.
      Zitat....Hat es eigentlich bei dem Gordini dann auch so einen Aufschrei in der eigenen Renaultszene gegeben und ein Auflisten, warum dieser Preis völlig überzogen sei? Würd mich echt einmal interessieren und noch viel mehr, warum das bei uns so ist...@ Roman... Hinter das Geheimhis werden wir wohl nicht mehr kommen,es ist halt so.Der Aufschrei in der R 12 Gordiniszene blieb übrigens bis jetzt aus.Gruss,Gerald

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „takeadjet“ ()

      Hallo Reinhold,

      mit meinem Post wollte ich niemanden zurechtweisen oder gar anprangern. Schade, dass du das so siehst. Wahrscheinlich hast du einfach nur zu wenig Ahnung und Erfahrung um das, was ich geschrieben habe, überhaupt einschätzen zu können. Denn alles, was die Teileversorgung betrifft, stimmt zu 100% was ich geschrieben habe. Immerhin bin ich einer der Daily-Driver, der ausnahmslos Matra fährt und die Ersatzteilversorgung seit Jahrzehnten verfolgt. Wie viele Beispiele brauchst du denn, wo genau das statt fand, was ich gemeint habe. Ich kenne mindestens 50 Matrafahrer, die im Laufe der Jahrzehnte neue Bremssättel für viel Geld gekauft haben, nur weil diese leicht fest waren und deshalb unbedingt neu sein mussten. Dabei ist es doch ein Klacks diese zu richten. Warum also neue für viel Geld, wenn gut repariert teilweise besser ist als neu. Aber es ist halt die deutsche Mentalität......Hauptsache ich hab noch neue bekommen, die anderen nach mir sind mir wurst. Auch dieser Gedanke, den ich hier verfolge hat etwas mit Gemeinsamkeit, sozialem Kontaktaufbau und Substanzpflege zu tun. Dinge, die du selbst genannt hast. Wo ist denn die Substanzpflege, wenn du dich selbst als Teiledieb bezeichnest? Du scheinst unglücklicherweise nicht verstanden zu haben, was ich meinte. Ich sprach nicht von den Verschleißteilen an sich. Ich spreche von den Bremssätteln, von den Getrieben, von den Vergasern, Hauptbremszylindern, Kupplungsgeber- und Nehmerzylindern, vom Unterdruckventil für die Scheinwerfer. 50 Leute kenne ich mindestens, die all diese Dinge neu gekauft haben und ihr altes weggeworfen haben. Heute bin ich um jeden Bremssattel und Kupplungszylinder, jeden Bremsflüssigkeitsbehälter und Elektrischen Fensterheber dankbar, den ich für die Matrafreunde reparieren und somit retten kann. Auch für dich Reinhold, wenn du das brauchst. Das ist für mich "Community"...Gemeinsamkeit, Hilfsbereitschaft.
      Manchmal glaube ich, ich bin im falschen Film. Da kämpft man für Ressourcenschonung, bietet Hilfe an, die über ein normales Maß hinaus geht, kämpft um jedes Fahrzeug, das den Bestand erhält und wird dann angemacht, weil man sinnlose Verschwendung zu recht anprangert. Es kommt die Zeit....nein, die hat bereits begonnen......in der es keine Neuteile mehr gibt, die man eben kauft und einbaut, um wieder schnell auf die Straße zu kommen.
      Und um deine Frage zu beantworten, wer der bessere Matraliebhaber ist: Dein Vergleich hinkt, denn es gibt halt nicht überall Leute, die die Möglichkeiten haben, so zu reparieren, wie ich es geschildert habe. Das ist mir schon klar. Aber ich wage zu behaupten, dass die Leute, die mit ihren Ressourcen haushalten und so der Gemeinschaft dienen, die vernünftigeren Matraliebhaber sind.
      Ach ja...und kommt mir jetzt nicht mit Simon und Co, bei denen man alles noch kaufen kann. Gar nix mehr kannste dort neu kaufen. Die geben auch nur noch alt gegen neu ab. Und die Altteile werden dann wieder aufbereitet.....von Leuten wie mir.

      Und dann war da noch dein Gegenzitat Reinhold: "wenn ich derartige Zeilen lese: .....Recourcenverschwendung durch sinnlos verbaute Neuteile.....mit dem Ergebnis, dass diejenigen die diese Teile brauchen keine mehr bekommen..... und dazu noch von einem Funktionsträger unseres Clubs, bin ich doch schwerst enttäuscht!
      Zum Einen, weiß ich jetzt nicht, warum du deswegen enttäuscht bist. Es stimmt doch zu 100%. Zum Anderen wäre es doch sehr enttäuschend, wenn ein Funktionsträger des Clubs, so denken würde wie du. Soll ich deiner Meinung nach die Verschwendung von Ersatzteilen fördern, bis nichts mehr da ist, nur damit du dann ein gutes Gewissen hast? Womöglich werde ich dann noch angeprangert, wenn ich als Funktionsträger des Clubs die Hilfe für deine Reparatur verweigere, weil du kein Neuteil mehr bekommen hast. Leute gibts, da fällt mir nix mehr zu ein.
      Ich schlage vor, wir kommen zum eigentlichen Thema zurück. Ich bin immer noch unschlüssig, was ich mit dem Wagen machen soll. Und dir Reinhold empfehle ich, die Zeit zu nutzen, um nach Neuteilen zu suchen, anstatt Funktionsträger des Clubs anzugreifen.
      Lasst uns froooh uund munter sein

      :)
      Hallo Kris,

      im Prinzip gefällt mir alles, was du geschrieben hast. Natürlich hast du recht mit den Konjunktiven. Aus meiner Sicht habe ich diese Worte gewählt, weil Konjunktive durch ihre Form, der Fantasie freien Lauf lassen und dadurch auch mal andere Sichtweisen ans Tageslicht kommen, die wahrscheinlich nur durch harte Fakten beiseite geschoben worden wären. Um das ging es mir.

      Zu deinem Zitat: mir ist die logik: alles muss fürs kollektiv erhalten werden zu basis-sozialistisch. wenn ich irgendwas hab, ist es zunächst mal meine sache, damit umzugehen. dinge einfach nur zu lagern. oder zu pflegen. oder zu benutzen. oder zu zerstören. oder einfach wegzuwerfen. ich entscheide. für mich. für mich alleine. und für niemand anderen......
      möchte ich dennoch wie folgt Stellung nehmen.
      Inzwischen habe ich schmerzhaft gelernt, dass es gerade in Deutschland diese Ich - Gesellschaft gibt. Geprägt von Egoisten, die einzig auf ihren Vorteil bedacht sind. Gerade aus diesem Grund sind 80% aller Matrabesitzer in Deutschland nicht in einem Club organisiert, im Gegensatz zu unseren werten Nachbarn Österreich oder Frankreich. Und diese Einstellung liegt bestimmt nicht an unserem besch... Club oder gar an meiner unbeliebten Person, denn das war schon vor meiner Zeit so.
      Nun denn....gerade wegen Menschen dieser Gesinnung, müssen andere "Leiden". Klar kann jeder mit seinem Wagen oder seinen Teilen machen was er will. Aber dann braucht mir auch keiner mehr mit Ressourcenschonung, Substanzpflege, Gemeinschaft, Freundschaft unter Gleichgesinnten, sozialen Kontakten und all dem anderen emotionalen Quatsch kommen. Denn für diese Menschen zählt nur ICH. ICH brauche keinen Club. ICH brauche keinen Simon. ICH brauche keine Werkstatt. ICH brauche keine Matrafreunde. ICH brauche keinen Clubbeitrag zahlen, denn ICH schaffe alles auch ohne Beitrag. ICH brauche meine defekten Teile nicht lagern, denn andere sind mir sch...egal. Genau wegen solchen Menschen, sind wir genau da, wo wir jetzt angekommen sind und das meine ich Hobbyübergreifend.
      ICH freue mich auf den Tag, wo es wirklich keine Teile mehr gibt und gerade dieses unsoziale, egoistische Gesocks dann meint, mit seinem Geld dennoch alles beschaffen zu können, oder reparieren zu lassen. An diesem Tag sitzen dann Leute wie Jürgen Roterberg und ich da und entscheiden, wer den letzten Dachholm beim Murena bekommt, wer das letzte brauchbare Getriebe erhält und wessen Bremssättel repariert werden. Und wir sind es dann, die entscheiden, welche Ersatzteile für wen nachgefertigt werden. So sieht die Realität aus. Ihr glaubt das nicht? Dann fragt mal den Jürgen. Der entscheidet nämlich seit Jahren, wer was bekommt. Richtig, er sucht sich seine Kunden aus. Nicht der mit dem dicksten Geldbeutel bekommt sein letztes Teil, sondern der, dem o. g. Attribute etwas bedeuten. Klingt vielleicht etwas überemotional, aber das ist es doch auch, was ein Hobby aus macht oder? Zu emotionslosen Menschen, denen alle anderen egal sind, die immer nur gegen rechnen (was bekomme ich für mein Geld usw...) passen diese Werte nicht, und um die ist es auch nicht schade, wenn sie nicht in unserem Club sind oder auf Treffen kommen.

      Matracat schrieb:

      ... Gerade aus diesem Grund sind 80% aller Matrabesitzer in Deutschland nicht in einem Club organisiert, ...

      Nun die 80 % halte ich für etwas übertrieben. Bei ca. 200 Clubmitgliedern wären diese 80 % weitere 800 Matrabesitzer. So viele sind aber bei weitem nicht mehr in Deutschland vorhanden. Von der Richtung ist es aber leider so. Letztes Jahr habe ich in/bei Berlin bei der Oldtimershow 3 Murena Fahrer angetroffen, die mit dem Club nichts am Hut haben wollen.

      Matracat schrieb:

      ... oder gar an meiner unbeliebten Person, denn das war schon vor meiner Zeit so.
      ...

      Soll heißen: Du warst schon vor Deiner Zeit so!

      Und was die Teileversorgung angeht, müssen wir uns zusammen reißen und gar Nachfertigungen angehen. Gerade in der letzten Nacht hat mir Jürgen Roterberg die katastrophale Situation bei Murena/Bag/Rancho Bremsscheiben bestätigt. Die sind nicht mal Matra spezifisch sondern ehemalige Simca Großserientechnik, Verschleißteile und damit ein typisches Aftermarket Produkt, aber trotzdem nicht mehr lieferbar.
      Information

      ecat..v6pick_up schrieb:

      Simon verkauft doch die bremsscheiben ist doch ein freier handel

      Unter freiem Handel verstehe ich Online Händler wie Wagner, Lott, Teufel, ATP, Kfzteile24, Mister-Auto ... und Filialisten wie Trost und Stahlgruber ...
      Bremsscheiben für ein Alltagsfahrzeug hole ich doch auch nicht in der der Vertragswerkstatt der jeweiligen Marke zum Apothekenpreis.

      ecat..v6pick_up schrieb:

      ...
      der massenhaft noch neuverbaut weil er es jetzt noch bekommt

      Aber hoffentlich hebst Du dabei wenigstens die gebrauchten, aber noch brauchbaren Teile auf. Es wird enger mit den Teilen!
      Hatten wir die Diskussion mit den Teilen nicht schon einmal?
      Sich auf den "freien" Markt zu verlassen ist meiner Meinung nach zu kurzfristig gedacht, höchstens als Korrektiv, wenn unsere Spezis zu apothekerhaft werden und auf Normteile zu derbe Aufschläge nehmen.
      Aber wo ein Markt ist, werden auch Nachfertigungen angestoßen.
      Vielleicht nicht in Deutschland, sondern bei unseren Nachbarn.
      Jüngstes Beispiel die von Marcel angesprochenen Unterdruckventile.
      Nichtsdestotrotz, mittlerweile überlege ich mir dreimal, ob ich etwas wegwerfe oder besser doch einlagere, selbst wenn ich heute noch problemlos Ersatz bekomme.
      Uns geht´s mit den Muränen noch zu gut.
      Nehmt mal einen VW K70 und versucht da außerhalb der Club-Infrastruktur etwas zu bekommen. Und die Jungs vom Club scannen fast alle relevanten Autotrödels und freuen sich wie die Schneekönige wenn sie noch ein paar Brocken für das Zentrallager finden. Daher ist das Clubsortiment von der Verschiedenartigkeit der Teile ganz gut dabei, aber bei gewissen Teilen gibt es dann nur noch Teile im unteren einstelligen Bereich. Wenn weg, dann weg.
      Die Gleichteile von anderen Fahrzeugen könnt Ihr an den Fingern abzählen, bzw. die muss man erst mal kennen.

      Alles Gute

      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Michael“ ()