Ein Matra Murena in Sachsen

  • Du könntest ansonsten noch von dem nicht Bremsflüssigkeitsresistenten Schlauch zum Kupplungsgeber berichten. Den hast ja inzwischen ausgetauscht, so dass man darüber wohl schreiben darf.


    Die falsche Ausführung dieses Schlauchs zeugt ja auch mal wieder von Unkenntnis und/oder Billigheimer.

    Stimmt ^^ .


    Wobei das ja so ein Thema ist. Denn bei vielen Fahrzeugen der 60er und 70er ist werksoriginal von den Vorratsbehältern zu den Geberzylindern in der Tat ein transparenter Schlauch verlegt. Der im Alter nicht schwitzt, sondern allenfalls hart geworden ist. Natürlich ist ein normaler PVC Schlauch da kein geeigneter Ersatz, auch wenn er genauso aussieht. Silikon übrigens schon gar nicht, das ist nur bei Kühlschläuchen ein sinnvolles "Upgrade", denn Silikon ist gegenüber Bremsflüssigkeit nicht resistent.


    Für den Einsatzzweck passend wäre beispielsweise dieses Material: https://www.optubus.de/files/d…t-schlauch-tygon-2375.pdf. Wird auch von Brembo eingesetzt. Um welches Polymer es sich genau handelt, ist mir nicht bekannt, aber PVC ist es sicher nicht. Was früher verwendet wurde, keine Ahnung.

  • Nur ein Gedanke.

    Wäre es nicht sinnvoller, den Kupplungsgeber mit einem separaten Vorratsbehälter zu bestücken und dann den Abgang vom HBZ-Vorratsbehälter tot zu legen?

    Dadurch würde dann auch die mechanische Belastung entfallen. Ich hatte das einmal, mit der Folge, dass der Stutzen für den Schlauch mir-nichts-dir-nichts abbrach. Was einerseits eine ziemliche Sauerei war und ich andererseits ohne halbwegs brauchbare Kupplung nach Hause (Gottlob in dem Fall nur 2 Km) nach Hause humpeln musste. Also schalten ohne Kupplung ist echt nicht spaßig.


    Wobei ich auch daran denke, dass gerade bei unseren recht wenig benutzten Fahrzeugen auch ein Wechsel auf DOT5 nicht ganz dumm wäre.



    Alles Gute


    Michael

  • Hi Michael,


    ich habe gegen DOT5 (also auf Silikonbasis) Vorbehalte, wenn es aus "Sparsamkeit" eingesetzt wird, nämlich weil man nicht alle 2 Jahre wechseln möchte.


    Geeignet und gerne angewandt wird es bei Lagerfahrzeugen, also wenn ein Fahrzeug lange Zeit trocken gelagert wird. Weil man dann nicht die üblichen Wechselintervalle einhalten muss, ein Fahrzeug jedoch dennoch ggf. sofort einsatzfähig ist.


    Das Problem ist, dass kein Wasser aufgenommen wird. Ähnlich wie bei Ethanol-freiem Sprit. Kondenswasser und eindringendes Wasser (Deckelbelüftung) bildet vielmehr Tröpfchen, die an den tiefsten Punkt eines Systems absinken und dort für Korrosion sorgen. Beim Bremssystem sind das die Bremssättel oder -Radzylinder.


    Im Rennsport wird DOT5 wegen des hohen Siedepunktes eingesetzt. Allerdings nicht erst alle 2 Jahre gewechselt, sondern öfter in der Saison, wenn nicht gar nach jedem Rennen.


    DOT5 hat als Vorteile den hohen Siedepunkt und dass es keine Lackschäden im Fall der Fälle verursacht. Wenn man die üblichen Wechselintervalle von 2 Jahren einhält, das Fahrzeug nicht im Alltag (einschließlich Herbst/Winter) eingesetzt ist und einen guten Garagenplatz hat, ist die Wasserproblematik wohl vernachlässigbar. Bei Alltagseinsatz würde ich die Wechselintervalle allerdings deutlich verkürzen.


    Beste Grüße, Bernhard

  • Wäre es nicht sinnvoller, den Kupplungsgeber mit einem separaten Vorratsbehälter zu bestücken und dann den Abgang vom HBZ-Vorratsbehälter tot zu legen?

    Dadurch würde dann auch die mechanische Belastung entfallen. Ich hatte das einmal, mit der Folge, dass der Stutzen für den Schlauch mir-nichts-dir-nichts abbrach.

    Das Abbrechen des Abgangs ist ein bekanntes Problem und tritt vor allem (nur?) in Verbindung mit dem transparenten Originalschlauch auf, weil der im Laufe der Zeit schrumpft und kürzer wird. (Ja, manche Dinge werden im Alter kleiner.)


    Dagegen hilft, dies im Auge zu behalten und den Schlauch rechtzeitig zu ersetzen ehe er den Stutzen abreißt.


    Beim Trennen der beiden Systeme muss man diesen Stutzen dann bremsflüssigkeitsresistent verschließen oder man tauscht gleich den Behälter gegen einen solchen ohne Stutzen (Dann kann man den anderen aber zuvor auch kaputt gehen lassen.) und die Frage eines bremsflüssigkeitsresistenten Schlauchs zur Versorgung des Kupplungsgebers bleibt trotzdem. (Oder willst du den zweiten Behälter direkt auf den Kupplungsgeber montieren?)

  • Hallo Hort,


    ja, ein direkter Anschluss wäre optimal, wird aber nicht gehen. Aber dieser Verbindungsschlauch wäre kürzer (wobei er nach wie vor aus geeigneten Material sein muss).

    Wobei mein Hauptgedanke tatsächlich die Entkopplung der beiden Systeme ist.

  • Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein.

    Mitte der 90er fuhr ich öfter durch Hall (Saale), die Straßen waren noch wirklich mies! An einem damals sehr bekannten Kreisverkehr hatte LKW ordentlich Belag zusammen geschoben. Der Kreisverkehr hatte deutlich mehr Fahrspuren als gewohnt, außerdem Straßenbahnverkehr und es musste unter Umständen hart gebremst werden. Dabei habe ich mal schwer aufgesessen, konnte aber problemlos weiter fahren. Als ich das Stadtgebiet verlassen hatte, ging die Bremswarnleuchte an und ich musste rechts ran. Es war nicht gleich eindeutig (es war schon dunkel), aber mir fiel letztendlich auf, dass der Vorratsbehälter bei diesem Malheur bündig am Bremskraftverstärker abgerissen war. An beiden Anschlussstücken! Die Flüssigkeit war weg.

    Ich bin an diesem Abend noch bis Dresden gefahren (bitte nicht weiter kommentieren ...). Dabei ist mir aufgefallen, dass der Flüssigkeitsvorrat gerade so ausreicht, wenn man die Bremse sehr moderat betätigt. Und auch die Reserve im hoch gebundenen Anschlussschlauch des Kupplunsgebers hatte ausgereicht, ohne Luft zu ziehen. Das würde ich heute natürlich nicht mehr machen, hatte wohl viel Glück. Nur so viel zu "separaten Vorratsbehälter" ...

    Das Trennen der beiden Systeme finde ich aber eigentlich auch nicht so uninteressant.

  • Eine recht abenteuerliche Geschichte. Nun, etwas Leichtsinn ist das Vorrecht der Jugend. Ich kann mich da natürlich nicht ausnehmen.

    Das Trennen der beiden Systeme finde ich aber eigentlich auch nicht so uninteressant.

    Was eigentlich aber keinen Sinn macht, solange beide hydraulisch betrieben werden.

  • Wobei ein einziger Behälter sogar so ausgelegt werden kann, dass auch jugendlicher Leichtsinn keine Chance mehr hat. ;)


    Beispiel: Ferrari Maranello. Gemeinsamer Behälter für Bremse und Kupplung. Der Abgang für Kupplung so hoch angebracht, dass bei sinkender Bremsfüssigkeit erst die Kupplung ausfällt (Luft saugt), dann erst irgendwann später die Kontrolleuchte für Bremsflüssigkeit angeht und erst wenn man ohne Kupplung und mit leuchtender Leuchte immer noch weiter fährt, irgendwann mal die Bremse Luft zieht (ziehen würde). :D


    Mir passiert, hatte schon sonstwas für Kupplungsprobleme im Kopp, bis ich trotz nicht leuchtender Warnleuchte den Stand kontrollierte, er war niedrig, aber noch nicht so niedrig, dass der Kontakt betätigt wurde. Es stellte sich heraus, dass der Kupplungsdruckschlauch ein Leck hatte. Den zu erneuern ist wieder eine andere Geschichte.

  • Beispiel: Ferrari Maranello. Gemeinsamer Behälter für Bremse und Kupplung. Der Abgang für Kupplung so hoch angebracht, dass bei sinkender Bremsfüssigkeit erst die Kupplung ausfällt (Luft saugt), dann erst irgendwann später die Kontrolleuchte für Bremsflüssigkeit angeht und erst wenn man ohne Kupplung und mit leuchtender Leuchte immer noch weiter fährt, irgendwann mal die Bremse Luft zieht (ziehen würde).

    So schlau wie bei Ferrari waren sie bei MATRA beim Bagheera und Murena schon auch. Der Stutzen zur Kupplung kann abbrechen und dann ist immer noch genug Bremsflüssigkeit für den Betrieb der Bremse da. Ob die Kontrolleuchte vor oder nach diesem Pegel kommt, weiß ich jetzt aus dem Stegreif aber nicht.


    Vielleicht wurde das ja auch bei oder für den MATRA erfunden und dann bei Ferrari abgekupfert?


    Auf jeden Fall stellt die Kopplung beider Systeme keine ernsthafte Gefahr für die Bremse dar.


    Und man muss ja auch nicht alles umbauen (hier Kupplung und Bremse trennen), so wie man den Unterdruck für die Scheinwerfer auch nicht auf eine externe Unterdruckpumpe oder sonst was umbauen muss, wenn man dafür sorgt, das das Originalsystem dicht ist (und bleibt).

  • @Horst

    Ich meine bei mir ging die Warnleuchte an, bevor der Kupplungsfuß in´s Leere ging.

    Das müsste ja beim Bagh. so sein, da die von mir ja so geschätzte Warneinrichtung ja im Bremskreislauf verbaut wurde.


    Du hast im Übrigen ja durchaus recht, das Originalsystem klappt gut, wenn es in Ordnung ist. Aber nach 40 Jährchen kommen da schon einige potentielle Fehlerquellen in Frage. Daher möchte ich jedes System so simpel wie möglich halten. Daher mein Gedanke der Entkopplung.

  • Das müsste ja beim Bagh. so sein, da die von mir ja so geschätzte Warneinrichtung ja im Bremskreislauf verbaut wurde.

    Du hast die Begründung schon geschrieben.


    Beim Bagheera geht in dieser Situation keine Warnleuchte an.


    Die Warnleuchte geht beim Bagheera an, wenn zwischen den beiden Bremskreisen ein Differenzdruck anliegt. Dieser kann üblicherweise durch den Defekt eines Bremskreises entstehen oder dadurch, dass ein Kreis am HBZ schon Luft zieht. So weit sinkt die Bremsflüssigkeit beim Verlust des Stutzens zur Kupplung aber gar nicht ab.


    Dieses System funktioniert übrigens tatsächlich. Beim Entlüften eines Kreises per Pedal leuchtet diese Lampe bei Betätigung (natürlich nur bei Zündung an, was beim Entlüften normalerweise nicht der Fall ist).


    Den Deckel mit der Füllstandserkennung könnte man übrigens im Bagheera einfach durch Austausch einbringen und parallel zum Druckdifferenzsensor anschließen (Das wäre das Rundumsorglospaket.)

  • Ob die Kontrolleuchte vor oder nach diesem Pegel kommt, weiß ich jetzt aus dem Stegreif aber nicht.

    Es ist wie bei diesen italienischen Autos. Der Pegel kann schon unter Kupplungs-Niveau sein, ohne das die Kontrollleuchte anschlägt. Was aber auch gar nicht auffällt, aufgrund der Länge des Schlauches (bei mir jedenfalls nicht). Aber sicher ist auch nicht jeder Schwimmer gleich.

    Was eigentlich aber keinen Sinn macht, solange beide hydraulisch betrieben werden.

    Und man muss ja auch nicht alles umbauen ...

    Da habt ihr natürlich Recht!

  • Und jetzt kommt es ganz verrückt! Ich habe soeben eine Nachricht bekommen, dass die Räder fertig sind und abgeholt werden können. Nach 19 Monaten und 14 Tagen!!! Da werde ich mir in den nächsten Tagen wohl mal etwas Zeit dafür zurechtlegen müssen ... bevor wieder etwas schief geht ...

  • ... bevor wieder etwas schief geht ...

    Ich habe aufgegeben! Mit dieser Firma wird es keine Einigung und gleich gar kein zufriedenstellendes Ergebnis geben.

    Hier die Geschichte dazu:

    September 2020. Ich telefoniere mit einer regional anerkannten Firma zwecks Überarbeitung meiner Felgen. GOTTI 150 7X15 schleifen, Oberfläche verdichten, polieren, es soll aussehen wie verchromt ... laut Telefonat kein Problem. Ich habe die Räder schon seit einigen Tagen demontiert, bringe sie zu einem ortsansässigen (mir gut bekanntem) Reifendienst und lasse sie unter meiner Aufsicht von den Reifen befreien. Ich bin da etwas paranoid ... (aber darauf komme ich später noch einmal). Einige Wochen später (Oktober 2020) bin ich vor Ort, liefere die Felgen ab, bespreche noch einmal kurz meine (offensichtlich unproblematisch erfüllbaren) Wünsche und bekomme einen schriftlichen Auftrag mit der Notiz: voraussichtliche Fertigstellung 2020. So weit, so gut.

    Die Monate vergehen ... Auf Nachfrage bezüglich der Arbeitsfortschritte bekommen ich im Februar 21 die Nachricht, dass beim Feinschliff an einer Felge eine Beschädigung entstanden sei, die gerade instand gesetzt werde. Man bittet um etwas Geduld. ... Funkstille ... Drei Monate ... fünf Monate ... sechs Monate ... ich frage regelmäßig nach und bekomme anfangs noch die Antwort, man arbeite an dem Problem. Zwischendurch von mir geführte Telefonate offenbaren allerdings, dass man den Schaden nicht repariert bekommt und mehr Daten über diese Felge benötigt. Ich schicke diese.

    Auf die Mail im September 21 bekomme ich abermals keine Antwort, also versuche ich es erneut telefonisch. Man hat keine Firma gefunden, die das Problem beheben könnte. Ich recherchiere also selbst und kann nach mehreren Versuchen im November 21 den Kontakt zu einer Firma in Nürtingen herstellen. Denen scheint das Problem gar keines zu sein. Ich vermittel den Kontakt zwischen dem "Felgen-Profi" und der Reparaturfirma. Zwischenzeitlich zieht der "Felgen-Profi" um.

    Ende November wage ich es, noch einmal nachzufragen. Offenbar ist wieder eine Nachricht/Telefonat/Mail falsch verstanden worden, denn man benötigt dringend zur Schadensbehebung noch eine der Felgenkappen. Ich liefere diese umgehend persönli"Felgen-Profi"ch in einem verschließbaren Beutel mit einem Zettel mit meinem Namen und Telefonnummer. Damit nichts schief geht!

    Während ich regelmäßig Kontakt zur Reparaturfirma habe, kommt vom "Felgen-Profi" nichts!

    Im Februar 22 erhalte ich auf Nachfrage die Info, dass der instandgesetzte Stern wieder eingetroffen sei, was laut Reparaturfirma allerdings schon zwei Monate her ist. Mehrere Mails später und auf meine erneute Nachfrage hin lässt man mich im Mai 22 wissen, dass ich die Reifen bestellen und zusammen mit den Felgenschrauben liefern könnte.

    Die erste von der Firma in Eigeninitiative verfasste Nachricht erreicht mich Anfang Juni 22, ich kann die fertigen Felgen abholen. Ich kündige mich an und bin einen Tag später vor Ort.

    Ich sehe meine Felgen, komplett mit Reifen, vorbereitet zur Abholung und bin leicht erfreut. Ich sehe an zwei Reifen einen Aufkleber mit dem Wort "Schlag" und bin leicht verwirrt ... und zunehmend unruhig. Der Chef kommt, fragt mich nach meinem Anliegen, deutet auf den Felgenstabel und er erklärt mir mittels zwischen Daumen und Zeigefinger dargestelltem Abstand den jetzt festgestellten Schaden. Ich lasse das sofort überprüfen und vorführen, ich bin entsetzt (STINKSAUER!!!!) und ziehe mir so den Unmut der Firmeninhaber zu. Zwei der vier Räder sind in diesem Zustand Schrott!! Auf meinen Hinweis hin, dass mir auf diese Felgen niemals ein Fachmann Reifen aufgezogen oder mich damit gar vom Hof hätte fahren lassen, erhalte ich zwar Zustimmung. Mit der Entstehung oder der Herkunft des Schadens will man aber nichts zu tun haben. Jede weitere Diskussion wird abgelehnt.

    Dass ich an diesem Tag noch 45 Minuten warten musste, bis man mir auf meine Nachfrage hin zugeben musste, die gelieferte Felgenkappe nicht mehr auffinden zu können, ist dabei nur die Spitze des Eisberges. Diese konnte erst separat in Übersee bestellt vier Wochen später nachgeliefert werden.


    Aus zwei Monaten wurden 19! Kommunikation (in welcher Form auch immer) entstand ausschließlich auf von mir geschriebenen Mail oder von mir getätigten Anrufen. Teilweise erst nach mehrfachem Nachfragen. Von der Firma selbst kam nahezu nichts! Auf jegliche Vereinbarung (Rückruf, Antwortmails) erfolgt keine Reaktion, vieles endet im Missverständnis. Um die Regulierung eines vom "Profi" verursachter Schadens musste ich mich selbst kümmern, über die Wertminderung im Falle eines Verkaufes will ich mal gar nicht nachdenken. Ein Gutachten habe ich jedenfalls nicht erhalten. Doch der im Vorhinein laut schriftlichen Angebot festgelegte Preis sollte nun 20% höher sein. Was für eine Leistung!

    Besonders erstaunlich finde ich auch, dass der nun sichtbare doch recht deutliche Mangel über die gesamten letzten 19 Monate nie bei irgendeinem Bearbeitungsvorgang aufgefallen ist. Ich hatte mit meinem Auto und diesen Felgen nie ein Problem, einen Unfall oder ein die Felgen betreffendes Malheur!!! Ich bin jahrelang mit diesen Felgen gefahren, war beim Reifenwechsel stets dabei und hatte nie ein Erlebnis, welches auf ein derartiges Problem hinweisen könnte. Ganz im Gegenteil. Als die Felgen noch neu waren und ich passende Reifen aufziehen lassen wollte, konnte ich den Monteur gerade noch bremsen, als diese ein mir der Zange gegriffenes Gewicht auf dem Außenhorn mittels Hammer aufschlagen wollte. Ich bestand trotz Protestes auf Klebegewichte, was auch fortan immer so ausgeführt wurde. Wie anfangs erwähnt, bin ich da seit dem etwas paranoid und habe jegliche Handgriffe an meinen Felgen sowie den Reifenwechsel und das Auswuchten deshalb nur unter meiner Aufsicht machen lassen. Nun sind zwar alle wunderschön und auch fertig (mit Reifen versehen und ausgewuchtet), zwei davon aber unbrauchbar und sicherheitstechnisch untragbar.

    Mal sehen, wie das ausgeht ...

  • Hallo ''Sachse'',


    so etwas zu lesen tut echt weh, lass Dir so etwas auf keinen Fall bieten. Ich würde die ganze Sache an einem Anwalt abgeben, anders ist diesem ''Felgenprofi'' wahrscheinlich nicht beizukommen.

  • Hallo Sachse,


    sollte der Reifenbetrieb in der KFZ-Innung sein, wäre es auch möglich einen Schiedsmann von dort anzurufen. Das geht schneller und ist günstiger als ein Gerichtsgang.

    Vor x-Jahren hatte ich den Fall mit einer Peugeot-Talbot-Werkstatt, die bei meinem 1,6er den Sensor vom Ölpeilstab angerissen und in der Ölwanne versenkt hatte. Den Gedanken den Trümmer einfach drinzulassen behagte mir nicht wirklich und die wollten sich das nicht anziehen.

    Da auch noch anderer Murks gemacht wurde, einigten wir uns vor dem Schiedsmann, dass eine andere Werkstatt die Arbeiten auf Kosten der "Profis" durchführt.

    Ich hatte sogar das Glück, noch einen gebrauchten Peilstab beim Händler meines Vertrauens zu bekommen.


    Alles Gute und viel Glück und gute Nerven


    Michael

  • Sachse

    Das ist ja eine traurige Geschichte. Nachdem hier im Forum schön öfter erwähnt wurde, dass es weder Ersatz noch Ersatzteile zu geben scheint, wäre bei einem Streit ja maximal finanziell etwas rauszuholen. Was dich allerdings dem eigentlichen Ziel eines fertigen Felgensatzes nicht wirklich näher bringt.

    Ob da ein rechtlicher Streit beim voraussichtlichem Ziel einer Wiederbeschaffung (Wiederbeschaffungswert) Sinn macht, ob sich das ein Anwalt antut oder ob man das bei der Aussicht auf Erfolg durchziehen will ... keine Ahnung. Schade, denn die Felgen finde ich doch recht schön und passend.

    Da kann man nur wünschen:

    Alles Gute und viel Glück und gute Nerven

  • Ich würde die ganze Sache an einem Anwalt abgeben ...

    Leider sieht der Anwalt das anders. Der Fehler liegt (zugegeben) bei mir, denn der Felgensatz wurde übergeben, ohne auf ein entsprechendes Protokoll zu drängen. Man könnte das zwar von einem Fachbetrieb erwarten, aber Vorschrift ist es nicht. Und so steht Wort gegen Wort und der Nachweis über die Entstehung oder das schon Vorhandensein des Schadens ist für beide Seiten sehr schwierig. Für den Kläger in dem Falle noch schwieriger.

    ... sollte der Reifenbetrieb in der KFZ-Innung sein ...

    Wie verwunderlich, er ist es nicht ...


    Damit ihr eine Vorstellung habt, worum es eigentlich geht, hier mal ein paar Fotos. Also optisch wirklich sehr gut! Oberfläche verdichtet, poliert, Innen bepulvert, Man könnte zufrieden sein. Leider unbrauchbar!

    Außerdem habe ich noch nie (neue oder neu überarbeitete) Felgen gesehen, die mit derart viel Gewichten bestückt wurden. Die auf den Bildern zu sehenden sind noch nicht alle ...

  • Das ist definitiv Murks. Einen Schlag kann man auf der Wuchtmaschine mit entsprechenden Gewichten ausgleichen, das Rad hat dann keine Unwucht mehr (zumindest bei der Testdrehzahl der Wuchtmaschine), aber der Schlag bleibt natürlich. So entstand vermutlich auch die Gewichtsklebeorgie.

    Mich würde die Art des Schlags interessieren, Höhenschlag / Seitenschlag, oder beides?

    Falls die Innenschüsseln vor dem Pulverbeschichten in einer Anlage mit Schleuderrädern (also nicht mit Druckluft manuell) gestrahlt wurden, kann das dazu führen dass die sich in alle Richtungen verformen. (Ist mir mit anderen dünnwandigen Alugehäusen schon passiert). Einer herkömmlichen Alu-Gussfelge macht das nichts, die werden üblicherweise so vorbehandelt.

    Die Art Felgen mit Aluschüsseln haben von Haus aus normalerweise nur sehr wenig Unwucht.

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